In letzter Sitzung der Legislatur erledigt das Gremium 25 Tagesordnungspunkte
Rat räumt noch mal richtig auf

Hiddenhausen (HK). Mit einer umfangreichen Tagesordnung hat sich der Rat der Gemeinde Hiddenhausen am Donnerstagabend auf seiner letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode beschäftigt. Doch trotz der 25 Anträge, die zur Abstimmung standen, war die Ratssitzung, die aufgrund der Pandemie in der Sporthalle der Olof-Palme-Gesamtschule (OGP) stattfand, schon nach einer knappen Stunde beendet.

Samstag, 31.10.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 05:20 Uhr
Zum Abschied aus dem Rat schenkt Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer (rechts) dem SPD-Kommunalpolitiker Ulrich Ewering (links) einen Klafter Buchenholz für den Kamin. Foto: Stefan Wolff
Zum Abschied aus dem Rat schenkt Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer (rechts) dem SPD-Kommunalpolitiker Ulrich Ewering (links) einen Klafter Buchenholz für den Kamin. Foto: Stefan Wolff

Die Zustimmung aller Ratsmitglieder fand der Antrag auf Digitalisierung der Schulen der Gemeinde. Rund 650.000 Euro wird Hiddenhausen damit in die Anschaffung digitaler Endgeräte für Lehrer und Schüler der OGP und der sechs Grundschulen investieren. 100.000 Euro gibt die Gesamtschule aus ihrem Budget dazu, Land und Bund sollen die Anschaffung mit mindestens 80.000 Euro fördern.

Zur Abstimmung stand auch die Zielvereinbarung, die zur Zertifizierung der Gemeinde als „Familiengerechte Kommune“ führen soll. Die Umsetzung der Ziele, die unter anderen Familie, Arbeit, Bildung, Mobilität und Beratung umfassen, soll in den nächsten drei Jahren stattfinden. Ohne Gegenstimmen nahm der Rat diesen Beschluss an.

Schnell noch sanieren

Einstimmig beschloss der Rat die Aufnahme der Neugestaltung des Schulhofs der Grundschule Eilshausen und der Sanierung des Treffpunkts Schweicheln in das Integrierte Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) bei der Bezirksregierung Detmold zu beantragen und damit Fördergelder für die Umsetzung der beiden Projekte zu akquirieren.

Die Zustimmung des Rats fand der geplante Neubau des Dusch- und Umkleidebereichs im Treffpunktgebäude am Sportplatz Oetinghausen. In diesem Jahr, so Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer, förderten Bund und Land den Bau noch mit 100 Prozent der Kosten, bei einer Bewilligung im nächsten Jahr mit noch 90 Prozent. Zudem habe er die Verwaltung aufgeforderte, alle anderen in der Großgemeinde heimischen Sportvereine auf den „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ hinzuweisen.

Die geplante Beteiligung der Stadtwerke Herford an der Trianel Wind und Solar GmbH in Höhe von bis zu drei Millionen Euro fand ebenfalls die ungeteilte Zustimmung des Rats – Hiddenhausen ist mit 8,9 Prozent an den Stadtwerken beteiligt. Schließlich bleiben auch die Abfallentsorgungs,-, die Straßenreinigungs-, die Sommerreinigungs-, Winterdienst- und Abwassergebühren im Jahr 2021 unverändert.

Abschied vom Mandat

Die letzte Sitzung der Legislaturperiode bedeutete für einige Ratsmitglieder den Abschied von ihren Mandaten. Stolze 43 Jahre, davon 16 als Fraktionsvorsitzender der SPD, gehörte Ulrich Ewering dem Rat an. Er könne sich noch gut an die Zeit erinnern, als Hiddenhausen noch kein eigenes Rathaus besessen und die Ratssitzung im Kreishaus in Herford sattgefunden habe. „Damals hat eine tolle Aufbruchsstimmung im Rat geherrscht“, sagte der 70-Jährige. Zum Abschied aus dem Rat erhielt er vom Bürgermeister Rolfsmeyer einen Klafter Buchholz für seinen Kamin. Abschied von der Arbeit im Rat der Gemeinde Hiddenhausen nahmen auch Kurt Doering, Hans-Jörg Düning-Gast, Andreas Fleischer, Bernd-Roland Gottschling, Karl-Heinz Heibrock, Dr. Friedhelm Kleimann, Ruth Niebuhr, Katharina Petring-Franke, Wolfgang Sieber und Uwe Wittich.

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