Explosion in Oetinghausen: 68-Jährige vertraute sich einer Nachbarin an – mit Video
Ahnte die Ehefrau etwas?

Hiddenhausen (WB). Als einzige der vier Bewohner blieb die Ehefrau äußerlich unverletzt: Nach Informationen dieser Zeitung soll die 68-Jährige das Unheil kommen gesehen haben. Sie soll sich gerade einer Nachbarin anvertraut haben, als das Haus in die Luft flog.

Dienstag, 07.04.2020, 03:03 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 15:26 Uhr
Nach der Explosion ist das Haus akut einsturzgefährdet. Foto: Moritz Winde
Nach der Explosion ist das Haus akut einsturzgefährdet. Foto: Moritz Winde

Einen Tag nach dem heftigen Knall und dem darauf folgenden Großeinsatz in der Holtstraße in Oetinghausen gibt es kaum noch Zweifel daran, dass der Ehemann die Detonation vorsätzlich herbeigeführt hat. Der Leichnam des 67-Jährigen wurde am Montagmorgen obduziert. Es sei keine Fremdeinwirkung festzustellen gewesen, sagt der Bielefelder Staatsanwalt Veit Walter. Das heißt: Der Rentner ist an den Folgen der wohl selbst verursachten Explosion gestorben.

Explosion in Hiddenhausen

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Wie die Verpuffung zustande kam, untersuchen die Brandermittler. Wahrscheinlich ist, dass der 67-Jährige mit Benzin und Feuer hantierte. Ob er auch an der Gasleitung manipulierte, ist noch unklar. Die Stadtwerke Herford legten die Versorgung vorsichtshalber still. Am Montag wurde das von Trümmern gesäumte Grundstück mit Hilfe einer Drohne aus der Luft betrachtet.

Haus akut einsturzgefährdet

Hintergrund für die unfassbare Tat ist offenbar ein seit langer Zeit schwelender Ehestreit, der nun eskaliert ist. Die Frau muss etwas Ungutes geahnt haben, als ihr Gatte am frühen Sonntagmorgen in den Keller ging. Der Nachbarin soll sie sinngemäß gesagt haben: „Mein Mann hat irgendetwas vor.“

Wenig später knallte es: Die rechte Fassade des Klinkerbaus stürzte ein, die Scheiben des Wintergartens zerbarsten, die Einrichtungsgegenstände wirbelten durcheinander.

Die Enkeltochter (25) erlitt schwerste Schnittverletzungen und wird im Krankenhaus behandelt. Ihr gleichaltriger Freund, mit dem sie das Obergeschoss bewohnte, musste mit massiven Verbrennungen in eine Spezialklinik nach Hannover geflogen werden. Er wurde von der Stichflamme erwischt. Seinen Zustand bezeichnete die Polizei am Montag weiter als kritisch. Die Ehefrau wird psychologisch betreut.

Das Haus in der Holtstraße ist akut einsturzgefährdet, was die Arbeit der Spurensicherung erschwerte. Ob sich ein Wiederaufbau lohnt, ist mehr als fraglich. Das Grundstück ist mit Polizeiflatterband und Bauzäunen abgesperrt. „Betreten verboten“ steht auf einem Pappschild.

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