Do., 15.08.2019

Leichnam des 73-Jährigen wird in abgesenkter Werre oberhalb des Sielwehrs gefunden Traurige Gewissheit: Vermisster ist tot

Erst nachdem der Wasserspiegel oberhalb des Sielwehrs gesunken war, konnte der Leichnam des 73-Jährigen aus Löhne am Werreufer in Höhe des Kanutenweges gefunden werden.

Erst nachdem der Wasserspiegel oberhalb des Sielwehrs gesunken war, konnte der Leichnam des 73-Jährigen aus Löhne am Werreufer in Höhe des Kanutenweges gefunden werden. Foto: Sonja Gruhn

Von Sonja Gruhn

Löhne/Bad Oeynhausen (WB). Eine tote männliche Person ist am Mittwochmorgen gegen 8.30 Uhr in Bad Oeynhausen am Ufer der Werre im Bereich des Sielparks im Wasser aufgefunden worden. Eine Identifizierung brachte die traurige Gewissheit, dass es sich um den seit Montagabend vermissten 73-Jährigen aus Löhne handelt.

Laut Simone Lah-Schnier, Sprecherin der Kreispolizeibehörde Herford, gibt es keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. »Die weiteren Ermittlungen zu dem Unglücksfall dauern noch an«, sagte sie.

Leichnam liegt in Höhe des Kanutenweges

Der Fundort des Leichnams liegt einige Meter oberhalb des Sielwehrs in Höhe des Kanutenweges in Werste. Auf dem Parkplatz an dieser Straße, am Gelände des Kanuvereins, hatte die Polizei im Rahmen ihrer Suchaktion am Montagabend auch den Pkw entdeckt, mit dem der Senior unterwegs gewesen war.

Der Löhner war, wie berichtet, am Montag gegen 20.20 Uhr von seiner Tochter als vermisst gemeldet worden. Er hatte morgens das Haus für einen Arztbesuch verlassen. Dabei hatte er demnach weder sein Handy noch Geld mitgenommen. Als der 73-Jährige, der auf Medikamente anwiesen war, am Abend nicht wieder zurückgekehrt war, hatte seine Tochter die Polizei informiert.

Diese startete daraufhin eine Suchaktion, bei der unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein Hubschrauber der Polizei mit Wärmebildkamera, ein Personenspürhund (Mantrailer) und eine Tauchergruppe sowie ein Boot der Feuerwehr Petershagen mit Sonarausrüstung involviert waren. Da die Spuren, die der Mantrailer fand, alle in Richtung Werre führten, war am Dienstag beschlossen worden, das Wasser im Sielwehr abzusenken.

Nach Bergung Sielwehr wieder gestaut

Letztendlich konnte dadurch der Leichnam des 73-Jährigen oberhalb des Sielwehrs gefunden und geborgen werden. Anschließend hatte die Polizei gegen 10.45 Uhr dem Werre-Wasserverband die Freigabe erteilt, das Stauwehr in Löhne wieder zu öffnen, ebenso dem Staatsbad Bad Oeynhausen, am Sielwehr wieder aufzustauen.

»Wir haben das Wehr ganz vorsichtig geöffnet, um nicht eine große Welle zu erzeugen«, sagte Steffen Veenaas von der Geschäftsführung des Werre-Wasserverbandes. Ein Problem sei, dass derzeit ganz wenig Wasser zulaufe, der Aufstau dementsprechend aber nicht gewaltig war. Veenaas ging davon aus, dass das Stauwehr in Löhne bis etwa gegen 16 Uhr am Mittwoch wieder komplett geöffnet werden kann und das Wasser damit wieder normal läuft.

»Es dauerte etwa eine Dreiviertelstunde bis die Welle aus Löhne hier angekommen ist«, sagte Dirk Henschel, Leiter des Eigenbetriebs Staatsbad Bad Oeynhausen. Gegen 11.30 Uhr sei damit begonnen worden, das Sielwehr nach und nach wieder hochzufahren. Er rechnete damit, dass der normale Pegel gegen 17 Uhr wieder erreicht wird.

»Wir hatten das Wehr nahezu komplett bis auf einige Zentimeter heruntergefahren. Die normale Stauhöhe liegt bei knapp drei Metern. Die Stauwärter sind heute so lange im Einsatz, bis diese Stauhöhe wieder erreicht ist«, sagte Henschel am Mittwoch.

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