Homöopathie, Akupunktur, Hundefrisuren: Janine Lachmann macht Tiere fit und chic
Wenn Nadeln die Schmerzen nehmen

Hiddenhausen (WB). Vorsichtig zieht Janine Lachmann die Lefzen von Airedale-Terrier Juli hoch. Die Hündin ist etwas skeptisch, lässt es aber mit sich geschehen. Dann schaut sich die Eilshauserin das Zahnfleisch an. „Nicht zu blass, nicht zu rot. Alles bestens“, sagt die 41-Jährige, die seit zwei Jahren als Tierhomöopathin arbeitet.

Mittwoch, 26.02.2020, 11:07 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 11:10 Uhr
Hinter der „Tierpflege Hiddenhausen“ verbirgt sich Janine Lachmann, die hier mit ihren Hunden Juli (links) und Maja im Garten sitzt. Neben Homöopathie bietet sie ab März auch Akupunktur an. Außerdem ist sie ausgebildete Hundefriseurin. Foto: Kathrin Weege
Hinter der „Tierpflege Hiddenhausen“ verbirgt sich Janine Lachmann, die hier mit ihren Hunden Juli (links) und Maja im Garten sitzt. Neben Homöopathie bietet sie ab März auch Akupunktur an. Außerdem ist sie ausgebildete Hundefriseurin. Foto: Kathrin Weege

Sie hat ihre Leidenschaft für Tiere zum Beruf gemacht und arbeitet an drei Tagen in der Woche selbstständig unter dem Namen „Tierpflege Hiddenhausen“, drei weitere Tage ist sie als Büroangestellte beschäftigt.

Hinter der Tierpflege verbirgt sich mehr als Homöopathie – das ist die Behandlung unter anderem mit Globuli nach intensiver Anamnese. „Ich bilde mich in traditioneller chinesischer Medizin – das ist vor allem Akupunktur – weiter“, erzählt Lachmann. Ende Februar macht sie an der Impulsschule (eine Hochschule für freie Gesundheitsberufe) ihren Abschluss.

Sogar Tumore werden behandelt

Was man mit alternativer Medizin alles erreichen kann, zeigt das Beispiel von Janine Lachmanns eigener Hündin Juli. „Sie ist erst ein Jahr alt. Schon als Welpe stellte sich heraus, dass sie Hüftdysplasie – kurz HD – hat. Die Ärzte stellten keine gute Prognose“, so Lachmann. Juli bekam beim Tierarzt Akupunktur. „Da habe ich gesehen, was traditionelle chinesische Medizin bewirken kann.“ Inzwischen ist der Airedale-Terrier recht stabil, kann laufen und spielen, ist vor allem endlich schmerzfrei.

Auch in der Tumortherapie ist Lachmann tätig. „Da arbeitet man Hand in Hand mit Tierärzten. Nicht selten sind es aber auch die Menschen mit bereits austherapierten Tieren, die zu mir kommen“, erklärt Janine Lachmann, die zwar vor allem Hunde und Katzen behandelt, aber auch andere Kleintiere seien willkommen.

Auch Hausbesuche möglich

Bevor es mit der Behandlung, welcher Art auch immer, losgeht, erfolgt eine ausführliche Anamnese. „Manchmal wundern sich die Besitzer, nach welchen Details ich frage. Aber nur so kann sich ein Gesamtbild ergeben“, sagt sie.

Bereits seit Längerem arbeitet Janine Lachmann schon als Hundefriseurin. „Das Trimmen und Pflegen der Vierbeiner war das erste, was ich gelernt habe“, sagt sie. Da die Eilshauserin damals selber einen Hund hatte, der zum Friseur musste, sie aber oft mit dem „Stylisten“ unzufrieden war oder die Arbeit recht teuer ausfiel, entschied sie sich für diese Ausbildung. „Mein Fokus liegt insgesamt aber auf dem medizinischen Bereich. Das hat mich schon immer interessiert. Schließlich bin ich ausgebildete Arzthelferin“, sagt die Hiddenhauserin, die alle ihre Leistungen sowohl bei sich im Behandlungsraum als auch bei Hausbesuchen anbietet.

Weitere Infos gibt’s auf Lachmanns Homepage.

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