Gemeinde startet Umfrage zum Mobilitätsverhalten – 1000 Teilnehmer angeschrieben
Wie kommen die Bürger von A nach B?

Hiddenhausen (WB). Wie fahren Jugendliche zur Schule? Mit dem Rad? Oder mit dem Bus? Und Senioren: Rufen sie eher einen Taxibus oder lieber gleich die beige Limousine? Die Gemeinde Hiddenhausen will von ihren Bürgern wissen, wie sie sich innerhalb und außerhalb der regionalen Grenzen bewegen. Dafür startet die Verwaltung nun eine Umfrage, deren Fragebogen an diesem Freitag an 1000 Personen unterschiedlichen Alters verschickt werden.

Freitag, 28.02.2020, 14:00 Uhr
Sie betreuen die Mobilitätsumfrage in Hiddenhausen: (von links) Dr. Edgar Klinger von der Uni Osnabrück und von der Gemeindeverwaltung Gisela Hering-Bejaoui und Andrea Stroba. Foto: Hillebrenner
Sie betreuen die Mobilitätsumfrage in Hiddenhausen: (von links) Dr. Edgar Klinger von der Uni Osnabrück und von der Gemeindeverwaltung Gisela Hering-Bejaoui und Andrea Stroba. Foto: Hillebrenner

„Familien sollen gerne in Hiddenhausen und im Kreis Herford leben wollen“, sagt Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer. Dafür biete ihnen die Gemeinde in ihren sechs Dörfern zwölf Kitas, sechs Grundschulen und die OPG als weiterführende Schule. Außerdem nimmt sie gemeinsam mit dem Kreis am Zertifizierungsverfahrens „Familiengerechte Kommune” teil und entwickelt hier Ziele und Handlungsstrategien zu allen Themen des Lebens.

Umfrage ist anonym

Und eins davon ist das Thema Mobilität. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Edgar Klinger von der Universität Osnabrück und gemeinsam mit Gisela Hering-Bejaoui und Andrea Stroba von der Verwaltung wurde ein Fragebogen entwickelt, mit dem das Mobilitätsverhalten der Hiddenhauser ermittelt werden soll. „Er ist so aufgebaut, dass die Bürger die etwa 15 Fragen schnell verstehen und innerhalb von zehn Minuten beantworten können“, so Klinger.

Alle Altersgruppen seien berücksichtigt worden, die Adressaten jedoch per Zufallsprinzip ausgewählt. „Die Umfrage erfolgt aber völlig anonym“, sagt Gisela Hering-Bejaoui. Man könne die Fragen auf dem Papier, aber auch im Internet beantworten. Die freifrankierten Umschläge seien bereits auf dem Postweg. „Der Rücklauf kann ebenfalls auf dem Postweg erfolgen. Im Rathaus steht aber auch eine Box”, erklärt Andrea Stroba. Im Internet ist der Fragebogen für die Teilnehmer ab Samstag freigeschaltet.

Hoher Rücklauf erwünscht

Themen sind unter anderem der ÖPNV und die Rad- und Pkw-Nutzung, oder es geht um Ziele, die erreicht werden sollen und um Hinderungsgründe. Rolfsmeyer: „Wir wollen auch wissen, warum jemand gar keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Vielleicht sind die Taktzeiten der Busse zu gering oder die Haltestellen liegen zu weit auseinander.“

Die Gemeinde hofft auf einen hohen Rücklauf. Klinger: „Repräsentative Ergebnisse bekommen wir schon ab 250, mehr wären aber besser.“ Die Teilnehmer würden im eigenen Interesse handeln, es ginge um ihre Mobilität im Alltag und eine mögliche Verbesserung der Angebote in Hiddenhausen. Bis zum 16. März sollen die Antworten zurückgeschickt werden, schon nach Ostern sollen Ergebnisse und Analysen vorliegen.

Interessant für andere Kommunen

Darauf ist auch der Kreis gespannt: „Handlungsoptionen, die daraus entwickelt werden, sind auch für andere Kommunen im Kreis interessant“, sagt Dezernent Norbert Burmann. „Gerade auch vor dem Hintergrund, dass der Kreis Herford bei der Pkw-Zulassungsquote landesweit mit an vorderster Stelle liegt.“

Wer weitere Infos zu dem Fragebogen haben möchte, kann sich an die Projektleiterinnen unter 05221/ 964-324 oder 964-230 wenden.

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