Der Kirchlengeraner Ingo Landmann hat ein besonderes Faible für die Bahn
Der Trainspotter

Kirchlengern (WB). Ingo Landmann hat eine besondere Leidenschaft. Er fotografiert Züge und präsentiert seine Fotos in den sozialen Medien, um sie so mit anderen Interessierten zu teilen.

Freitag, 24.01.2020, 16:00 Uhr
Direkt am alten Stellwerk befindet sich eine von Ingo Landmanns Lieblingsstellen in Kirchlenegrn. Diese ist auch für bewölkte Tage geeignet. Auf diesem Bild fotografiert der 23-jährige Trainspotter gerade eine Eurobahn, die in Fahrtrichtung Hengelo unterwegs ist. Foto: Nicolas Metting
Direkt am alten Stellwerk befindet sich eine von Ingo Landmanns Lieblingsstellen in Kirchlenegrn. Diese ist auch für bewölkte Tage geeignet. Auf diesem Bild fotografiert der 23-jährige Trainspotter gerade eine Eurobahn, die in Fahrtrichtung Hengelo unterwegs ist. Foto: Nicolas Metting

Sich an Zugstrecken begeben, stundenlang auf einen Zug warten, um ihn im Vorbeifahren zu fotografieren: Was für andere möglicherweise absurd klingen mag, ist das Hobby von Ingo Landmann. Und damit ist er nicht alleine. Es gibt mittlerweile eine große Gemeinschaft, die genau das gleiche Hobby hat: Trainspotting.

Gut vernetzt

Eins seiner schönsten Fotos hat er in Minden gemacht. Es zeigt einen Autozug mit einer Lokomotive der Baureihe 155.

Eins seiner schönsten Fotos hat er in Minden gemacht. Es zeigt einen Autozug mit einer Lokomotive der Baureihe 155. Foto: Nicolas Metting

Sie teilen untereinander die gemachten Fotos und vernetzen sich. Beim Chatdienst Whatsapp gibt es bereits zahlreiche sogenannte Sichtungsgruppen. Ingo Landmann ist selber in drei solchen Gruppen aktiv: „Westdeutschland“, „Nordwestdeutschland“ und „Ostwestfalen“. Die Mitglieder weisen darauf hin, wo aktuell ein besonderer Zug unterwegs ist und in welche Richtung er fährt.

Sichtet beispielsweise ein Trainspotter in Herford einen Zug, hat Landmann die Möglichkeit, sich schnell in Kirchlengern an die Bahnschienen zu begeben, um ihn auch fotografieren zu können. Vorausgesetzt natürlich, der besagte Zug fährt in Richtung Kirchlengern und nicht nach Löhne.

Wie hat alles angefangen? „Das Interesse an allem, was die Bahn betrifft, ist da, seit ich denken kann. Je mehr Fotos ich gesehen habe, desto größer war mein Verlangen, das auch selber bildlich festzuhalten“, erzählt der 23-jährige. Seit sieben Jahren fotografiert er die Züge mit einer guten Spiegelreflexkamera. Inzwischen war er schon an dutzenden Strecken – von Schleswig-Holstein bis Italien. Die nächsten Länder auf seiner Liste sind Tschechien und die Schweiz. „Die Alpen und Berge als Hintergrundsmotiv auf Bildern sind etwas, was ordentlich Eindruck macht“, sagt Landmann.

Landschaft ist wichtig

Die Landschaft auf seinen Bildern sei sowieso wichtig. Als Beispiel nennt er das Leinetal zwischen Hannover und Göttingen. Man solle auf dem Foto erkennen können, dass er sich Gedanken über die Bildgestaltung gemacht habe. Und wie viele Bilder hat er gemacht? Landmann geht davon aus, dass er mindestens eine vierstellige Zahl an Bildern geschossen hat, wenn nicht sogar im fünfstelligen Bereich. In einem niederländischen Bahnmagazin sei bereits ein Bild von ihm veröffentlicht worden. Als einer der ersten habe er eine Werbelok fotografiert und dieses Bild online gestellt. Prompt sei er angesprochen worden, ob sein Bild für das Magazin verwendet werden dürfe.

Landmann zieht es auch in Betracht, eines Tages für die Deutsche Bahn oder eine Privatbahn zu arbeiten: „Das Hobby zum Beruf zu machen birgt Vor- und Nachteile in sich. Aber ich glaube, dass, wenn ich mal bei einem Eisenbahnunternehmen arbeiten würde, ich das mit Herzblut tun würde.“ Wer sich seine Bilder näher anschauen möchte, kann das auf seinem Instagramprofil tun.

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