Di., 13.08.2019

Löhner Feuerwehrkräfte werden binnen weniger Minuten zur Tierrettung und Feuerbekämpfung gerufen Brandeinsatz mit verletztem Falken an Bord

30 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind am Mittwoch in Löhne-Bahnhof im Einsatz gewesen.

30 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind am Mittwoch in Löhne-Bahnhof im Einsatz gewesen. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe

Löhne (WB). Zwar nicht mit »Adler’s Augen« sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr Löhne am Dienstagnachmittag bei einem Brandeinsatz beäugt worden, dafür schaute sich ein Falke den Einsatz in der Damaschke­straße von der Rückbank eines Löschfahrzeuges aus an.

Zuvor waren die Einsatzkräfte zur Rettung eben jenes Falken zum Löhner Bahnhof gerufen worden. Noch während des Einsatzes an Gleis 13 folgte die Alarmierung zum Einsatz bei einem Zimmerbrand im Norden des Stadtteils. So ging es für die Feuerwehrleute samt verletztem Falken im Gepäck zur Brandbekämpfung.

»Beim Eintreffen der Einsatzkräfte zeigte sich, dass der Zimmerbrand ein Kellerbrand war«, sagte Christian Ehlert, Einsatzleiter. Gegen 15.30 Uhr sei die Alarmierung erfolgt. Nach Ankunft der Kameraden sei schnell ersichtlich geworden, dass sich im Haus keine Leute mehr befinden.

Brand in fünf Minuten im Griff

»Eine Frau mit drei Kleinkindern konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen«, sagte Ehlert. Umgehend sei ein Angriffstrupp unter Atemschutz in den Kellerraum vorgedrungen. »Nach fünf Minuten hatten wir den Brand unter Kontrolle«, berichtete der Einsatzleiter. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehrkräfte konnte der Brand auf den Kellerraum beschränkt werden. »Dennoch wird die Familie heute nicht in ihrem Haus schlafen können«, sagte Ehlert. Bei dem Brand habe es so stark gequalmt, dass der Rauch durch alle Geschosse des Einfamilienhauses gezogen sei.

»Die Rauchbelastung wäre für die Kleinkinder zu stark«, meinte Ehlert. Die Brandursache sei bisher nicht eindeutig zu identifizieren. »Eine Mikrowelle, die auf einem Herd stand, brannte«, sagte Ehlert. Ob letztendlich der Herd oder die Mikrowelle der Auslöser des Brandes gewesen sei, sei auf den ersten Blick nicht zu erkennen gewesen. »Wir schätzen den Schaden auf etwa 8000 Euro«, berichtete der Einsatzleiter.

Feuerwehrkräfte retten wenige Minuten zuvor verletzten Falken

Wenige Minuten vor dem Einsatz waren einige Einsatzkräfte am Bahnhof noch entlang der Böschungen an Gleis 13 gerobbt. »Uns wurde ein schwer verletzter Falke gemeldet«, sagte Jörg Brackmann, Fachabteilungsleiter der Hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache Löhne. Er gehe davon aus, dass der Falke in eine Oberleitung geflogen ist, und anschließend zu Boden stürzte. »Der Falke hatte sich in die Böschung zurückgezogen«, berichtete Brackmann. Flinke Kollegen hätten das Tier aber einfangen können.

»Jetzt musste der Falke sich die Löscharbeiten mit ansehen«, sagte Brackmann. Denn für die Einsatzkräfte ging es auf einem Weg vom Bahnhof zum Kellerbrand. Gegen 17 Uhr holte eine Falknerin aus Vlotho das verletzte Tier ab. »Scheinbar hat sich der Falke ein Bein und einen Flügel gebrochen«, sagte Brackmann. 30 Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Wache sowie der Löschgruppen Löhne-Bahnhof und Löhne-Ort waren im Einsatz.

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