Kai-Uwe Spanhofer bewirbt sich um Amt im Kirchenkreis Minden
Vom Erzählcafé zum Superintendenten

Hiddenhausen (WB). Pfarrer Kai-Uwe Spanhofer sucht eine neue Herausforderung. So will der 54-Jährige Superintendent des Kirchenkreises Minden werden. Neben zwei weiteren Bewerbern wurde er nominiert, die Entscheidung fällt am 4. September.

Freitag, 17.07.2020, 22:00 Uhr
Kai-Uwe Spanhofer, der als Gemeindepfarrer auch das Erzählcafé ins Leben gerufen hat, sucht eine neue Herausforderung. Als Superintendent will er in Minden Leitungsaufgaben für einen Kirchenkreis übernehmen. Die Entscheidung fällt im September. Foto: Alexander Kröger
Kai-Uwe Spanhofer, der als Gemeindepfarrer auch das Erzählcafé ins Leben gerufen hat, sucht eine neue Herausforderung. Als Superintendent will er in Minden Leitungsaufgaben für einen Kirchenkreis übernehmen. Die Entscheidung fällt im September. Foto: Alexander Kröger

Keine Bewerbung im Kirchenkreis Herford

Seit mehr als 20 Jahren ist Kai-Uwe Spanhofer in Hiddenhausen aktiv. Er begann 1999 als Pfarrer in der Kirchengemeinde Schweicheln-Bermbeck-Sundern. Als 2010 die Hiddenhausen umfassende Stephanus-Gemeinde gegründet wurde, blieb er für Sundern und einen Teil Schweichelns zuständig.

Wenn sich der Geistliche jetzt auf eine neue Stelle bewirbt, dann nicht, weil er in der Gemeinde unglücklich ist. Der Kontakt mit den Menschen mache ihm immer noch großen Spaß, betont er – und fügt hinzu: „Ich suche eine neue Aufgabe, keine neue Gemeinde.“

Die Überraschung hinsichtlich der Kandidatur dürfte sich in Grenzen halten, denn vor Jahren hatte sich Spanhofer bereits um das Superintendentenamt in Lübbecke beworben. Der Kirchenkreis Herford, in dem auch ein neuer Superintendent gewählt wird, kam für ihn nicht in Frage, denn: „Ich wollte mich nach draußen hin bewerben, um die Freiheit eines Neuanfangs zu haben.”

Freude am Gestalten

Spanhofer will sich der Herausforderung stellen, ein neues Amt mit Leitungsaufgaben für einen ganzen Kirchenkreis zu bekleiden. Die Zeiten seien nicht einfach, so habe die Kirche Mitgliederrückgänge und Relevanzverlust zu verarbeiten. Aber das Amt beinhalte die Chance, etwas zu gestalten: „Und daran habe ich Freude.“

Bevor am 4. September gewählt wird, steht am 19. August erst einmal ein Probegottesdienst in der Hartumer Kirche an. Sollte es mit dem neuen Posten nichts werden, so will Kai-Uwe Spanhofer seiner Gemeinde wie bisher „vollumfänglich“ zur Verfügung stehen.

Erinnerung an die Sparsynode

Seinen inhaltlichen Kurs als Gemeindepfarrer bringt er auf die Formel „Öffnung der Kirche”. Die Öffnung in das Dorf hinein, die Kontakte zu den Menschen und Vereinen sind ihm wichtig. In diese Richtung passt auch die Gründung es Erzählcafés, bei dem alte Geschichten aus dem Ort erzählt und so auch festgehalten werden.

Wenn er an die Arbeit im Kirchenkreis Herford denkt, fällt ihm neben seiner Gemeindetätigkeit aber auch die Sparsynode des Jahres 2004 mit vielen deutlichen Einschnitten ein. Als später herausgekommen sei, dass der Kirchenkreis über ein beachtliches Sondervermögen verfüge, habe er sich schon etwas verschaukelt gefühlt, sagt Spanhofer. Doch gemeinsam mit dem Superintendenten Michael Krause hätten alle einen guten Weg gefunden.

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