Fr., 27.03.2020

Aus der B239 in Hiddenhausen ist die B61 geworden – Linksabbiegespur ab 31. März Neue Spur, neuer Name

Die Bundesstraße wird an der Zufahrt zur neuen Firmenzentrale von Peter Lacke in Hiddenhausen um 3,50 Meter verbreitert, hier entsteht eine Linksabbiegespur. Übrigens: Aus der Bundesstraße 239 in Schweicheln-Bermbeck ist nun die B61 geworden.

Die Bundesstraße wird an der Zufahrt zur neuen Firmenzentrale von Peter Lacke in Hiddenhausen um 3,50 Meter verbreitert, hier entsteht eine Linksabbiegespur. Übrigens: Aus der Bundesstraße 239 in Schweicheln-Bermbeck ist nun die B61 geworden. Foto: Winde

Von Stephan Rechlin

Hiddenhausen(HK). Noch bevor die Bauarbeiten für die neue Linksabbiegespur zur Firma Peter Lacke in Hiddenhausen beginnen, wechselt die betroffene Straße ihren Namen. Aus der Bundesstraße 239 in Schweicheln-Bermbeck ist inzwischen die Bundesstraße 61 geworden.

Der neue Name liegt nicht an der neuen Spur, sondern an der neuen Verbindung zwischen dem Kreisverkehr auf dem Wittel in Löhne und der Auffahrt zur A30. Diese Strecke heißt jetzt nicht mehr B61 sondern B611. Die B61 verlor damit die gesetzlich notwendige Anbindung an eine Autobahn. Die hat ihr das Landesstraßenbauamt Straßen NRW an der Kreuzung Goebenstraße/Herforder Straße wieder verschafft. Die dort in Richtung Autobahnanschluss A30 in Kirchlengern abbiegende B239 wurde kurzerhand in B61 umbenannt – und schon hat die Bundesstraße wieder ihren Anschluss. Gleich nach der Autobahnauffahrt in Kirchlengern verwandelt sich die Straße übrigens wieder zurück in die B239 – ein großer Spaß für alle Ansagerinnen auf Navigationsgeräten.

Start wohl am 31. März

Die von der Firma Peter Lacke finanzierten Bauarbeiten an der Linksabbiegespur werden mit hoher Wahrscheinlichkeit am 31. März in der kommenden Woche beginnen – Straßenbaukoordinator Jan Westerhold von der Gemeinde Hiddenhausen wird dann alle wichtigen Informationen für Auto- und Lkw-Fahrer zusammenstellen. Fest steht schon jetzt, dass die mit täglich 14.600 Fahrzeugen, darunter 800 Lkw, am stärksten befahrene Straße im Kreis Herford für drei Monate in Richtung Herford komplett gesperrt wird. Westerhold: „Vielleicht kommen wir auch mit einer geringeren Sperrdauer hin.“

Das Coronavirus begünstigt die Baumaßnahme. Julia Berber vom Marketing bei Peter Lacke: „Es ist ganz ruhig vor der Tür. Es waren noch nie so wenige Fahrzeuge auf der Bundesstraße unterwegs wie derzeit.“ Das dürfte auch mit der Kurzarbeit zusammenhängen, die Peter Lacke für einen Teil seiner Konzernteile beantragt hat. „Ich kann nicht sagen, wieviele Mitarbeiter davon betroffen sind, weil wir das je nach Auftragslage und Arbeitsanfall in den verschiedenen Abteilungen entscheiden. Wir schauen jeden Tag neu hin“, sagt Berber. Die Arbeiten am neuen Verwaltungssitz samt Labor seien im Zeitplan, am Eröffnungstermin im Juni werde festgehalten, falls zu diesem Zeitpunkt wieder Versammlungen erlaubt werden.

Weniger Fahrzeuge unterwegs

„Die Zeit für die Bauarbeiten ist ideal. Die Belastung der Straßennutzer wird auf ein Minimum reduziert. Es sind hier derzeit weniger Fahrzeuge unterwegs als in den Sommerferien“, sagt Jan Westerhold. Das wiederum dürfte ein Grund dafür sein, warum die Straßenbaubehörden ihre landesweiten Verkehrszählungen abgesagt haben.

Auf Basis dieser Daten werden unter anderem größere Bauprojekte geplant oder verworfen. Sven Johanning von Straßen NRW: „Das Ergebnis wäre verfälscht. Wegen der strengen Auflagen ist derzeit überall in NRW weniger los auf den Straßen.“

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