Gemeinde tauscht Lampen in Straßen und auf Sportplätzen gegen LED-Technik aus
Sparen und die Umwelt schonen

Hiddenhausen (WB). Sparen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – darauf setzt seit Jahren die Gemeinde Hiddenhausen. Unter anderem bei der Beleuchtung in den Straßen und auf Sportplätzen. Seit 2016 wurden in Sachen Straßenbeleuchtung bislang fünf Projekte durchgeführt. Aktuell werden 385 technisch und energetisch veraltete Kofferleuchten gegen neue Leuchtkörper mit LED-Technik ausgetauscht. Zwischen 22 und 6 Uhr werden die neuen Leuchten mittels Halbnachtschaltung um 50 Prozent leistungsreduziert.

Mittwoch, 16.09.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 05:20 Uhr
Jan Westerhold (links) und Marcus Buchholt stehen auf dem Sportplatz Eilshausen vor einem der Fluter, die in diesen Tagen ausgetauscht werden sollen. Laut Buchholt müssen tatsächlich nur die Köpfe getauscht werden. Die Masten haben einem entsprechenden Test stand gehalten. Foto: Koteras-Pietsch
Jan Westerhold (links) und Marcus Buchholt stehen auf dem Sportplatz Eilshausen vor einem der Fluter, die in diesen Tagen ausgetauscht werden sollen. Laut Buchholt müssen tatsächlich nur die Köpfe getauscht werden. Die Masten haben einem entsprechenden Test stand gehalten. Foto: Koteras-Pietsch

„Durch diese Maßnahmen wird eine durchschnittliche Stromreduzierung von 75 Prozent erreicht“, informiert Jan Westerhold vom Amt für Gemeindeentwicklung. Das entspreche einer jährlichen Stromeinsparung von 54.454 Kilowattstunden (kWh). „Daraus ergibt sich eine CO2-Einsparung von 32 Tonnen pro Jahr, die einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern für 13 Mittelklassewagen – rund 13.400 Euro – entspricht“, rechnet Westerhold vor.

40.000 Euro Fördermittel für Straßenleuchten

Aus dem Förderprogramm für Klimaschutzprojekte erhält die Gemeinde Bundesmittel in Höhe von rund 39.900 Euro. Die Gesamtkosten betragen 200.000 Euro. Den Auftrag für die Umsetzung der Maßnahme, die kürzlich begonnen hat, wurde an die Westfalen Weser Netz GmbH in Paderborn vergeben. Laut Jan Westerhold müssen die Arbeiten Ende Mai 2021 abgeschlossen sein, denn dann endet der Förderzeitraum.

Um neue Beleuchtung geht es auch auf den Sportplätzen in Eilshausen und Oetinghausen. Neben der energetischen Sanierung des Treffpunktes in Sundern und des Mittelstufenhauses der OPG möchte die Gemeinde auch die schrittweise Sanierung der Flutlichtanlagen auf ihren eigenen Sportplätzen angehen. Für insgesamt 65.000 Euro sollen die Flutlichtanlagen auf den beiden Sportplätzen saniert werden.

70 Prozent Stromkosten sparen

„Durch die Umrüstung auf LED-Fluter sollen jährlich etwa 70 Prozent der Stromkosten je Sportplatz eingespart werden“, sagt Marcus Buchholt von den Kommunalbetrieben. Und auch er rechnet um: „Das Klima wird durch den Austausch der Leuchtkörper auf beiden Plätzen pro Jahr um etwa sieben Tonnen CO2 entlastet. Das entspricht einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern für drei Mittelklassewagen.“ Und über den Förderzeitraum von 20 Jahren ergebe sich eine Kostenersparnis von etwa 60.000 Euro.

Die Arbeiten sollen noch in diesen Tagen beginnen. „Drei Tage dauert der Austausch der Köpfe auf jedem Platz. So sind die neuen Fluter pünktlich zur Flutlichtsaison fertig“, meint Buchholt. Er erklärt auch, dass die neuen Leuchtmittel sofort volles Licht böten, mit dem der Platz auch noch gezielter ausgeleuchtet werden könne. „Zudem gibt es einen Trainings- und Wettkampf-Betrieb. So kann auch noch mal gespart werden“, ergänzt Jan Westerhold.

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