Do., 15.08.2019

Verein »Löhne umsteigen« stellt neue Pläne zur Mobilstation am Löhner Bahnhof vor Radstation, Bistro und Bibliothek

In vier große Bereich können die neuen Pläne zur Nutzung des alten Bahnhofsgebäudes unterteilt werden. Im grünen Bereich (1) soll die Radstation samt Werkstatt und Büro entstehen. Über den roten Bereich (2) sollen die Gäste künftig zu den Bahngleisen gelangen. Im blauen Bereich (3) sollen ein offenes Bistro sowie die Fahrkartenausgabe ihren Platz finden. Der orangefarbene Bereich (4) ist für die Bibliothek vorgesehen. Dort wird auf mobile Räume gesetzt.

In vier große Bereich können die neuen Pläne zur Nutzung des alten Bahnhofsgebäudes unterteilt werden. Im grünen Bereich (1) soll die Radstation samt Werkstatt und Büro entstehen. Über den roten Bereich (2) sollen die Gäste künftig zu den Bahngleisen gelangen. Im blauen Bereich (3) sollen ein offenes Bistro sowie die Fahrkartenausgabe ihren Platz finden. Der orangefarbene Bereich (4) ist für die Bibliothek vorgesehen. Dort wird auf mobile Räume gesetzt. Foto: Hans Wilhelm Bökamp, Günzel

Von Louis Ruthe

Löhne (WB). Seit mehr als sechs Jahren kümmert sich der Verein »Löhne umsteigen« um die Erhaltung des Löhner Bahnhofsgebäudes. Anfang März hat der Rat der Stadt eine Mobilstation am Löhner Bahnhof beschlossen. Jetzt hat der Verein neue Pläne für eine Radstation, ein Bistro und eine Bibliothek im Bahnhofsgebäude vorgestellt.

»Zentraler Punkt für eine Radstation im Löhner Bahnhof soll der ehemalige Paket- und Gepäcktunnel sein«, sagt Vereinsmitglied und Architekt Hans Wilhelm Bökamp. Der Tunnel befinde sich unter den Gleisen und sei durch den Westtrakt des Gebäudes erreichbar. Im Erdgeschoss des davorstehenden zweistöckigen Gebäudes soll die bereits zuvor beschlossene Radstation samt Werkstatt einziehen und einen eigenen Zugang bekommen.

Gepäcktunnel als Radstation

In dem etwa 150 Meter langen Tunnel könnten dann bis zu 20 abschließbare Fahrradboxen mit Ladestationen für E-Bikes sowie etwa 200 weitere Stellplätze für Fahrräder entstehen. »Vorteil dieses Standortes sind geringe Umbauarbeiten in dem Tunnel«, sagt Hans Wilhelm Bökamp. Mit den zuständigen Behörden sei eine Begutachtung des Standortes bereits erfolgt und er sei für gut befunden worden. Ziel sei vor Ort die Realisierung eines ökologisch-sozialen Konzeptes mit unterschiedlichsten Elementen.

»Die Sicherheit ist da im Hinblick auf die Kundenakzeptanz und damit dem erfolgreichen Betrieb einer Radstation ein ganz entscheidender Punkt«, sagt Günter Willig, erster Vorsitzender des Vereines. Deshalb hoffe der Verein, dass die Außenfassade in diesem Bereich mit bodentiefen Fenstern und Türen versehen werden kann. »Ein lichtdurchfluteter Raum ist für die Atmosphäre wichtig«, sagt Hans Wilhelm Bökamp.

Im Oktober sei ein Termin mit der Denkmalschutzbehörde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vereinbart. »Ich bin jedoch guter Dinge, dass es dann eine Einigung geben wird«, sagt Hans Wilhelm Bökamp.

Büro- und Seminarräume sowie E-Ladestationen sollen entstehen

Im Obergeschoss des Traktes sollen Seminar- und Büroräume entstehen. »Neben dem Westtrakt planen wir ein modernes Treppenhaus mit Aufzug«, sagt Hans Wilhelm Bökamp. So wäre auch das Obergeschoss barrierefrei erreichbar. Zudem sind in den neuen Plänen zehn weitere Pkw-Stellplätze – davon zwei mit E-Ladestation – linksseitig von dem neuen Treppenhaus geplant. »Wir wollen der E-Mobilität einen direkten Platz am Bahnhof einräumen«, sagt Günter Willig.

Rechtsseitig von der Radstation soll der neue Eingang zu den Gleisen entstehen. »Mit einer mobilen Trennwand aus Glas kann der Eingangsbereich nachts vom Bereich des Bistros sowie der Bibliothek abgetrennt werden«, sagt Hans Wilhelm Bökamp. Die jetzige Bahnhofshalle könne dann in Bistro und Bibliothek aufgeteilt werden. Den größten Teil werde jedoch die Stadtbibliothek in Anspruch nehmen.

Anfang der Arbeiten noch nicht abzusehen

Neben einer etwa 140 Quadratmeter großen Fläche, die ebenso durch mobile Glaswände vom Bistro abgetrennt werden könnte, könnte in drei weiteren mobilen Räumen Platz für die Bibliothek entstehen. »Mobiler Raum deshalb, da wir den Alten Wartesaal gerne für die Abendstunden oder übers Wochenende als Veranstaltungsraum für die Löhner erhalten möchten«, sagt Willig.

Ob und wann die ersten Fakten für die Umbauarbeiten geschaffen werden können, sei jedoch nicht abzusehen. »Im Ministerium sind unsere Pläne auf offene Ohren gestoßen«, sagt Willig. Es liege aber noch ein weiter Weg vor dem Verein, im Zusammenspiel mit der Stadt, bis die ersten Arbeiten im und vielleicht sogar am Bahnhofsgebäude erfolgen könnten.

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