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Mo., 14.03.2016

Mehr als 1700 Interessierte besuchen erstes Löhner Schneeglöckchenfest an der Schäferei Stücke Resonanz auf Gartenfestival ist enorm

Janne-Marie Holtmann (15, links) und Ronja Gattinger (18) von der Biologischen Station Ravensberg zeigen den Besuchern beim »Schneeglöckchenfest«, wie aus Weidenzweigen kleine Körbchen gefertigt werden können.

Janne-Marie Holtmann (15, links) und Ronja Gattinger (18) von der Biologischen Station Ravensberg zeigen den Besuchern beim »Schneeglöckchenfest«, wie aus Weidenzweigen kleine Körbchen gefertigt werden können. Foto: Gabriela Peschke

Von Gabriela Peschke

Löhne (WB). Mit so viel Resonanz hatten die Veranstalter selbst nicht gerechnet: Mehr als 1700 Besucher sind am Samstag zum ersten »Schneeglöckchenfest« bei  der Schäferei Stücke an der Häger Straße  gekommen.

Auf der Häger Straße war kaum noch ein Durchkommen – Parkeinweiser Hans-Hermann Wehmeier winkte alle ankommenden Autos durch –  Parken ging nur noch auf dem freien Feld. Der ehrenamtliche Helfer vom  Verein  Zeit für Mitmenschen  konnte es selbst kaum glauben: »Seit den  Morgenstunden kommen Hunderte von Autos«. Kollege Friedel Böhse hatte  sogar spontan seinen Buli als Shuttle-Service in Dienst gestellt.  Interessierte aus ganz Ostwestfalen-Lippe wollten  zum  ersten »Schneeglöckchenfest« auf dem Gelände der Schäferei Stück. Die Resonanz war  enorm.

»Wir haben gegen Mittag unsere 1000.  Besucherin gezählt«, sagte Kassiererin Petra Träg erfreut. Bis zum  Veranstaltungsende waren es mehr als  1700 Gäste  – ein Rekordergebnis  für eine Initiative von fünf Löhner Gartenfreunden, die den Charme eines Schneeglöckchenfestes in Holland erlebt hatten und sich dachten: »Das  wollen wir auch versuchen!« Mit der Schäferei Stücke war alsbald ein Partner gefunden, der den idealen Rahmen für ein Gartenfestival mit  privater Handschrift bot.  Dorothee Danner, eine der fünf  Initiatoren, war gleich bereit, mit dem Verein »Zeit für  Mitmenschen« als Veranstalter aufzutreten.

Zur Premiere herrschte kühles »Schneeglöckchen-Wetter« – aber die  zierlichen Frühlingsboten zauberten Ausstellern und Besuchern ein Lächeln aufs Gesicht. So auch Anja Nordmeyer, Inhaberin der Gärtnerei Nordhof in  Enger: »Es herrscht eine total schöne Stimmung. Wir sind ganz begeistert von dem charmanten Ambiente.«

Das freute auch Anja Birne, eine der  Organisatorinnen. »Das Schneeglöckchen ist einfach ein Sympathie-Träger, es kommt gut bei den Besuchern an«, sagte sie.   Viele  kauften auch tatsächlich die  Schneeglöckchen – in Weidenkörbchen oder Tontöpfen, zeitgemäße oder historische Sorten. Die Aussteller Rika und Pieter van Delden aus Groningen hatten die weiteste Anreise: Mit  etwa 100 Sorten beeindruckten die holländischen Gärtner die Gäste.  Besonders charmant: Rika van Delden trug Schneeglöckchen auch auf Mütze  und Pullover.

Doch neben den allgegenwärtigen Frühlingsblühern gab  es reichlich  Stauden, Kräuter, Gehölze und Saatgut. Die etwa  30 Aussteller boten  unter anderem  Blumengebinde, Keramik, Korb- und Textilwaren an: feines  Kunsthandwerk, geschmackvoll arrangiert in der alten Scheune, in den  Nebengebäuden und auf dem Außengelände der Schäferei. Die  Metall-Designerin Ricarda Enderweit verkaufte handgefertigte  Schmuck-Unikate, Künstlerin Anja Windmann hatte Latzhosen für die  Gartenarbeit modisch aufgepeppt.  Ronja Gattinger  und Janne-Marie Holtmann von der Biologischen Station Ravensberg leiteten  Besucher im Korbflechten an. »Das ist gar nicht schwer«, sagte der  zehnjährige Malte und zeigte stolz sein selbst gefertigtes Osterkörbchen.

Wen man auch fragte: Das kleine Gartenevent kam an. Es überzeugte durch  seine familiäre Atmosphäre, die niveauvolle Zusammenstellung des  Angebots – und nicht zuletzt durch seine geschmackvolle Gastronomie: Das  »Café Schneeglöckchen« in der großen Deele des Haupthauses war voll besetzt. Davor legte indes Uwe Delskamp  frische Lammbratwurst auf dem Rost. »Um die 500 Stück sind heute schon  über  den Grill gegangen«, berichtete er. Denn die Resonanz auf die besonderen  Fleischwaren der Schäferei Stücke war ebenfalls groß. So wurde das kleine  Gartenfestival  auch zu einem Gourmet-Event in einer Genießer-Nische. »Wir hätten solch einen Zuspruch nicht erwartet«, sagte Dorothee  Danner. »Aber dass alles so gut geklappt hat, verdanken wir neben den  engagierten Ausstellern  vor allem den etwa 100 Ehrenamtlichen.« Und die  sozialen Projekte von »Zeit für Mitmenschen« profitieren auch vom  Pionier-Gartenfest: Ihnen kommt der Reinerlös zugute.

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