Sa., 06.01.2018

Ausbau der B611 zwischen Löhne und Vlotho soll bis spätestens Ende 2019 fertig sein Knickstraße verliert ihre Knicke

Der Blick geht von der neuen Kreuzung B61n/Loher Straße (K9) in Richtung Koblenzer Straße. Für insgesamt 23 Millionen Euro, inklusive beispielsweise der Brücken, lässt Straßen NRW die Knickstraße zur Bundesstraße B611 ausbauen. Der Straßenquerschnitt beträgt dann auf der Trasse 10,5 Meter. Der Bereich ist soweit hergerichtet, dass auch ein Winterdienst möglich ist.

Der Blick geht von der neuen Kreuzung B61n/Loher Straße (K9) in Richtung Koblenzer Straße. Für insgesamt 23 Millionen Euro, inklusive beispielsweise der Brücken, lässt Straßen NRW die Knickstraße zur Bundesstraße B611 ausbauen. Der Straßenquerschnitt beträgt dann auf der Trasse 10,5 Meter. Der Bereich ist soweit hergerichtet, dass auch ein Winterdienst möglich ist. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Löhne (WB). Derzeit ruhen die Arbeiten beim Ausbau der Knickstraße zur Bundesstraße (B611) – das feuchte Winterwetter erschwert ein Weitermachen. Mit einer Fertigstellung des zweiten Abschnittes rechnet der Landesbetrieb Straßen NRW nun bis spätestens Ende 2019. Schon jetzt wird deutlich: Die Knickstraße verliert ihre Knicke.

Denn mit dem Ausbau der L773 zur Bundesstraße B611 wird diese auch teilweise verschwenkt – und begradigt, bestätigt Sebastian Felgenhauer, Projektleiter bei Straßen NRW. Ihren Namen wird die Straße aber wohl behalten.

Bauarbeiten unterbrochen

Seit dem 6. Dezember ruhen die Bauarbeiten der ausführenden Firma Bunte auch am neuen Abschnitt der B611 zwischen Loher Straße (K9) und dem Kreisel Ko­blenzer Straße. »Wir rechnen damit, dass es hier frühestens Ende Februar weitergeht«, sagt An­dreas Meyer, Leiter der Regionalniederlassung OWL von Straßen NRW. Hauptgrund sei der anhaltende Niederschlag. Regen verwandele die Erde in Schlamm – wie an der geplanten Brücke auf Höhe der Straße Alter Postweg. Dort wird die Erde sechs Meter tief ausgehoben. Auf diesem Niveau soll die Knickstraße hier verlaufen, die Straße Alter Postweg wird darüber geführt.

Wegen des Wetters sind auch Asphaltarbeiten – wie am neuen Abschnitt der B611 – nicht möglich. Es fehlen die Binder- und Deckschicht. »Sobald es trockener wird, wären bei Bodenfrost aber Erdbauarbeiten möglich«, sagt An­dreas Meyer.

»Mega-Kreisel«

Mitte April sollen die Bauarbeiten am Kreisel Ko­blenzer Straße (B61/L860/B611) beginnen. »Das ist unser Ziel«, sagt Jörg-Achim Zweck, Sachbearbeiter bei Straßen NRW. Der Kreisverkehr wird eine Größe erhalten, die es in dieser Form bisher nicht in OWL gibt. Etwa 50 Meter beträgt der Durchmesser. Das liegt auch an drei außerhalb des Kreisverkehrs liegenden Spuren, die einen zügigen Verkehr zwischen der A30 und Herford ermöglichen sollen.

Der »Mega-Kreisel« erinnert auch an frühere Pläne an dieser Stelle mit einer 110 Meter langen Brücke – und der Kreuzung auf zwei Ebenen. »Je eine Spur sollte oben und unten verlaufen«, sagt An­dreas Meyer. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens sei dieses Vorhaben fallen gelassen worden. »Auch deshalb hat es beim gesamten Bauverfahren auch keine Klagen geben«, sagt An­dreas Meyer.

Neue Sudbachtalbrücke

Die Bauarbeiten für die neue Brücke über das Sudbachtal sollen im März mit der Errichtung der Widerlager und der Gründung beginnen.

Eine Herausforderung stelle dar, dass Bohrpfähle in den Boden getrieben werden müssen, sagt Andreas Meyer. Dazu müsse zunächst auch eine Rampe für das Bohrgerät aufgefüllt werden. Auf diese Konstruktion werden danach Fertigteile aus Stahlbeton gelegt. Auch hier sei das Ziel für die Fertigstellung 2019. Im Anschluss sollen auch die Lärmschutzwände im Bereich Baxwittel aufgestellt werden. »Sie haben eine Länge von 200 bis 300 Meter«, sagt Sebastian Felgenhauer. Insgesamt seien sieben Lärmschutzwände geplant.

Federführend durch die Stadt Löhne wird die Brücke über der Straße Großer Kamp mit Anschluss an das Gewerbegebiet erneuert. Merkmal der Brücke sei, dass sie längsgeteilt ist. »Damit kann über die zuerst fertig gestellte Spur der Verkehr geführt werden, während der zweite Brückenteil daneben ohne Vollsperrung gebaut wird«, sagt Sebastian Felgenhauer.

Drei Regenrückhaltebecken

Die gesamte Länge der B611 zwischen dem Wittel und der Anschlussstelle Exter an die Autobahn A2 beträgt 5,7 Kilometer. Der aktuelle, zweite Bauabschnitt hat eine Länge von etwa 4,7 Kilometer. Drei Regenrückhaltebecken sollen mit Beginn des zweiten Abschnitts gebaut werden. Auch drei Bauwerke, darunter zwei Viehtriften, werden entstehen.

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