Fr., 13.09.2019

Evangelische Kindertagesstätte Im Schling in Löhne nutzt früheres Gemeindehaus für fünfte Gruppe Viel Lob für neue Räume

Über die Eröffnung nach dem Umbau des früheren Gemeindehauses neben der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Im Schling freuen sich (von links) Gruppenleiterin Julia Strunz, Regine Henneken, Fachberatung für Kitas im Kirchenkreis Herford, Pfarrer Rolf Bürgers, Vorsitzender des kreiskirchlichen Kita-Leitungsausschusses, Christoph Schormann, Inhaber des Ateliers für Holzbau, Jürgen Förster, Leiter des Jugendamtes, Dezernentin Beatrix Becker, Alwin Schormann und Kita-Leiterin Marion Platenius.

Über die Eröffnung nach dem Umbau des früheren Gemeindehauses neben der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Im Schling freuen sich (von links) Gruppenleiterin Julia Strunz, Regine Henneken, Fachberatung für Kitas im Kirchenkreis Herford, Pfarrer Rolf Bürgers, Vorsitzender des kreiskirchlichen Kita-Leitungsausschusses, Christoph Schormann, Inhaber des Ateliers für Holzbau, Jürgen Förster, Leiter des Jugendamtes, Dezernentin Beatrix Becker, Alwin Schormann und Kita-Leiterin Marion Platenius. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Löhne-Ort (WB). Modern, hell, freundlich, viel Holz. Über das umgestaltete Gemeindehaus neben der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Im Schling freuen sich die Mädchen und Jungen, Kita-Mitarbeiterinnen, Eltern sowie der Kirchenkreis Herford und die Stadt. Oder, wie es Louis (5) sagt: »Mir gefällt hier alles!«

Louis ist einer von 20 Jungen und Mädchen, die seit Beginn des Kindergartenjahres 2019/2020 im früheren Gemeindehaus untergebracht sind. Wie berichtet, hat die evangelische Gemeinde diese Räume dem Kirchenkreis Herford zur Verfügung gestellt, der Träger der Kita ist. Bis zum Herbst 2018 war hier in den vergangenen Jahren die Übermittagsbetreuung der Grundschule Löhne-Ort untergebracht (»Rappelkiste«). Diese ist nun in Pavillons an der Schule.

Großes Lob

Großes Lob spricht auch Beatrix Becker, Dezernentin für Jugend, Soziales, Schule, Kultur, Sport, Ordnung und Bürgerservice der Stadt, der evangelischen Gemeinde, dem Kirchenkreis und dem Atelier für Holzbau aus. Das Löhner Unternehmen hat den Umbau von Ende Januar bis Mai vorgenommen. »Ich bin erstaunt, wie schnell das alles geklappt hat. Und es war rückblickend die richtige Entscheidung«, sagt Beatrix Becker. Im Gespräch ist zeitweise auch ein Anbau zur Kita gewesen.

Für die Stadt bedeutet die Eröffnung der fünften Gruppe in der Kita Im Schling auch eine Entlastung der Gesamtsituation. 20 Kinder sind hier untergebracht. Insgesamt betreut die Kita 107 Kinder. »Und das Interesse der Eltern ist groß: Alleine für dieses Kindergartenjahr sind 47 Kinder angemeldet worden«, sagt Kita-Leiterin Marion Platenius.

Zugleich verweist Beatrix Becker auf das Gebäude der früheren Fördereinrichtung Werretalschule, die noch bis zum Herbst umgebaut wird. »Sie ist bereits in einem Teilbetrieb geöffnet«, sagt sie. 55 Kinder werden in drei Gruppen betreut. Weitere Gruppen soll es dann von 2020 an geben. Auch hier ist der Kirchenkreis Herford der Träger.

Der Umbau selbst hat etwa 300.000 Euro gekostet. Zu den weiteren Maßnahmen und Ausgaben gehören: Stühle, Tische, Betten, Garderoben (etwa 80.000 Euro), eine neue Küche für die Übermittagsbetreuung der Kita-Kinder (45.000 Euro) und die Gestaltung des Außengeländes (30.000 Euro). »Die Küche wird ersetzt, weil sie modernen Ansprüchen genügen muss. Schon jetzt gibt es hier 87 Mittagessen«, sagt Regine Henneken. Im früheren Gemeindehaus gibt es nun als Teil der Kita Im Schling den Durchgang mit Platz für Tische und Stühle, einen Gruppen- und Gruppennebenraum (für das Mittagessen), einen Mehrzweckraum, Waschraum, Schlafraum, Wickelraum und eine kleine Küche.

Kooperation zwischen Gemeinde und Kirchenkreis

Den neuen Durchgang in der evangelischen Kita Im Schling nutzen auch (von links) Louis, Lina, Tom (alle 5), Gruppenleiterin Julia Strunz, Charlotte (5) und Jannik (3) täglich. Foto: Rajkumar Mukherjee

An der Planung für die neuen Kitaräume wird auch die Kooperation zwischen der Gemeinde und dem Kirchenkreis deutlich. Vermieterin dieses Gebäudeteils ist die Gemeinde, der Kirchenkreis hat die Vorfinanzierung geleistet und kann diese Kosten in den kommenden Jahren refinanzieren. Die Zusammenarbeit heben auch Pfarrer Rolf Bürgers, Vorsitzender des kreiskirchlichen Kita-Leitungsausschusses, und Pfarrer Peter Außerwinkler hervor. »Die Kitas sind ein Schwerpunkt des Kirchenkreises, der hier jährlich etwa zwei Millionen Euro investiert«, sagt Rolf Bürgers. »Wir legen großen Wert auf die Zusammenarbeit«, sagt auch Peter Außerwinkler.

Regine Henneken lobt die Zusammenarbeit mit Christoph und Alwin Schormann vom Atelier für Holzbau, denen der Umbau vor allem unter dem Aspekt der Barrierefreiheit gelungen sei. Unter den vier integrierten Kindern mit Förderbedarf sei eines mit Rollstuhl. Deswegen und wegen des Transport des Mittagessens mit Rollwagen sollten die Treppen aus dem Gemeindehaus verschwinden.

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