Schulausschuss Hiddenhausen stimmt Anschaffung von 1425 iPads und 60 Apple-TV zu
Alle Schüler bekommen Tablets

Hiddenhausen (HK).Die Digitalisierung der Schulen in Hiddenhausen geht voran. Am Donnerstagabend hat der Schul-, Sozial-, Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde unter Leitung von Ulrich Ewering (SPD) einstimmig der Ausstattung aller Schüler und Lehrkräfte der sechs Grundschulen und der Olof-Palme-Gesamtschule (OPG) mit „digitalen Endgeräten“ zugestimmt.

Samstag, 03.10.2020, 05:29 Uhr
Damit auch in Zeiten geschlossener Schulen Unterricht auf Distanz stattfinden kann, sollen alle Schülerinnen und Schüler in Hiddenhausen mit einem ipad ausgestattet werden. Der Schulausschuss stimmt geschlossen für diese Maßnahme. Foto: dpa
Damit auch in Zeiten geschlossener Schulen Unterricht auf Distanz stattfinden kann, sollen alle Schülerinnen und Schüler in Hiddenhausen mit einem ipad ausgestattet werden. Der Schulausschuss stimmt geschlossen für diese Maßnahme. Foto: dpa

Die Anschaffung der 1425 iPads und weiterer 60 Apple-TVs für die Klassenzimmer wird fast 655.000 Euro kosten. 180.000 Euro werden Mittel des Bundes und des Landes NRW decken, weitere 100.000 Euro gibt die OPG aus ihrem Schulbudget dazu. Bis zu maximal 475.000 Euro kommen von der Gemeinde selbst. Dieses Geld wird der Maßnahme „Erneuerung Schweichelner Straße“ entnommen, die im aktuellen Haushaltsjahr nicht mehr durchgeführt wird.

Lehren aus Corona

„Corona hat der Digitalisierung der Schulen eine neue Bedeutung gegeben“, begann Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer seine Begründung des Antrags. Der Shut-Down der Schulen am 16. März habe gezeigt, dass Lernen auf Distanz nur dann gelingen könne, wenn Schüler und Lehrkräfte über entsprechende Geräte verfügten.

Als unabdingbar bezeichnete die Leiterin der Grundschule Regenbogen an den Standorten Schweicheln-Bermbeck und Lippinghausen, Kerstin Gerkensmeier, die Anschaffung der iPads. Schon jetzt würden alle Lehrkräfte mit solchen Geräten arbeiten und hätten sehr gute Erfahrungen damit gesammelt.

Kein Online-Zugang

Zehn Prozent der Schüler hätten allerdings keinen Zugang zu digitalen Geräten, wie eine Umfrage unter den Eltern ergeben habe. An der OPG stünden aktuell nur gut 210 Geräte für 1000 Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, so der kommissarische Leiter der Schule, Oliver Leimbrock. Eine Teilhabe aller Schüler am digitalen Lernen, dem besonders aufgrund von Corona eine große Bedeutung zukommen würde, sei so nicht möglich.

Auf Wartung und Versicherung der Geräte ging Uwe Schröder vom Amt für Schule, Sport und Kultur ein. So werde das zweiköpfige Medienteam im Rathaus die Wartung vornehmen. Und die Inventarversicherung der Gemeinde versichere die Tablets vor Schäden zum Beispiel durch Leitungswasser, Feuer und Blitzschlag oder auch vor dem Verlust durch Diebstahl.

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