Zusammenstoß auf Kreuzung in Hiddenhausen – Polizei geht von überhöhter Geschwindigkeit aus
Motorradfahrer stirbt bei Unfall an der B239

Hiddenhausen (WB/cm). Ein Motoradfahrer (27) aus Lübbecke ist am Ostersonntag bei einem Unfall in Hiddenhausen ums Leben gekommen. Als Unfallursache vermutet die Polizei überhöhte Geschwindigkeit.

Sonntag, 12.04.2020, 19:21 Uhr aktualisiert: 13.04.2020, 18:16 Uhr
Bei dem Zusammenstoß mit dem Passat erlitt der Motorradfahrer tödliche Verletzungen. Foto: Christian Müller
Bei dem Zusammenstoß mit dem Passat erlitt der Motorradfahrer tödliche Verletzungen. Foto: Christian Müller

Notarzt, Rettungssanitäter und die Polizei eilten zum Unfallort. Doch die schnell eingeleitete Reanimation blieb bei einem Versuch – der Motoradfahrer starb noch an der Unfallstelle. Die 47-jährige Autofahrerin, die mit dem Motoradfahrer kollidierte, erlitt einen Schock. Der Rettungsdienst und Angehörige kümmerten sich um sie.

Die Autofahrerin aus Lübbecke befuhr mit einem VW Passat die Herforder Straße (B 239) aus Richtung Herford und beabsichtigte nach links in die Löhner Straße einzubiegen. Noch beim Abbiegen bemerkte sie, wie ihr ein Motoradfahrer mit augenscheinlich hoher Geschwindigkeit auf ihrer Fahrspur entgegenkam. Den Polizisten gab sie zu Protokoll, dass er ins Schlingern geraten sei.

Schwerer Unfall in Hiddenhausen

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Die Passatfahrerin lenkte ihren Wagen noch an den rechten Fahrbahnrand, konnte eine Kollision dennoch nicht mehr verhindern. Das Motorrad stürzte zur Seite, der Fahrer der Honda Fireblade schlug mit seinem Helm in der Windschutzscheibe ein und knallte auf den Boden.

Die Unfallaufnahme der Polizei dauerte bis in die Abendstunden an. Zur genauen Unfallermittlung wurde neben der fotografischen Beweissicherung begleitend ein digitaler 3D-Scan der Unfallstelle angefertigt. Das neue Verfahren bietet die Möglichkeit, präzise Daten der Unfallspuren anzufertigen. Die Polizisten gaben an, dass überhöhte Geschwindigkeit Auslöser des schweren Unfalls sein könnte.

Die beiden Unfallfahrzeuge wurden sichergestellt. Der Gesamtsachschaden wurde vorläufig auf bis zu 20.000 Euro geschätzt. Die Kreuzung war während der Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme bis etwa 18.30 Uhr weiträumig gesperrt.

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