Do., 25.04.2019

Baustraße soll Ende Juli fertig sein – Erste Häuser können dann gebaut werden Nagelsches Gelände wird hergerichtet

Nachdem sich lange nichts auf dem Nagelschen Gelände getan hat, geht es bei der Erschließung nun zügig voran. Mit dem Bagger werden derzeit auch die Baustraßen vorbereitet. In diesem Bereich soll später ein Wendehammer entstehen.

Nachdem sich lange nichts auf dem Nagelschen Gelände getan hat, geht es bei der Erschließung nun zügig voran. Mit dem Bagger werden derzeit auch die Baustraßen vorbereitet. In diesem Bereich soll später ein Wendehammer entstehen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Löhne (WB). 15 Jahre hat es von der ersten Anfrage bis zum Baubeginn auf dem Nagelschen Gelände gedauert: Ende Juli soll die Erschließung abgeschlossen sein, dann können die ersten Bauherren loslegen.

Darüber freut sich die Stadt. »Wir blicken auf 15 Jahre zurück, und da gab es mehrere Investoren, die es nicht geschafft haben«, sagt Baudezernent Ulrich Niemeyer.

Geschafft hat es dagegen die Firma Wohnmodul aus Enger, die nun mit einem »straffen Zeitplan« arbeitet. »Eigentlich sollte die Baustraße erst September fertig werden. Das können wir aber zügiger realisieren«, sagt Projektentwickler Robert Bem. Die Firma ist Erschließungsträgerin für das Baugebiet. Sie macht primär keine Planung und baut keine Häuser, vertreibt dagegen die Grundstücke. Nachdem interessierte Bauherren ein Grundstück gekauft haben, können diese Architekten und Baufirmen beauftragen.

An der Lübbecker Straße entstehen zwei Mehrfamilienhäuser

Insgesamt 22 Bauplätze gibt es zwischen der Lübbecker Straße und dem Eckernkamp. Auf zwei Grundstücken an der Lübbecker Straße entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zwölf Wohnungen. »Was uns als Stadt besonders freut, ist der Anteil von 25 Prozent für den Sozialwohnungsbau«, sagt Ulrich Niemeyer. Vier Wohnungen, je zwei pro Mehrfamilienhaus, sind für solche Mieter vorgesehen. Die zwölf Wohnungen in den beiden barrierefreien Mehrfamilienhäusern werden jeweils eine Größe zwischen 67 und 82 Quadratmetern haben. Zwei- bis Dreizimmer-Wohnungen sollen hier entstehen.

Für Einfamilienhäuser verbleiben 20 Grundstücke. »Für zehn Grundstücke gibt es notarielle Beurkundungen«, sagt Robert Bem. Drei der Einfamilienhäuser sind als »Toskana«-Häuser mit je zwei Geschossen geplant, zwei der dazugehörigen Grundstücke sind bereits verkauft. »Diese ›Toskana‹-Häuser sollen genau so, wie in der Visualisierung zu sehen ist, entstehen«, sagt Robert Bem. Dass es eine räumliche Aufteilung zwischen den beiden Mehrfamilienhäusern, den dahinter am Wendehammer liegenden drei »Toskana«-Häusern und den weiteren 17 Einfamilienhäusern gibt, freut die Stadt ebenso. »Es sollte hier bewusst einzelne Quartiere geben«, sagt Ulrich Niemeyer.

Ende Juli liegt mit Abschluss der Erschließung ein B-Plan vor

Mit Abschluss der Erschließung und Fertigstellung der Baustraße Ende Juli liegt auch ein gültiger B-Plan vor. Anschließend könnten die ersten Bauherren im Freistellungsverfahren loslegen. »Von Mitte August an könnte nach sechs bis acht Wochen das erste Richtfest gefeiert werden«, sagt Robert Bem. Mit insgesamt zwischen acht und zehn Monaten Bauzeit rechnet er derzeit je Einfamilienhaus, auch wegen der Hohen Nachfrage an Handwerkern. Bei den beiden Mehrfamilienhäusern können es zwölf bis 18 Monate werden. Derzeit liegen bereits drei bis vier Bauanträge vor. Vermutlich 2021 könnte dann der Straßenendausbau beginnen.

Beim Thema Fußweg, als Verbindung zwischen Siedlung und Lübbecker Straße, ist aus Sicht von Robert Bem ein Knackpunkt ausgeräumt worden. Wie berichtet, hatte die SPD-Fraktion das Thema jüngst erneut in den Rat eingebracht. »Aus meiner Sicht wäre die Umsetzung unmöglich gewesen, weil meine Kunden die Grundstücke an einer Sackgasse kaufen wollen«, sagt Robert Bem.

Der zweite Bauabschnitt der Erschließung hat bereits begonnen. »Hierbei gestalten sich die Arbeiten etwas komplexer«, sagt Robert Bem bezogen auf das Grundwasser. Rohre mit einem Innendurchmesser von 1,20 Meter werden verlegt. Rohre mit einem Innendurchmesser von zum Teil sogar 1,40 Meter werden zudem für einen sogenannten Regenwasserstaukanal in den Boden eingesetzt. Die Alternative wäre ein System mit einem Regenrückhaltebecken gewesen. »Das hätte aber einen Flächenverlust bedeutet, außerdem ist die Unterhaltung einfacher«, sagt Robert Bem.

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