Mi., 13.02.2019

Standsicherheit der Hauptträger ist vermindert – Über mögliche Sperrung wird Ende März entschieden Brücke an Tiefgarage muss saniert werden

Aufgrund von Insektenbefall wurde eine deutliche Verminderung der Standsicherheit der Fußgängerbrücke festgestellt. Zudem vermodern die Holzbohlen.

Aufgrund von Insektenbefall wurde eine deutliche Verminderung der Standsicherheit der Fußgängerbrücke festgestellt. Zudem vermodern die Holzbohlen. Foto: Sonja Gruhn

Löhne (WB/sg). Die Fußgängerbrücke, die über die Tiefgaragenzufahrt und von der Lübbecker Straße in der Innenstadt zur Werretalhalle führt, ist in die Jahre gekommen und weist Schäden auf. Bei einer Prüfung wurde eine Vermoderung der Holzbolen an der Oberseite festgestellt.

Darüber hinaus sei die Standsicherheit der beiden Hauptträger aufgrund von Insektenbefall deutlich vermindert, heißt es in der Vorlage für die Mitglieder des Bauausschusses, der am Mittwoch, 20. Februar, zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt. Sofern keine kurzfristige Schadensbeseitigung erfolge, müsse das Brückenbauwerk mit der Bezeichnung BW 309a innerhalb einer bestimmten Frist gesperrt werden, demnach Ende März.

Bei dieser Fußgängerbrücke handelt es sich um eine der drei noch verbliebenen Holzbrücken im Löhner Stadtgebiet. Bereits Ende 2018 war die Prüfung des Bauwerkes erfolgt.

Überbau muss erneuert werden

Dem daraus entstandenen Schadenbehebungskonzept zufolge komme nur eine Erneuerung des Brückenüberbaus in Frage. Die Baukosten dafür werden auf etwa 87.000 Euro geschätzt, sofern die vorhandenen Abmessungen beibehalten werden.

Zwar erscheine die vorhandene Bauwerksbreite von zwei Metern auf einer Brückenlänge von zwölf Metern ausreichend. Jedoch sollte das Geländer von einem Meter auf 1,30 Meter erhöht werden, da die Brücke auch von Radfahrern genutzt werde. Die Durchfahrtshöhe der unter der Brücke liegenden Zufahrt zur Tiefgarage soll hingegen nicht verringert werden.

Schon aus wirtschaftlichen Gründen sollte von der Verwendung von Holz als Baustoff abgesehen werden, heißt es weiter. Dazu wird das Verhältnis der Herstellungskosten und des Unterhaltungsaufwandes zur Nutzungsdauer angeführt. So soll – je nach Ergebnis der Planungen – eine Konstruktion aus Metall, beispielsweise feuerverzinktem Stahl beziehungsweise Aluminium, oder aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gebaut werden.

Kosten liegen bei 114.000 Euro

Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen seien für das Haushaltsjahr 2019 bereits unter dem Produkt »öffentliche Verkehrsflächen« Mittel in Höhe von insgesamt 114.000 Euro vorgesehen. Diese Summe beinhaltet die Baukosten sowie die Baunebenkosten, unter anderem Ingenieurleistungen und Gebühren.

Die Mitglieder des Bauausschusses müssen nun darüber beraten und entscheiden, ob die Verwaltung, vorbehaltlich der Haushaltsplanberatungen, einen Ingenieur mit den Planungen beauftragen und die Arbeiten zur Instandsetzung ausschreiben und vergeben kann.

Selbst wenn der Bauausschuss in seiner nächsten Sitzung der Erneuerung des Brückenüberbaus zustimmt, muss mit einer Sperrung der Brücke von April an gerechnet werden. Denn selbst wenn die Planungsleistungen terminlich noch im Februar vergeben werden könnten, wäre mit einer Fertigstellung erst im Juni oder Juli zu rechnen.

Abgesehen davon muss der Doppelhaushaltsplan 2019/2020 erst in Kraft treten. Somit wären die finanziellen Mittel haushaltsrechtlich erst im April/Mai verfügbar. Über eine mögliche Sperrung soll nach einer Begutachtung des aktuellen Zustandes des Brückenbauwerkes entschieden werden. Diese ist für Ende März geplant.

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