Mitarbeiterin der Montage-Abteilung in Kirchlengern infiziert – Gesundheitsamt testet Kontaktpersonen
Corona-Fall bei Hettich

Kirchlengern (WB). Das Corona-Virus hat nun auch einen der größten Arbeitgeber im Kreis Herford erreicht: Eine Mitarbeiterin am Kirchlengeraner Standort des Möbelzulieferers Hettich hat sich angesteckt. Am Dienstag wurde die Infektion bekannt.

Mittwoch, 24.06.2020, 17:16 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 17:40 Uhr
Die betroffene Mitarbeiterin ist in der Montage-Abteilung am Hettich-Standort in Kirchlengern beschäftigt. Foto: Raske
Die betroffene Mitarbeiterin ist in der Montage-Abteilung am Hettich-Standort in Kirchlengern beschäftigt. Foto: Raske

Das Unternehmen hat entsprechende Schritte eingeleitet. Mehrere Kontaktpersonen der Frau stehen unter Quarantäne und werden nun ebenfalls auf das Virus getestet. Allein am Stammsitz des Konzerns in der Elsegemeinde sind 2000 Mitarbeiter beschäftigt (weltweit: 6700). Wie Stephanie Kreidel, Assistentin der Hettich-Geschäftsführung auf Anfrage mitteilt ist die Frau in der Montage-Abteilung beschäftigt. Letztmalig sei sie am vergangenen Freitag an ihrem Arbeitsplatz gewesen.

Arbeitsablauf gesichert

„Direkte Kollegen der Frau wurden bereits am Dienstag informiert und befinden sich nicht mehr an ihren Arbeitsplätzen. Der Arbeitsablauf ist aber natürlich gesichert“, so Kreidel. Die übrige Belegschaft – nicht nur in Kirchlengern – sei am Mittwochvormittag in Kenntnis worden.

Es handele sich nicht um den ersten Corona-Fall bei der Hettich-Unternehmensgruppe. „Und wir hoffen, dass auch dieser Fall keine weiteren Implikationen hat“, sagt die Firmensprecherin.

Kreidel weist darauf hin, dass Hettich seit dem Ausbruch der Pandemie bereits frühzeitig diverse Präventionsmaßnahmen ergriffen habe, die inzwischen in dem Arbeitsschutzstandard der Bundesregierung ebenfalls enthalten sind, um die Gesundheit der Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Dazu zählten der zeitliche Versatz beim Schichtwechsel, die Schließung der Kantinen, die Umsetzung aller erforderlichen Hygienestandards sowie die Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen. Zudem seien Stoffmasken an die Belegschaft ausgegeben worden, verbunden mit der Tragepflicht der Mund-Nasen-Bedeckung überall dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden könne, etwa in Sanitär- und Pausenräumen an den verschiedenen Hettich-Standorten. Ferner sei die Personenzahl, die sich in Konferenzräumen aufhalten dürfe, gedeckelt worden.

Keine weiteren Infektionen bislang

Kreidel: „Die jetzt notwendigen Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Herford. Die Kontaktdaten der betroffenen Kollegen sind bereits übermittelt worden.“ Patrick Albrecht von der Pressestelle des Kreises Herford bestätigt den Eingang einer entsprechenden Kontaktliste. „Die wird jetzt abgearbeitet. Die Personen auf der Liste sind am Dienstag auf das Corona-Virus getestet worden und stehen derzeit unter häuslicher Quarantäne.“ Gleiches gelte für die Kontaktpersonen aus dem privaten Umfeld der infizierten Hettich-Mitarbeiterin. Bis Mittwochnachmittag vermeldete der Kreis allerdings keine weiteren positiven Befunde.

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