Sa., 13.10.2018

Abschluss der MINT-Aktionstage an der Erich-Kästner-Gesamtschule Kirchlengern Komfort durch Technik

15 Schüler aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Erich-Kästner-Gesamtschule Kirchlengern nahmen, unterstützt von den Ausbildungsleitern sowie Abzubildenden der Unternehmen Febrü Büromöbel und Nolte Küchen, am Projekt teil. Sie bauten glatt polierte Bänke und Palettensofas.

15 Schüler aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Erich-Kästner-Gesamtschule Kirchlengern nahmen, unterstützt von den Ausbildungsleitern sowie Abzubildenden der Unternehmen Febrü Büromöbel und Nolte Küchen, am Projekt teil. Sie bauten glatt polierte Bänke und Palettensofas. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Von Karl-Hendrik Tittel

Kirchlengern (WB). So lässt es sich aushalten: Wo vor einigen Tagen noch nackte Bodenfliesen herzlich wenig zum längeren Verweilen einluden, stehen nun glatt polierte Bänke und Palettensofas mit weichen Kissen bereit. Vier individuelle Sitzgelegenheiten haben 15 Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule Kirchlengern während der MINT-Aktionstage entworfen und gebaut.

MINT – das steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Technik. Und auch in der Arbeitswelt hat sich das Akronym als Sammelbegriff für Tätigkeiten aus diesen Bereichen durchgesetzt. Berufsfelder also, die gleichermaßen massiv vom Fachkräftemangel betroffen sind. Um dem entgegenzuwirken, hat sich der von heimischen Unternehmern gegründete Verein experiMINT das Ziel gesetzt, Mädchen und Jungen im Kreis Herford sowie der Stadt Bielefeld während ihrer schulischen Laufbahn vertiefte Erfahrungen in technische Berufe zu ermöglichen – wie jetzt bei den MINT-Aktionstagen an der Erich Kästner-Gesamtschule. 15 Schüler aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe haben das freiwillige Angebot wahrgenommen und sich für den Workshop angemeldet, der praxisnahe Einblicke in den Ausbildungsberuf des Holzmechanikers versprach.

Schulleben soll verbessert werden

Die Aufgabe: Alltagsgegenstände zu bauen oder zu modifizieren, mit denen das Schulleben verbessert werden kann. Schnell waren sich die Schüler einig: »Alle vier Teams haben sich für Sitzgelegenheiten entschieden«, sagt experiMINT-Projektleiterin Natalie Schneider. Zur Seite standen den Schülern die Ausbildungsleiter sowie Abzubildende der Unternehmen Febrü Büromöbel und Nolte Küchen, als Kooperationspartner waren zudem die Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen mit im Boot.

Die Schüler machten sich nach einem Einführungstag an drei Nachmittagen ans Werk, sägten, schraubten, montierten – und entwarfen. »Die Planung war schon recht intensiv«, erinnert sich Schüler Alexander, der mit Dustin, Alina und Philo eine Sitzbank aus Kanthölzern und einer pfiffigen Aussparung für Pflanzen baute. »Jeder wollte seine Ideen berücksichtigt wissen, also haben wir am Anfang sehr viel diskutiert«, so Dustin und ergänzt, während seine Mitschüler zustimmend nicken, dass ihm das Projekt sehr viel Spaß gemacht hätte.

»Ihr habt alle gewonnen«

Das gleiche Bild einige Flure weiter im Eingangsbereich. »Endlich kann man sich hier gemütlich hinsetzen«, sagt Jonas und zeigt auf das mit weichen Kissen ausgestattete Sofa aus Europaletten, das er mit Myriam und Sinan entworfen und montiert hat. Alle drei Schüler im Team fanden das Projekt »interessant« bis »super«, Jonas ist sich jetzt schon sicher, dass er einen Beruf ergreifen will, wo »ich mit den Händen arbeiten kann und nicht ständig vor dem Computer sitzen muss.«

Die Teilnehmer hätten »an drei intensiven Nachmittagen tolle Leistungen gezeigt«, so Lehrer und Berufswahlkoordinator Volker Muskat. »Alle Teams haben etwas in ihrer Freizeit geschaffen, was hier verbleibt und wovon die gesamte Schule profitiert«, lobt auch Schulleiterin Antje Stuke die Workshopteilnehmer. Zum Abschluss der Projekttage stellten die Schüler ihre Modelle einer Jury vor. Deren Mitglieder zeigten sich beeindruckt und waren sich, obwohl Platzierungen ausgesprochen wurden, am Ende einig: »Ihr habt alle gewonnen«, wie es Bürgermeister und Juryvorsitzender Rüdiger Meier auf den Punkt brachte. Um Kommunen zukunftsfähig zu gestalten, sei es unabdingbar, junge Menschen für Technik zu begeistern, betonte Meier: »Dieses Projekt hat einen großen Stellenwert.«

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