Von Open-Air-Veranstaltungen bis „Krippe to go“: Stephanusgemeinde bereitet sich vor
Was wird aus Weihnachten?

Hiddenhausen (WB). Klassische Kirchgottesdienste, Open-Air-Veranstaltungen, „Krippe to go“: Mit unterschiedlichen Formaten bereitet sich die Stephanusgemeinde auf das Weihnachtsfest vor. „Wir sind in den Vorplanungen“, sagt Pfarrer Dr. Kai-Uwe Spanhofer. In der Kirchengemeinde ist er für Sundern zuständig, aber die Gespräche laufen auf der großen Gemeindeebene.

Montag, 26.10.2020, 05:00 Uhr
Die evangelische Kirche in Eilshausen: Derzeit laufen die Vorüberlegungen, welche Angebote die Stephanusgemeinde zum Weihnachtsfest machen will und kann. Im Gespräch sind Open-Air-Gottesdienste mit einem kurzen Krippenspiel. Foto: Moritz Winde
Die evangelische Kirche in Eilshausen: Derzeit laufen die Vorüberlegungen, welche Angebote die Stephanusgemeinde zum Weihnachtsfest machen will und kann. Im Gespräch sind Open-Air-Gottesdienste mit einem kurzen Krippenspiel. Foto: Moritz Winde

Anmeldungen sind notwendig

Auf die coronabedingten Herausforderungen hatte der neue Superintendent Dr. Olaf Reinmuth in einem Interview (HK vom 21. Oktober) hingewiesen. Dabei hatte er unter anderem von kurzen Open-Air-Gottesdiensten an Heiligabend gesprochen.

Diesen Gedanken teilen die Hiddenhauser Geistlichen – wobei nach Zielgruppen unterschieden werden soll. Da meist die Familiengottesdienste am Nachmittag besonders besucht sind, könnten diese draußen stattfinden.

Aber auch für Open-Air-Gottesdienste werde man sich anmelden müssen, erklärt Kai-Uwe Spanhofer. Für ältere Menschen, die an den Familiengottesdiensten teilnehmen wollen und möglicherweise nicht mehr so fit sind, sollen einige Sitzplätze zur Verfügung gestellt werden.

„Aber die meisten Teilnehmer werden stehen müssen“, sagt Spanhofer. Daher werden die Gottesdienste wie auch das Krippenspiel („vielleicht mit einer Länge von fünf bis sieben Minuten“) kurz sein.

„Kirche kommt zu den Menschen“

In den Kirchen, so ist es vorgesehen, sollen die Abendgottesdienste stattfinden – um lüften zu können, in einem Abstand von zwei Stunden. Und auch eine andere Variante ist unter dem Stichwort „Krippe to go“ im Gespräch. An verschiedenen Stellen soll das Krippenspiel an Heiligabend aufgeführt werden. Oder wie es Spanhofer formuliert: „Die Kirche kommt zu den Menschen.“

Eine weitere Neuerung soll die offene Kirche sein. An Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen ist es zum Beispiel für Sundern geplant, das Gotteshaus für jeweils zwei Stunden zu öffnen – ohne Programm, aber als Angebot, in der Kirche zusammenzukommen.

Sehnsucht nach Kontakten

Wie der Superintendent spricht auch Spanhofer von einer großen Herausforderung: „Aber es ist ja auch ein großes Fest.“ Eine Situation wie Ostern, als die Gottesdienste ausfielen, will und kann sich der Geistliche für das Weihnachtsfest nicht vorstellen. Grundsätzlich nimmt er gegenwärtig zwei Tendenzen wahr: „Auf der einen Seite gibt es Verunsicherung, auf der anderen Seite eine große Sehnsucht nach Kontakten.“ Diese Sehnsucht zeige sich unter anderem bei den Frühstückskreisen.

Sollte der schlimmste Fall eintreten – keine Gottesdienste zum Weihnachtfest – bleibt noch die Möglichkeit der Online-Gottesdienste: „So etwas würden wir auf jeden Fall machen.“

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