Do., 19.09.2019

Am Spatzenberg werden Ahornbäume gefällt – Betreten des Waldes auf eigene Gefahr Rußrindenkrankheit taucht in Löhne auf

So sieht die Rinde eines mit der Rußrindenkrankheit befallenen Baumes aus.

So sieht die Rinde eines mit der Rußrindenkrankheit befallenen Baumes aus. Foto: Stadt Herford

Löhne (WB/sg). Die Rußrindenkrankheit ist auch in Löhne angekommen. Nach dem Waldgebiet Homberg im Herforder Stadtteil Falkendiek, in dem etwa 350 Ahornbäume betroffen sind , ist der Pilz jetzt auch am gut drei Kilometer entfernten Spatzenberg in Löhne angekommen.

Wie die Stadt Löhne mitteilt, will sie die Ahornbäume fällen lassen. Wie viele Bäume dort betroffen sind, stehe derzeit noch nicht fest. Der Rodungszeitpunkt sei noch nicht terminiert. Auch wenn laut Verwaltung für gesunde Waldbesucher keine Gefahr bestehe, sollte jeder, ähnlich wie bei den Eichenprozzessionsspinnern, vorsichtig sein.

Der Befall in dem städtischen Waldgebiet am Spatzenberg sei am Dienstag festgestellt worden. Warnschilder weisen demnach jetzt darauf hin, dass das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr geschieht. »Die Anwohner wurden informiert, und der Radweg wird vorerst gesperrt«, heißt es weiter. Die Sperrung des Waldgebietes sei nicht erforderlich, da sich die Sporen des Pilzes durch Wind verteilen. Eine Sperre würde die Sporen nicht aufhalten. Die Rußrindenkrankheit zeigt sich auf der Rinde zunächst als dunkler Pilzbelag. Nach und nach stirbt der Baum ab. Zum Vorschein kommen dann schwarze Sporenlager, deren Sporen sich durch die Luft verbreiten.

Schutz der Mitarbeiter ist wichtig

»Wir werden jeden Ahornbaum überprüfen und wenn ein Pilzbefall vorliegt, diesen roden«, sagt Bürgermeister Bernd Poggemöller. »Dabei ist der Schutz für die Mitarbeiter wichtig, denn wer viel Kontakt mit erkrankten Bäumen hat, trägt ein deutlich höheres Risiko, als der normale Waldbesucher«, fügt er hinzu. Der Bürgermeister bittet deshalb auch alle privaten Baumbesitzer, ihre Ahornbäume auf Pilzbefall zu untersuchen und sich über den sachgemäßen Umgang mit einem erkrankten Baum zu informieren.

Die Rußrindenkrankheit kommt aus Südamerika, sie tritt häufig in Jahren mit lang andauernden Trockenperioden auf, insbesondere bei Ahornbäumen.

Das Risiko für gesunde Bürger durch die Sporen des Rußrindenpilzes zu erkranken, ist laut Meinung von Forstexperten sehr gering. Beim Einatmen der Sporen kann es allerdings zu allergischen Reaktionen kommen. Nach dem Kontakt können Symptome wie Reizhusten, Fieber und Schüttelfrost auftreten.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadt Löhne sowie bei Garten- und Forstbetrieben.

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