Land stellt fast eine Million Euro für Lippinghauser Dorfmitte bereit
Ende der Tristesse am Rathausplatz?

Hiddenhausen (WB). Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Das Land stellt fast eine Million Euro bereit, damit der Rathausplatz umgestaltet werden kann. „Jetzt können wir hier unsere Pläne für einen Platz der Begegnung umsetzen“, freut sich Alexander Graf von der Gemeindeverwaltung.

Samstag, 28.03.2020, 15:05 Uhr aktualisiert: 28.03.2020, 15:10 Uhr
Damit der Rathausplatz in Lippinghausen saniert werden kann, stellt das Land fast eine Million Euro bereit. Foto: Kathrin Weege
Damit der Rathausplatz in Lippinghausen saniert werden kann, stellt das Land fast eine Million Euro bereit. Foto: Kathrin Weege

Bereits dreimal zuvor hatte sich die Gemeinde vergeblich um Fördergelder beworben, ohne die Hiddenhausens Mitte in Lippinghausen nicht umgestaltet werden kann. Das Land übernimmt nun 90 Prozent der Kosten. Genau 938.000 Euro fließen im Zuge des Investitionspakts „Soziale Integration im Quartier“, 104.000 Euro steuert die Gemeinde selbst bei.

Der Anfang der 1980er Jahre in der jetzigen Gestaltung angelegte Platz ist derzeit weitgehend noch von Leerständen eingerahmt. Nun soll er ein Ort der Begegnung werden. Dazu wird er barrierefrei umgebaut. „Hier kommt ein neues Pflaster hin, der jetzige Naturstein ist für Rollatoren ein echtes Problem“, sagt Graf, Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung. Deshalb solle die derzeitige Oberfläche durch „geländegängigeres“ Material ersetzt werden.

Wann es los geht, ist unklar

„Wir hoffen natürlich, dass sich durch die Attraktivitätssteigerung des Platzes die Zahl der Leerstände verringert.“ Denn derzeit, das gibt Graf zu bedenken, mache das Areal schon einen eher tristen Eindruck. Das Potenzial für eine Trendwende sei jedoch vorhanden: Er verweist auf das dort beheimatete Haus des Bürgers, das Haus der Jugend, Seniorenheim, Kita, Tagespflege, das Café Miteinander, Diakoniestation, Arzt- und Physiotherapie-Praxen. Hinzu komme die Nähe zu Rathaus und Gesamtschule. „Vielleicht gelingt es ja auch wieder, mehr Gewerbetreibende anzusiedeln.“

Wann es mit der Umgestaltung losgeht, steht nicht fest. Denn der formelle Förderbescheid der Bezirksregierung liegt noch nicht einmal vor. „Deshalb können wir auch nicht sagen, wie die neue Pflasterung aussehen wird.“ Fest stehe nur, dass der Brunnen durch ein ebenerdiges Fontänenfeld ersetzt werde, die Rampen werden abgeflacht, Treppen entfernt und ein Spielfeld angelegt. Zwei noch zu pflanzende Baumreihen sollen den neuen Platz einrahmen. Der barrierefreie Zugang werde zu allen Haus- und Geschäftseingängen sowie zu Gesamtschule und Rathaus ermöglicht. Zum angrenzenden Wohnquartier Südfeldstraße/Humboldtstraße werde ebenfalls eine neue Verbindung angelegt. „Aber erst mit der Förderzusage steigen wir jetzt in die Detailplanung ein“, sagt Graf. Dann folge die Ausschreibung, im nächsten Jahr könne dann wohl gebaut werden.

Aber auch hierbei bereitet das Coronavirus Probleme. „Es tagt derzeit kein Gremium, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen“, gibt Graf zu bedenken.

Auch Geld für Treffpunkt Sunderm

Der Treffpunkt Sundern profitiert ebenfalls vom Förderprogramm des Landes. 446.000 Euro und damit 90 Prozent der veranschlagten Gesamtsumme stellt Düsseldorf für die energetische Sanierung bereit. Die 1961 erbaute Immobilie erhält neue Fenster und Türen sowie eine Solaranlage für Brauchwasser und zur Unterstützung der Heizung. „Mit dem Geld wird auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut“, erläutert Uwe Schröder, Leiter des Amts für Schule, Sport und Kultur der Gemeinde. „Wir reduzieren damit den Energiebedarf um 74 Prozent.“ Im nächsten Jahr soll der Treffpunkt an der Unteren Wiesestraße umgebaut werden. Heimische Vereine und die AWO sind in dem als Jugendheim erbauten Veranstaltungsort zu Hause. Im Untergeschoss befinden sich Duschen und Umkleiden für Nutzer des benachbarten Sportplatzes.

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