Mo., 17.06.2019

Charity Golfturnier des Business-Clubs: Erlös geht an »Aktion Bildungspartner« Abschlag für den guten Zweck

Freuen sich auf das Benefizturnier, das der Business-Club Bad Oeynhausen in diesem Jahr zum fünften Mal auf dem Gelände des Golf-Clubs Widukind-Land in Löhne veranstaltet hat (von links): Thomas Ludewig, Gregor von Hinten (Golf-Club Widukind-Land), Helmut Dennig, Gastredner Wolfgang Bosbach, Siegbert Lilienkamp und Ralf Zumplasse.

Freuen sich auf das Benefizturnier, das der Business-Club Bad Oeynhausen in diesem Jahr zum fünften Mal auf dem Gelände des Golf-Clubs Widukind-Land in Löhne veranstaltet hat (von links): Thomas Ludewig, Gregor von Hinten (Golf-Club Widukind-Land), Helmut Dennig, Gastredner Wolfgang Bosbach, Siegbert Lilienkamp und Ralf Zumplasse. Foto: Gabriela Peschke

Von Gabriela Peschke

Löhne/Bad Oeynhausen (WB). Bei der Hochrechnung am Samstagmorgen gab es strahlende Gesichter: Wenn im fünften Jahr des Charity Events ungefähr die gleichen Erlöse eingespielt werden wie zuvor, knackt der Business-Club die 100.000-Euro-Marke. Mit dem Wohltätigkeitsturnier 2019 unterstützen Aktive, Sponsoren und Gäste die »Aktion Bildungspartner« erneut mit etwa 15.000 Euro. Diesen Betrag hat am Sonntag Siegbert Lilienkamp vom Business-Club genannt.

Bestes Wetter, gut gelaunte Spieler und ein reichhaltiges Buffet: Auf dem Gelände des Golf-Clubs Widukind-Land auf dem Wittel hatten sich am Samstagmorgen rund 75 Gäste eingefunden, um das halbe Jahrzehnt des Wohltätigkeitsturniers bei einem geselligen Frühstück zu eröffnen. Das Besondere daran war der Frühstückstalk, ein Impulsreferat des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach. Der ehemalige Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestags war auf Einladung von Siegbert Lilienkamp Gastredner der Veranstaltung – und zugleich Wohltätigkeitsgolfer.

»Ich bin ein begeisterter, aber lausiger Golfspieler mit einem traurigen Handicap von 34«, hatte der 67-Jährige zuvor in einem Exklusiv-Interview mit dieser Zeitung gesagt. Doch vor dem Abschlag auf der Bahn eins, wo Bosbach gegen 11 Uhr nach einem »quasi Kanonenschuss« das Turnier begann, überzeugte der beherzte Redner mit klaren Stellungnahmen zur Welt- und Innenpolitik – mit Charisma und Humor, authentisch und unterhaltsam zugleich.

»Fast professionelle Routine«

Inzwischen habe man schon »fast professionelle Routine« bei der Vorbereitung des Events, verriet Ralf Zumplasse vom Organisationsteam. Mit Siegbert Lilienkamp und Helmut Dennig vom Business-Club zeichnet er nicht nur für den Turnierablauf verantwortlich, sondern auch für das Rahmenprogramm, das neben dem Auftakt auch eine gesellige Abendveranstaltung einschließt. »Das alles könnten wir nicht leisten, wenn wir nicht so zahlreiche Sponsoren hätten«, lobt Zumplasse die Unterstützung von inzwischen 33 Unternehmen und Organisationen aus dem regionalen Umfeld.

Vor fünf Jahren waren zunächst elf Finanzpartner an der Seite des Clubs. Die Verdreifachung macht Zumplasse Mut für die Zukunft: »Immer mehr namhafte Firmen werden auf das Event aufmerksam und wollen an der guten Sache mitwirken«, freut sich der Kommanditist des Finanzmaklers Brand & Co. Immerhin bis zu 1000 Euro fließen pro Sponsor dem Bildungsfond zu. Hinzu kommen unter anderem die Startgelder der diesmal rund 60 Aktiven und private Spenden sowie die Einnahmen aus der Tombola der Abendveranstaltung. »Hauptpreis ist ein Wochenende auf Usedom im Dorint-Hotel, auch ein TUI-Reisegutschein über 1000 Euro ist dabei«, sagt Zumplasse.

Golf-Club ist »idealer Ort«

Der Golf-Club sei einfach der »ideale Ort« für das Wohltätigkeits-Event des Business-Clubs, ist er überzeugt. »Hier ist das Geld, hier ist die Großzügigkeit«, freut er sich. Dem schließt sich Siegbert Lilienkamp an: »Traurig ist nur, dass man so was machen muss, damit Bildung ›funktioniert‹«, merkt er an. Denn die »Aktion Bildungspartner« des Business-Clubs hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche finanziell zu unterstützen, wenn die Mittel für Bildung in der Familie nicht ausreichen.

»Das reicht von der Förderung der Nachhilfe bis zum Studienfonds«, führt er aus. Über Mittler wie Schulen, soziale Einrichtungen oder Kirchen würden bedürftige Familien erreicht. »Wir wünschen uns, dass wir mit unseren Angeboten noch bekannter werden«, ergänzt Helmut Dennig. Der Vorstand der Denios AG sieht langfristig sogar ein »PayBack« dieser Aktion bei den Unternehmen: »Wir alle brauchen gute Fach- und Führungskräfte. Da sollten wir mithelfen, dass in unserem Bildungssystem kein guter Schüler oder Auszubildender durch die Roste fällt«, fügt er hinzu. Wirtschaftliche Probleme in den Elternhäusern seien »ein großer Hemmschuh« für die Bildung der Kinder.

Eine gesellschaftspolitische Aufgabe also, die sich über den Sport und »das Herzblut der Mitstreiter«, wie Ralf Zumplasse es nennt, ihren Platz erobert in der Riege der Privatinitiativen, die die staatlichen Zuständigkeiten zunehmend flankieren. »Und wir haben noch ordentlich Spaß dabei«, versichern die drei Organisatoren.

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