Friedhof Quernheim: Ehrenamtliches Engagement ermöglicht Bau eines Unterstandes
Trauernde künftig im Trockenen

Kirchlengern  (WB). Bei gutem Wetter ist alles in Ordnung gewesen. Bei Regen aber haben Trauernde auf dem Quernheimer Friedhof oft mit Regenschirm und Regenjacke Abschied nehmen müssen. Das wird künftig nicht mehr nötig sein.

Montag, 19.10.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 05:20 Uhr
Anne Beatriz, Collin Oberhacke, Stefan Jörding, Christian Oberhacke, Friedhelm Lückemeier, Pfarrerin Ulrike Schwarze, Friedrich Hellmich, Hildegard Oberhacke, Ava Oberhacke, Ulrike Höner zu Siederdissen und Jürgen Niemann haben sich für den Bau des Unterstandes auf dem Friedhof Quernheim engagiert und zur Umsetzung beigetragen. Foto: Annika Tismer
Anne Beatriz, Collin Oberhacke, Stefan Jörding, Christian Oberhacke, Friedhelm Lückemeier, Pfarrerin Ulrike Schwarze, Friedrich Hellmich, Hildegard Oberhacke, Ava Oberhacke, Ulrike Höner zu Siederdissen und Jürgen Niemann haben sich für den Bau des Unterstandes auf dem Friedhof Quernheim engagiert und zur Umsetzung beigetragen. Foto: Annika Tismer

Denn für insgesamt etwa 14.000 Euro haben Ehrenamtliche der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam mit Pfarrerin Ulrike Schwarze einen Unterstand errichten lassen. „Finanziert und gebaut wurde das alles durch Spenden“, erklärte Christian Oberhacke, der das Projekt im Jahr 2017 mit angestoßen hat. Mehrere Firmen und Privatpersonen haben ihren Beitrag dazu geleistet, indem sie ihre Dienste oder aber Gelder zur Verfügung gestellt haben. Als Bauherrin war die Kirchengemeinde eingetreten, die damit auf einem eigentlich kommunalen Gelände die Bauerlaubnis bekommen hatte. Um die Folgekosten für die weitere Instandhaltung wird sich dagegen die Kommune kümmern.

„Ohne ganz viel ehrenamtliches Engagement wäre das alles niemals möglich gewesen“, betonte Schwarze. Viele Gemeindeglieder hatten in den vergangenen Jahren Firmen und Privatpersonen um Unterstützung gebeten und das Projekt so überhaupt erst möglich gemacht. Denn bereits seit dem Jahr 2008 hatte es hier keine nutzbare Kapelle mehr gegeben. „Sie wurde damals erst geschlossen und schließlich abgerissen“, erinnerte sich Friedhelm Lückemeier.

Im Zuge eines Gottesdienstes auf dem Friedhof im Jahr 2017 kam schließlich die Idee auf, zumindest einen Überstand durch Spenden zu realisieren. „Wichtig war uns dabei, dass das alte Fenster aus der Kapelle, welches noch existierte, eingebaut wurde“, sagte Oberhacke. Dies bildet nun die Rückwand des Unterstands, an dem Trauernde künftig im Trockenen an einer Beerdigung teilnehmen können.

Spenden für den Friedhof hat es dabei nicht das erste Mal gegeben: Bereits im Jahr 1966 wurde die inzwischen abgerissene Kapelle über Spenden finanziert und auch in der Zukunft sollen Spenden und ehrenamtliches Engagement einiges möglich machen. „Wir möchten diesen Friedhof in einen guten Zustand bringen. Als nächstes ist eine Erneuerung der Wege in Planung und wir haben noch viele weitere Ideen“, sagte Oberhacke.

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