Grüne regen gemeinsames Radwegekonzept für Hiddenhausen, Herford und Bünde an
Damit mehr Pendler in die Pedale treten

Hiddenhausen (WB). Soll das Verkehrsaufkommen, insbesondere beim täglichen Pendlerverkehr, langfristig reduziert werden, müssen attraktive und praktikable Alternativen her. Auf Antrag der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat der Gemeindeentwicklungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Stein in Richtung interkommunaler Radwegeverbindung ins Rollen zu bringen.

Mittwoch, 20.05.2020, 10:50 Uhr
Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit pendelt, will flott und gefahrenarm unterwegs sein. Die Grünen regen deshalb an, dass sich die Gemeinde Hiddenhausen mit den Städten Herford und Bünde verständigt, um einen interkommunalen Radweg zu schaffen. Foto: dpa
Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit pendelt, will flott und gefahrenarm unterwegs sein. Die Grünen regen deshalb an, dass sich die Gemeinde Hiddenhausen mit den Städten Herford und Bünde verständigt, um einen interkommunalen Radweg zu schaffen. Foto: dpa

Der Antrag der Grünen, die Verwaltung möge sich zwecks eines Austausches über eine mögliche Kooperation mit den Städten Bünde und Herford in Verbindung setzten, stieß bei den Fraktionen von SPD und CDU grundsätzlich auf Zustimmung. „Die Flickschusterei bei den Querungen an Landes- und Kreisstraßen ist schon seit Jahrzehnten ein Ärgernis. Eine gemeinsame Planung kann nur gewinnbringend sein”, kommentierte Ulrich Hempelmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU.

Insgesamt sei man sehr daran interessiert, die Situation für Radfahrer in Hiddenhausen zu verbessern, hieß es aus SPD-Kreisen. Am Ende des Tages seien aber auch die Kosten und deren Verteilung interessant, wandte Bernd-Roland Gottschling ein.

Niederlande als Vorbild

Die Grünen hatten ihrem Antrag eine Anregung zu einer möglichen Linienführung beigefügt. Diese erstreckt sich in Hiddenhausen entlang der Bünder Straße, des Pappelweges und der Straße Im Felde bis zur Ziegelstraße, weiter geht es auf der Mittelpunktstraße, der Dorfstraße und einem Stück der Milchstraße, auf dem neuen Radweg an der Unteren Ringstraße Richtung Sundern und parallel zum Füllenbruch auf dem Heimstättenweg und der Unteren Wiesenstraße.

„Als Pendler will man flott und gefahrenarm unterwegs sein, aber die Bünder Straße birgt für Radler durch mehrere Fahrbahnwechsel ein hohes Gefahrenpotenzial”, erläuterte der Grünen-Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Bernhard Weil. Die Trassenführung, wie sie die Grünen anregten, sei aber nur ein Vorschlag und sicher noch diskutabel.

Einen breiten Fahrradschnellweg nach niederländischem Vorbild stellen sich die Grünen vor, separiert vom Straßenverkehr „aber nicht zu weit entfernt von den Hauptverkehrsadern, um für den Berufsverkehr nicht unattraktiv zu sein”, so Weils Idee.

Planerisch sei das nicht ganz unproblematisch, denn die Querung einer Landesstraße, zweier Kreisstraßen und dreier kommunaler Straßen sei zu überdenken, gab Ulrich Hempelmann zu bedenken.

7000 Pendler auf der Strecke unterwegs

Das ist auch den Grünen klar. „Die große Diskussion wird sein: Wie führen wir die Radler über die B239?”, sagt Bernhard Weil. Dazu müsse der Landesbetrieb Straßen NRW ins Boot geholt werden. Grundsätzlich habe aber auch der Kreis angedeutet, mit finanziellen Mitteln und Menpower dabei zu sein, die Zeichen stünden also gut.

„Natürlich sprechen wir hier über einen Zeitraum von mehreren Jahren und sicher muss auch der ein oder andere Streifen Land erworben werden”, räumt Weil ein, aber eine vom Landesbetrieb IT.NRW 2017 erhobene Zahl von 7000 Pendlern, die sich täglich auf dieser Strecke bewegten, sei ein guter Ansatzpunkt, um für Entlastung zu sorgen.

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