Do., 31.10.2019

»Tag des öffentlichen Aquariums« am Samstag im Biologiezentrum Bustedt Bunt, exotisch und manchmal gefährlich

Von Daniela Dembert

Hiddenhausen (WB). »Eigentlich haben wir hier jeden Sonntag Tag der offenen Tür«, sagt Ulrich Haufe. »Am Wochenende sind die meisten unserer Vereinsmitglieder hier, um ihre Becken zu versorgen und immer schauen Spaziergänger und Interessierte herein.«

Clownfische kennt jedes Kind – spätestens seit dem erfolgreichen Animationsfilm »Findet Nemo«.

Trotzdem macht es der Aquarien- und Terrarienverein im Biologiezentrum Bustedt am Sonntag, 3. November, ganz offiziell: Er schließt sich dem bundesweiten »Tag des öffentlichen Aquariums« an und präsentiert von 11 bis 17 Uhr faszinierende Biotope hinter Glas.

Süß- und bunte Salzwasserfische

In teils großen Becken finden Schaulustige Süß- und bunte Salzwasserfische, Garnelen und Krebse. Hinzu kommen Terrarien mit farbenprächtigen, aber nicht ganz ungefährlichen Pfeilgiftfröschen, Geckos und faszinierend schönen Gottesanbeterinnen. Sogar ein Brackwasserbecken, in dem Ebbe und Flut für die Bewohner, die amphibisch lebenden Schlammspringer, simuliert wird, gibt es zu sehen.

»Unsere Ausstellung hat sich zu einem echten Highlight in ganz OWL entwickelt«, sagt Aquaristikfreund Haufe. Auf Gut Bustedt finde der Verein beste Bedingungen. Etwa 20.000 Besucher zählt die Biologiestation jährlich. »Welcher Verein hat schon solch einen Zulauf in einer Dauerausstellung?«, meint der Naturfilmer.

Aron Frenzel jüngstes Mitglied

Eine »Win-win-Situation« sei die Kooperation mit dem Biozentrum, denn andere Einrichtungen dieser Art müssten ihre Ausstellung selbst aufbauen und pflegen. »Dafür bekommen wir hier viel Ausstellungsfläche und Öffentlichkeit«, räumt Haufe ein. Insbesondere Kinder besuchen das Gut und sind fasziniert. »Vor allem von den Piranhas.«

So ist es nicht verwunderlich, dass das jüngste Mitglied des 26-köpfigen Vereins gerade einmal 13 Jahre alt ist. Aron Frenzel hat sich von seinem Vater mit der Begeisterung für Terraristik und Aquaristik anstecken lassen und nennt mittlerweile mehrere Becken sein Eigen. Was ihn am meisten reizt? »Kleine Landschaften und Lebensräume für die Tiere zu erschaffen«, sagt der Schüler. Gerade hat er einige Blätter in sein Zwergflusskrebsbecken gelegt, die sich günstig auf die Wasserqualität auswirken und den Tieren eine zusätzliche Deckungsmöglichkeit bieten.

Aquaristik für den Arterhalt

»Unsere Aquaristik dient in erster Linie dem Arterhalt«, sagt Dario Mai. Erklärtes Ziel sei die Nachzucht, um nicht auf Wildfänge zurückgreifen zu müssen.

Den Start in die Veranstaltung am Sonntag macht Vereinsmitglied Harald Kahden mit einem Bildvortrag über seine Reise nach Kolumbien. Der Eintritt zur Ausstellung und zum Vortrag ist kostenlos.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7033187?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514616%2F