Hiddenhauser SPD-Kandidat verfehlt knapp die Mehrheit – erneuter Urnengang am 27. September
Zum ersten Mal eine Stichwahl

Hiddenhausen (WB). Stichwahl zwischen den Kandidaten von SPD und CDU. „Das hat es in Hiddenhausen noch nicht gegeben“, kommentierte Ulrich Hempelmann, der für die CDU als Bürgermeisterkandidat angetreten war. Mit 49,68 Prozent (4646 Stimmen) schrappte SPD-Kandidat Andreas Hüffmann ganz knapp an der absoluten Mehrheit vorbei.

Montag, 14.09.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 08:58 Uhr
Blumen für die erfolgreichsten Kandidaten: Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer gratulierte Andreas Hüffmann (SPD, links) und Ulrich Hempelmann (CDU, rechts) zu ihren Ergebnissen. Sie treten am 27. September bei der Stichwahl an. Foto: Koteras-Pietsch
Blumen für die erfolgreichsten Kandidaten: Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer gratulierte Andreas Hüffmann (SPD, links) und Ulrich Hempelmann (CDU, rechts) zu ihren Ergebnissen. Sie treten am 27. September bei der Stichwahl an. Foto: Koteras-Pietsch

Dabei lag er nach der Auszählung von 14 Wahlbezirken für ein paar Minuten bei 50,29 Prozent, rutschte dann aber wieder knapp unter die 50-Prozent. Es fehlte nur noch das Ergebnis aus Oetinghausen I. Spannender hätte es für die SPD kaum sein können. „Wie ein Krimi“, fieberte Noch-Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer mit.

1500 Hausbesuche

Am Ende bezeichnete Andreas Hüffmann das Ergebnis als klasse. Sein Team und er hätten sich so richtig reingehängt. „Wir haben 1500 Hausbesuche gemacht und viel von dem erfahren, was die Menschen umtreibt. Die paar Prozent, die uns jetzt noch fehlen, sind ein Ansporn, in den nächsten zwei Wochen noch einmal richtig Gas zu geben“, sagte Hüffmann am Abend im Rathaus. Hierher waren unter Coronabedingungen einige Parteimitglieder und Vertreter der Verwaltung gekommen, um gemeinsam die Wahlergebnisse abzuwarten.

Ulrich Hempelmann, der 35,80 Prozent (3348) der Wählerstimmen holte, akzeptierte, wie die Bürger entschieden hätten. „Mein Ziel war die Stichwahl. Das hatten wir in Hiddenhausen noch nie. Wir haben das geschafft und nun werden die Karten bis zur Stichwahl in zwei Wochen neu gemischt. Ich freue mich darauf“, sagte Hempelmann, der noch am Abend mit seinem Team den weiteren Wahlkampf besprechen wollte.

Weil ist begeistert

Richtig begeistert war Bernhard Weil, der für die Grünen angetreten war. „Meine Erwartungen sind freudvoll übertroffen“, kommentierte er das Grünen-Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl mit 7,99 Prozent (747 Stimmen). Zufrieden war auch Eckard Gläsker, der für die UWG als Bürgermeisterkandidat angetreten war. Er holte 6,52 Prozent der Stimmen (610). Grund zur Freude hatte die UWG vor allem deshalb, „weil wir wieder Fraktionsstatus mit zwei Sitzen im Rat haben.“

15 der 16 Wahlkreise gingen direkt an die SPD, für die CDU holte Marcus Söhnchen seinen Wahlbezirk Oetinghausen II direkt.

Bei den Gemeinderatswahlen erhielt die SPD 42,89 Prozent der Stimmen, die CDU 33,07 Prozent, die Grünen 14,67 Prozent, die Unabhängige Wählergemeinschaft 5,6 Prozent und die FDP 7,8 Prozent. Das bedeutet, dass die SPD 14 Sitze im Rat bekommt, die CDU 10, die Grünen 5, die UWG 2 und die FDP 1. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,91 Prozent.

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