Fr., 21.09.2018

2019 ist halbes Jahrhundert geschafft – mindestens 50 Veranstaltungen zum Jubiläum Aus fünf Gemeinden wurde eine Stadt

Auch nach 50 Jahren tragen nur wenige Ortsschilder so wie dieses die Bezeichnung »Löhne«. Nach wie vor wird an den Straßen der Stadt auf Ortsteile wie Gohfeld und Mennighüffen hingewiesen. Die Schilder tragen dann den Zusatz »Stadt Löhne« und »Kreis Herford«.

Auch nach 50 Jahren tragen nur wenige Ortsschilder so wie dieses die Bezeichnung »Löhne«. Nach wie vor wird an den Straßen der Stadt auf Ortsteile wie Gohfeld und Mennighüffen hingewiesen. Die Schilder tragen dann den Zusatz »Stadt Löhne« und »Kreis Herford«.

Von Andrea Berning

Löhne (WB). »Löhne feiert 50«: Postkarten mit dieser Aufschrift und dem Logo der Stadt werden bald beim Oktoberfest verteilt. Denn vor 50 Jahren, am 1. Januar 1969, wurde aus den fünf Gemeinden Gohfeld, Löhne, Mennighüffen, Obernbeck und Ulenburg (Amt Löhne) im Rahmen der Gebietsreform die Stadt Löhne. Das soll 2019 mit mindestens 50 Veranstaltungen gefeiert.

Dazu gehören ganz neue Ideen, wie eine Woche mit 50 Stunden Sport, die der TV Obernbeck plant, oder ein kleines Fest nach einer der Sommertheater-Vorstellungen auf dem Findeisen-Platz. Aber auch Traditionelles wie die Jubiläumsfeier des Briefmarken- und Münzensammlervereins wird in den Veranstaltungsreigen einbezogen, sagt Stadtsprecherin Ursula Nolting auf Anfrage dieser Zeitung: Der Verein feiert im kommenden Jahr ebenfalls seinen 50. Geburtstag.

Vereine und Einrichtungen feiern mit

146 Vereine und Einrichtungen gibt es nach Angaben von Ursula Nolting in Löhne. Und wer noch mitmachen will, ist herzlich eingeladen, den Löhner Bürgern ein »Geburtstagsgeschenk seines Vereins« zu machen. So halten es zum Beispiel die L’Ort Singers, die sich mit einem Gospelkonzert am Jubiläumsprogramm beteiligen wollen.

50 Jahre Stadt Löhne – das solle sicher nicht so groß gefeiert werden wie der 1000. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung 1993, sagt Ursula Nolting. Außerdem befinde sich die Stadt im Haushaltssicherungskonzept. Daher gehe es nicht um große Feierlichkeiten, sondern darum, das zu schätzen, was in den vergangenen Jahrzehnten an Gemeinsamkeiten entstanden ist.

50 Stadtpaten werden gesucht

Löhne hat ungefähr 40.000 Einwohner. 50 von ihnen sollen als Stadtpaten zum Auftakt des Jubiläumsjahres auf einem Foto zu sehen sein und auch erzählen, was ihnen an ihrer Kommune gefällt, warum sie hier wohnen und was sie hier gern machen. »In gutem Westfälisch ausgedrückt ›machen sie was her für ihre Stadt‹«, sagt Ursula Nolting zu der Idee. Per Zufallsprinzip werden die Paten zurzeit gesucht, und zwar im Schneeballsystem (jeder Pate schlägt jeweils einen weiteren vor).

Aber auch Bewerbungen von Menschen, die Gesicht für »ihre Stadt Löhne« zeigen möchten, sind willkommen. Nach derzeitigem Planungsstand könnten diese Paten bei einer Auftaktveranstaltung am Sonntag, 20. Januar 2019, in der Werretalhalle vorgestellt werden.

Die »Kirchtürme im Denken« gebe es sicher noch genauso wie das Zugehörigkeitsgefühl zu einzelnen Ortsteilen, meint die Stadtsprecherin. Aber sie freue sich auch darauf, dass die Stadt in diesem Jubiläumsjahr zeigen könne, wie viel in fünf Jahrzehnten zusammengewachsen sei. Und sie hoffe auf eine noch stärkere Vernetzung der Mitwirkenden durch die geplanten Veranstaltungen.

1967 wurden die ersten Weichen zur Stadtwerdung gestellt

4972 Löhne 4 – Früher waren die Ortsteile bei der Anschrift nummeriert, und Ursula Nolting wohnte in Besebruch. Über viele Jahre gab es Bemühungen, die starke Zersplitterung in Gemeinden im Landkreis Herford zu beseitigen. Dieser Landkreis bestand vor der Gebietsreform aus der Stadt Bünde sowie 57 Gemeinden, die in acht Ämtern zusammengefasst waren.

1967 wurden die ersten Weichen zur »Stadtwerdung« Löhnes gestellt. Der 1968 von der Amtsvertretung einstimmig angenommene Vorschlag des NRW-Innenministers lautete: »Die Gemeinden Gohfeld, Löhne, Mennighüffen, Obernbeck und Ulenburg (Amt Löhne) werden zu einer amtsfreien Gemeinde zusammengeschlossen. Die Gemeinde erhält den Namen Löhne und führt die Bezeichnung »Stadt«. Das Amt Löhne wird aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ist die Stadt Löhne.«

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