Neues Freizeitbad soll „Wohnquartier Espelweg“ versorgen – erster Spatenstich
Aqua Fun liefert Wärme für Siedlung

Kirchlengern (WB). Kirchlengern soll wachsen – und zwar nachhaltig. Ein Schritt in diese Richtung markiert jetzt ein neues Baugebiet in dem 18 Ein- und zwei Mehrfamilienhäuser entstehen sollen: das Wohnquartier Espelweg. Am Mittwochmorgen erfolgte – einen Steinwurf von der Aqua-Fun-Baustelle entfernt – ein erster symbolischer Spatenstich.

Donnerstag, 16.07.2020, 13:13 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 13:30 Uhr
NWK-Geschäftsführer Dr. Andreas Brors (vorne von links), Bürgermeister Rüdiger Meier, Bauträger Michael Oberbremer und Dennis Bergmann, einer der ersten Bauherren im Wohnquartier Espelweg, geben mit einem ersten symbolischen Spatenstich den Startschuss für das neue Baugebiet. Foto: Daniel Salmon
NWK-Geschäftsführer Dr. Andreas Brors (vorne von links), Bürgermeister Rüdiger Meier, Bauträger Michael Oberbremer und Dennis Bergmann, einer der ersten Bauherren im Wohnquartier Espelweg, geben mit einem ersten symbolischen Spatenstich den Startschuss für das neue Baugebiet. Foto: Daniel Salmon

„Wir wollen dem Klimaschutz mit diesem Projekt Rechnung tragen“, sagt Bauträger Michael Oberbremer vom gleichnamigen Bünder Traditionsbetrieb. Denn sämtliche Häuser sollen komplett mit Nahwärme versorgt werden, die das Blockheizkraftwerk des derzeit im Bau befindlichen neuen Freizeitbades liefern soll. Dazu hat sich Oberbremer neben der Gemeinde auch die Nahwärmeversorgung Kirchlengern (NWK) mit ins Boot geholt. Und auch die Nachbarschaft soll von diesem Konzept profitieren können. Denn die Verlegung entsprechender Leitungen in die angrenzenden Wohngebiete sei geplant.

Das sei aber nicht der einzige Vorteil den das Wohngebiet biete, wie Oberbremer betont: „Freizeiteinrichtungen, Schulen, Kitas und Nahversorger sind fast alle fußläufig entfernt. Außerdem gibt es viele attraktive Arbeitsplätze in der Gemeinde. Und die Anbindung nach Bielefeld über den Bahnhof ist natürlich auch gegeben. Wir haben schon zahlreiche Bewerbungen für die insgesamt 20 Parzellen.“

Innenverdichtung ist wichtig

Bürgermeister Rüdiger Meier weist mit Blick auf das 2017 in Angriff genommene Projekt auf einen weiteren Vorteil hin. „Das Thema Innenverdichtung und somit die Schließung von Baulücken innerhalb der Siedlungskerne sind uns natürlich sehr wichtig. Auch das hat etwas mit Nachhaltigkeit zu tun.“ Denn auf diesem Wege könnte die Gemeinde, sie ist übrigens mit 50 Prozent an der NWK beteiligt, zwar wachsen und sich als attraktiver Wohnort – beispielsweise für junge Familien – präsentieren. „Gleichzeitig bleiben unsere Randbereiche, etwa Remerloh, grün und können für die Naherholung genutzt werden. Von daher ist es wichtig, dass wir unser Kirchlengern nach innen hin erweitern“, unterstreicht das Gemeindeoberhaupt. Die Kombination aus nachhaltiger Energieversorgung und baulicher Verdichtung bezeichnet Meier als äußerst „innovatives Gesamtpaket“.

Er weist darauf hin: „So ganz neu ist das Konzept für Kirchlengern nicht. Die überschüssige Wärme vom alten Aqua Fun wurde schon genutzt um die Siedlung am Tännesberger Weg zu versorgen.“ Seinerzeit – etwa zur Jahrtausendwende – sei das Thema Nachhaltigkeit noch nicht so wichtig gewesen wie heutzutage. „Aber mittlerweile ist der Klimaschutz ein Weltthema. Und da muss man auch schauen, was man als kleine Gemeinde zu dazu beitragen kann. Es sind zwar häufig nur Kleinigkeiten – aber auch die tragen ihren Teil zu einem großen Ganzen bei“, ist der Bürgermeister überzeigt.

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