Mo., 24.06.2019

46 Gäste folgen Einladung zum Festgottesdienst zum Konfirmationsjubiläum in Mennighüffen Anreise sogar aus Kanada

Die diamantenen Konfirmanden sind vor 60 Jahren in Mennighüffen eingesegnet worden.

Die diamantenen Konfirmanden sind vor 60 Jahren in Mennighüffen eingesegnet worden.

Löhne-Mennighüffen (WB). Drei Konfirmationsjubiläen sind am Sonntag Trinitatis in Mennighüffen gefeiert worden. Die Gemeinde hieß die goldenen (vor 50 Jahren konfirmiert), die diamantenen (vor 60 Jahren konfirmiert) und die eisernen Jubilare (vor 65 Jahren konfirmiert) willkommen.

Die diamantenen und eisernen Konfirmanden sind seinerzeit vom langjährigen Pfarrer Heinrich Peithmann eingesegnet worden, die goldenen Jubilare von Pfarrer Dietmar Wegner. Geleitet wurde der Festgottesdienst nun von Pastor Kai Sundermeier, musikalisch begleitet durch den Posaunenchor und Kirchenchor der Gemeinde.

Bei bestem Wetter begrüßte Sundermeier 46 Jubilare in der Mennighüffer Kirche. Bereits vor dem Gottesdienst gab es zwischen den Jubelkonfirmanden einigen Gesprächsstoff, hatte man sich doch zum Teil seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Für besondere Freude und Staunen sorgte, dass ein Jubilar extra von der Westküste Kanadas angereist war.

50 Jahre zurück liegt die Einsegnung der goldenen Konfirmanden in Mennighüffen.

Im Zentrum der Predigt stand das Segenswort, das die Gemeinde Sonntag für Sonntag im Gottesdienst empfängt. Der Priester Aaron, Bruder des Mose, hat es den Israeliten zugesprochen: »Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden« (4. Mose 6, 22-27). Sundermeier folgte in seiner Auslegung dem dreiteiligen Aufbau des Segenswortes.

Zu Beginn heißt es: »Der Herr segne dich und behüte dich«. Dies bedeute, dass Gott Gutes tue und vor Übel bewahre. Er wies darauf hin, dass dies nach lutherischer Tradition nicht nur ein Wunsch sei, sondern »performative Rede. Durch diese Worte geschieht schon etwas«, sagte er. Es sei somit echter Zuspruch und nicht allein Bitte. Im Hinblick darauf, dass der Festtag auch ein Tag des Rückblickes sei, ging er auch auf die unangenehmen menschlichen Erfahrungen des Lebens ein, die vermeintlich im Widerspruch zum Zuspruch des Segens stünden.

»Der Segen ist keine Garantie, die vor Unglück bewahrt. Er ist kein magisches Wort, sondern er bezeichnet das Mitsein und die Treue Gottes auf unserem Lebensweg, durch Gesundheit und durch Krankheit, durch Freude und durch Leid«, erklärte er. Dies zeigten auch die Segensträger der Bibel. Wichtig sei die Beziehung, in der man mit Gott lebe, die aber auch durch eigenes Zutun erhalten werden müsse.

Vor 65 Jahren sind die eisernen Jubilare konfirmiert worden.

Durch den zweiten Satz »Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig« werde die Gnade Gottes anschaulich durch das Leuchten des Angesichts. Dem Heben des Angesichts entspreche das Heben der Hände. So werde der Segen im lutherischen Gottesdienst mit erhobenen Händen zugesprochen. In Richtung der Jubilare sagte er: »Bei Ihrer Einsegnung ist der Segen verbunden mit dem Auflegen der Hände, sodass man den Segen regelrecht spüren kann.« Das Kreuzzeichen am Schluss verweise auf den größten Zuspruch, den Gott machen könne durch Jesus und was der am Kreuz auf sich genommen habe. Daher bedeute gesegnet zu werden vor allem: »Sich unter das Kreuz stellen.«

In Bezug auf den letzten Satz »Er gebe dir Frieden« verdeutlichte Sundermeier, dass hier nicht nur die Abwesenheit von Krieg gemeint sei, sondern umfassender Friede, beschrieben durch das hebräische Wort »Schalom«. Es beinhalte innere Zufriedenheit, den Frieden mit Gott, die Erfahrung von Vergebung und Versöhnung, das Erleben einer heilvollen Gemeinschaft. Im Anschluss an die Predigt empfingen die Jubilare unter Handauflegen erneut den Segen. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein Beisammensein mit einem Mittagessen.

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