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Sa., 12.12.2015

Stargastronom Frank Rosin dreht für »Rosins Restaurants« in Kirchlengern Hilfe vom Sternekoch

Sternekoch Frank Rosin (rechts) hat Inhaber Michael Dupret und dem ehemaligen »Silberpfeil«, das jetzt »beef factory« heißt, eine Frischzellenkur verpasst. Der Dorstener zeigte sich begeistert von der Region: »OWL ist auch kulinarisch immer eine Reise wert.«

Sternekoch Frank Rosin (rechts) hat Inhaber Michael Dupret und dem ehemaligen »Silberpfeil«, das jetzt »beef factory« heißt, eine Frischzellenkur verpasst. Der Dorstener zeigte sich begeistert von der Region: »OWL ist auch kulinarisch immer eine Reise wert.« Foto: Philipp Bülter

Von Philipp Bülter

Kirchlengern (WB). Sternekoch, Unternehmer, TV-Star, Werbegesicht mit fast 470.000 Facebook-Fans: Frank Rosin ist nicht allein Koch, sondern längst eine echte Marke. Nun hat der 49-Jährige gemeinsam mit seinem Team dem »Silberpfeil« in Kirchlengern unter die Arme gegriffen.

Im Rahmen einer Folge der Sendung »Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!« hilft Rosin gemeinsam mit einem 50-köpfigen Team Inhaber Michael Dupret. Der 60-Jährige ist der dritte Pächter im gastronomischen Teil der Anlage in Kirchlengern, der oberhalb der Kartbahn angesiedelt ist.

Seit Pfingstsonntag betreibt Dupret das Restaurant, das schnell finanziell aus der Spur geriet. Es kamen zu wenige Gäste, die zudem in der Regel nicht begeistert waren von Ambiente und Essen. »Ich bin kein gelernter Gastronom. Wir waren überfordert und deshalb musste ich etwas tun«, sagt Dupret.

Am 6. Juli, nach einer seiner zahllosen schlaflosen Nächte, sei sein Entschluss gefallen, sich an Rosin und sein Team zu wenden. »Ich bin darüber sehr froh. Es ist schon ein Erlebnis fürs Fernsehen zu drehen. Anfangs waren wir alle etwas aufgeregt, aber das hat sich gelegt«, erzählt er.

»Der Rose«, wie sich Frank Rosin selbst gerne nennt, sah im »Silberpfeil« insbesondere ein fehlendes Konzept. »Es gab keine gastronomische Idee, man konnte sich mit nichts identifizieren. Das haben wir geändert«, sagt er.

Während der Umbaumaßnahmen, die im März bei »kabel eins« zu sehen sein werden, verpasste der 49-Jährige dem Restaurant eine Frischzellenkur: Frische Farben, neue Inneneinrichtung und mit Koch Marcel ein neues Mitglied in der Küchencrew. »Er macht seine Sache schon nach wenigen Tagen prima«, freute sich Dupret.

Der Name des Restaurants lautet nun »beef factory« und soll die neue Ausrichtung treffend beschreiben. »Wir wollen eine bodenständige Deftigkeit und schon auch eine fleischlastige Küche. Es soll aber auf keinen Fall eine Kartbahnkantine werden«, betont Rosin.

Der Starkoch selbst liebt es privat kulinarisch deftig: »Für Currywurst-Pommes-weiß kann man mich nachts wecken«, sagt er. Die Leidenschaft zum Kochen weckte einst seine Großmutter, die er heute gemeinsam mit seiner Familie zu Hause pflegt. »Sie hat in einer ehemaligen Leichenhalle ewig eine Pommesbude gehabt. Die Qualität war super, also hat das auch funktioniert«, erzählt Rosin.

Sein eigenes Restaurant, das »Rosin« in Dorsten, trägt zwei Punkte des renommierten »Guide Michelin«. Der dreifache Familienvater will sich auf seinem Erfolg aber nicht ausruhen. »Köche müssen sich fortbilden, immer. Wenn man ein bestimmtes Niveau erreicht hat, ist es schwer, diese Qualität auch zu halten«, weiß er.

Für die »beef factory« in Kirchlengern sieht Rosin gute Chancen: »Die Betreiber um Michael Dupret sind alle tolle Menschen. Wir hoffen, dass sie jetzt durchstarten.«

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