Sa., 20.07.2019

Pro Sauna: Für die Briefwahl wird eine Informationsbroschüre zusammengestellt Bürgerentscheid tritt in heiße Phase

Martina Stade ist eine der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens, mit dem für eine Sauna im neuen Aqua Fun geworben wurde. In den nächsten Wochen können wahlberechtigte Kirchlengeraner darüber abstimmen, ab sie eine Sauna wollen oder nicht.

Martina Stade ist eine der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens, mit dem für eine Sauna im neuen Aqua Fun geworben wurde. In den nächsten Wochen können wahlberechtigte Kirchlengeraner darüber abstimmen, ab sie eine Sauna wollen oder nicht. Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Kirchlengern  (WB). Wird es auch im neuen Aqua Fun eine Sauna geben? Über diese Frage können wahlberechtigte Kirchlengeraner im September abstimmen . Aber bereits jetzt sind die Vorbereitungen für den Bürgerentscheid in die heiße Phase eingetreten.

Bis vergangenen Donnerstag hatten die im Rat vertretenen Fraktion, fraktionslose Ratsmitglieder, der Bürgermeister und die Initiatoren des Bürgerbegehrens die Möglichkeit, einen Text zu verfassen, der ihre Sichtweise der Dinge darstellt. Jeder Fraktion, aber auch der Pro-Sauna-Initiative sind zwei DIN-A5-Seiten an Platz eingeräumt worden. Zusammen mit weiteren Informationen werden diese Schriftstücke zu einem Informationsblatt zusammengefasst, das neben Stimmzettel, Stimmzettel-Umschlag und Rücksende-Umschlag an die Wahlberechtigten geschickt wird.

»In unsere zwei Seiten habe ich mindestens zehn Stunden Arbeit hineingesteckt«, sagt Martina Stade, eine der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens. Anfangs sei es einfach zu wenig Platz für all die Argumente gewesen, die man aufführen wolle. Dann hätten sich aber Schwerpunkte herauskristallisiert. »Ein ganz wichtiges Thema ist für uns natürlich die Wirtschaftlichkeit. In einem Gutachten ist schließlich darauf hingewiesen worden, dass die Sauna Gewinn abwerfen wird.« Daneben sei davon auszugehen, dass mit einer neuen Sauna im Aqua Fun die Attraktivität des Freizeitbades als Ganzes steigen würde.

»Funktionssauna statt Luxusvariante«

Ein weiteres Argument »pro Sauna« aus Sicht von Martina Stade: »Die Bezahlbarkeit«. So koste eine Sauna-Tageskarte im H20 25,10 Euro, in der Bali-Therme 28,50 Euro – und im Aqua Fun 6 Euro. Dieser Preis sei allerdings gesenkt worden, da das Schwimmbecken im Innenbereich derzeit nicht genutzt werden könne. »Wer ein richtiger Saunagänger ist, der sucht sie mindestens zweimal in der Woche auf. In Kirchlengern ist Sauna noch bezahlbar für alle.«

Man benötige vor Ort keine Luxusvariante. »Das kann eine Funktionssauna sein – nur eben neu.« Mit weiteren Saunagängern sei sie bereit, sich ehrenamtlich für diese Einrichtung zu engagieren, um so Besuchern mehr bieten zu können.

Zwölf Prozent der wahlberechtigten Kirchlengeraner haben sich im Bürgerbegehren bereits für die neue Sauna ausgesprochen. Stade ist sich sicher, dass es noch mehr hätten sein können. »Ich hatte damals eine etwa vierwöchige Auszeit, in der nur eingeschränkt Unterschriften gesammelt wurden – sonst wäre die Zahl höher.« Deshalb ist sie optimistisch, was den Ausgang des Bürgerentscheids betrifft.

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