Mo., 09.09.2019

Tag des offenen Denkmals war gut besucht Großes Interesse am alten Hiddenhausen

Schulstunde wie vor 100 Jahren mit Griffel und Tafel, links »Lehrerin« Regina Wachowiak.

Schulstunde wie vor 100 Jahren mit Griffel und Tafel, links »Lehrerin« Regina Wachowiak. Foto: Siegfried Huss

Von Siegfried Huss

Hiddenhausen (WB). Auf großes Interesse ist in Hiddenhausen der Tag des offenen Denkmals gestoßen. Etwa 500 Besucher wurden in den Einrichtungen gezählt, die sich beteiligten.

Für Denkmal-Interessierte standen am Sonntag in Hiddenhausen folgende Einrichtungen offen: das Holzhandwerksmuseum, die Kulturwerkstatt, der Park Gut Hiddenhausen sowie das Gut Bustedt und die Museumsschule. An allen Stationen gab es Führungen, aber auch vielfältige ansprechende Veranstaltungen.

Die Attraktion rund um das Holzhandwerksmuseum war der Praxisbetrieb des horizontalen Sägegatters. »Im Jahre 1895 in Herford gebaut für ein Holz verarbeitendes Unternehmen im Harz, fand das Sägegatter im Jahre 1997, nach einer längeren Odyssee, wieder zurück in den Kreis Herford, wo es jetzt im Holzhandwerksmuseum zu bestaunen ist«, erzählte Günter Wörmann, Vorsitzender des Holzhandwerksmuseums.

Drechsler zeigt sein Handwerk

Im Museum selbst gab es praktische Vorführungen an der Drechselbank mit Jürgen Kelle. Und Günter Meyer zur Heide erklärte die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten der Drechselbank. Mittlerweile gebe es moderne Holzverarbeitungsmaschinen, die die Handarbeit weitgehend abgelöst habe.

Im Holzhandwerksmuseum zeigt Jürgen Kelle das Arbeiten an einer modernen Drechselbank. Foto: Huss

In der Kulturwerkstatt gab es einen interessanten Einblick in künstlerische sowie traditionelle Handwerkstechniken mit unterschiedlichen Materialien. »Der Verein Kulturwerkstatt besteht seit 20 Jahren. Der Verein hat die früher landwirtschaftlich genutzten Räumlichkeiten restauriert, um sie für künstlerische und handwerkliche Kursangebote zu nutzen«, informierte Leiterin Susanne König.

Zurück auf die Schulbank

Während es auf dem Gut Bustedt historische Wandmalereien zu besichtigen gab, konnte im Park Gut Hiddenhausen der nahende Herbst mit seiner farbigen Pracht wahrgenommen und bewundert werden. Auf Gut Bustedt bot Lehrerin Stephanie Sundermeier gemeinsam mit einer Schülergruppe ein kreatives Kunstprogramm, verbunden mit einer erlebnisreichen Mitmachaktion. Zudem konnten Interessierte den sonst für die Öffentlichkeit geschlossenen Park und den Garten erkunden und deren heutige Nutzung wie auch andere denkmalgeschützte Gebäude auf dem Parkgelände bewundern.

Einmal die harte Schulbank drücken, auf kleine Handtafeln mit Kreide schreiben, das war an diesem besonderen Tag in der Museumsschule möglich. »Lehrerin« Regina Wachowiak, Vorstandsmitglied des Museumsschulvereins, machte außerdem Führungen mit Interessierten durch das ab dem Jahr 1847 genutzte frühere Schulgebäude. Heute kann hier lebensnah nachempfunden werden, wie Schulalltag vor mehr als 100 Jahren gelebt wurde.

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