Kästner-Gesamtschule: Sanierungsarbeiten erreichen letzten Bauabschnitt
Seit 2009 auf Vordermann gebracht

Kirchlengern  (WB). Alte Neonröhren verdecken das Gesicht von Erich Kästner, Kabel hängen aus der Decke, auf den Fluren türmen sich Möbelstücke und Werkzeug. Wer die Erich-Kästner-Gesamtschule betritt, findet sich derzeit noch auf einer riesigen Baustelle wieder. Insgesamt etwa 4,2 Millionen Euro werden für die energetische Sanierung der Räumlichkeiten investiert. Bis zum Ende der Sommerferien sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, wie Projektleiterin Peggy Freudenreich von der Verwaltung Kirchlengern während eines Ortstermins erklärte.

Dienstag, 30.06.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 10:30 Uhr
Kabelsalat: Peggy Freudenreich (rechts) informierte Wolf Peter Redecker, Bürgermeister Rüdiger Meier und Marc-André Hölling von der Bielefelder Firma Schröder und Partner (von rechts) über den derzeitigen Stand der Baumaßnahmen. Foto: Sonja Töbing
Kabelsalat: Peggy Freudenreich (rechts) informierte Wolf Peter Redecker, Bürgermeister Rüdiger Meier und Marc-André Hölling von der Bielefelder Firma Schröder und Partner (von rechts) über den derzeitigen Stand der Baumaßnahmen. Foto: Sonja Töbing

Begonnen hatte die Sanierung bereits im Jahr 2009. Damals wurden die Fassaden und Fenster erneuert. Finanzielle Mittel aus dem Konjunkturpaket II deckten zu diesem Zeitpunkt einen Großteil der Kosten. 2013 wurden zudem sämtliche haustechnischen Anlagen erneuert, darunter die zentrale Lüftungsanlage für Mensa und Forum sowie zwei dezentrale Anlagen für Schüler-WC-Räume und Lehrküche. Die alten Heizungsanlagen aus den 70er Jahren wurden durch ein Blockheizkraftwerk und zwei Brennwertkessel ersetzt.

Weiter ging es 2015 mit der kompletten Entkernung aller Räume, der Sanierung der WC-Anlagen sowie der Erneuerung von Fliesen, Leitungen und Beleuchtung. Es folgten die Lehrer-WCs sowie Brandschutzarbeiten. Abgehängte Deckenkonstruktionen verschwanden, neue Elektroin-stallationen standen auf der Agenda. Auch hierbei kamen wieder Fördermittel zum Einsatz, dieses Mal aus der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes.

„Der letzte Bauabschnitt, in dem wir uns jetzt noch befinden, umfasst die Innensanierung des Erdgeschosses im Nordbereich sowie die Naturwissenschafts- und Technikräume“, erläuterte Peggy Freudenreich. Ein besonderer Fokus liege auf der Beleuchtung. LED-Technik, Bewegungsmelder und Beleuchtungsmesser sorgen dafür, dass nur dann Licht brennt, wenn es wirklich gebraucht wird. Dank aller Maßnahmen werden so etwa 21.500 Kilowattstunden pro Jahr an Strom eingespart.

Die Sanierungskosten für das Gebäude belaufen sich laut Freudenreich auf mehr als 3,5 Millionen Euro, hinzu kommen 640.000 Euro für die Erneuerung von Heizung und Lüftung. „Obwohl wir in den vergangenen Jahren Fördergelder in Höhe von mehr als 756.000 Euro für die Baumaßnahmen erhalten haben, trägt die Gemeinde Kirchlengern den Großteil der Investitionskosten“, betonte Bürgermeister Rüdiger Meier. Da die Erich-Kästner-Gesamtschule die einzige weiterführende Schule Kirchlengerns sei, komme ihr ein besonderer Stellenwert zu. „Diese Einrichtung hat wirklich ein tolles Konzept und tolle Lehrer“, sagte Meier. Nach Angaben von Organisationsleiter Wolf Peter Redecker besuchen derzeit rund 450 Kinder und Jugendliche die Schule, für das kommende Schuljahr gibt es etwa 80 Anmeldungen.

Auch die Sporthalle soll in den nächsten Jahren energetisch saniert werden. „Die Vorplanungen laufen, wir hoffen natürlich wieder auf Fördermittel“, sagte Rüdiger Meier. Wichtig dabei sei, dass die Halle nicht nur für Schul- und Vereinssport genutzt werde, sondern auch für Veranstaltungen. „Und da spielt uns Corona tatsächlich in die Hände, denn wegen der Abstandsregeln mussten wir bereits Ratssitzungen in der Sporthalle abhalten. Auch für Seniorenveranstaltungen wird sie genutzt“, berichtete Meier.

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