Neubau auf Bolzplatz in Gohfeld soll Probleme des Simeon-Kindergartens lösen
Mehr Platz für Kinder

Löhne-Gohfeld (WB). 40 fehlende Kindergartenplätze im Planungsbezirk Gohfeld und 20 in Melbergen-Wittel – das ist das Ergebnis der städtischen Kindergartenbedarfsplanung. Der evangelische Simeon-Kindergarten stößt mit seinem begrenzten Platzangebot schon jetzt an seine Grenzen. Eine Lösung in Form eines Neubaus ist aber schon in Aussicht.

Samstag, 07.12.2019, 07:00 Uhr
Auf dem Grundstück des Bolzplatzes Hochstraße/Liegnitzer Straße soll der neue Kindergarten entstehen. Foto: Lydia Böhne
Auf dem Grundstück des Bolzplatzes Hochstraße/Liegnitzer Straße soll der neue Kindergarten entstehen. Foto: Lydia Böhne

1965 ist der Simeon-Kindergarten an der Breslauer Straße eröffnet worden. Dass die Anforderungen damals noch anders waren, spiegelt sich in der Architektur wider. Eigentlich ist die Einrichtung auf 65 Kinder ausgelegt. 68 Mädchen und Jungen, aufgeteilt auf drei Gruppen, werden dort momentan betreut – sechs davon unter drei Jahren (U3). Jede Gruppe verfügt über einen Raum. „Dabei sollten die Gruppen laut räumlichem und pädagogischem Konzept des Landesjugendamtes zusätzlich einen Nebenraum haben, der etwa halb so groß wie der Gruppenraum sein sollte“, erläutert Dorothee Holzmeier, Kindergartenfachberatung des Kirchenkreis Vlotho.

Die Prognosen für die kommenden Jahre sagen mehr Kinderer voraus

Obwohl bereits die Räume einer in das Gebäude des Kindergartens integrierten Mietwohnung hinzugezogen wurden, reicht die vorhandene Fläche nicht aus, um den Bedarf zu decken. Hinzu kommt, dass die Prognosen der kommenden Kindergartenjahre, begründet durch steigende Geburtenzahlen, einen erhöhten Bedarf an Plätzen voraussagen, speziell auch für den U3-Bereich. Die Über-Mittag-Betreuung, die ebenfalls stark nachgefragt ist, benötigt zudem weiteren Platz.

Jürgen Förster (von links), Tanja Moßwinkel, Dorothee Holzmeier, Bürgermeister Bernd Poggemöller und Pfarrer Harald Ludewig sehen den räumlichen Veränderungen positiv entgegen.

Jürgen Förster (von links), Tanja Moßwinkel, Dorothee Holzmeier, Bürgermeister Bernd Poggemöller und Pfarrer Harald Ludewig sehen den räumlichen Veränderungen positiv entgegen. Foto: Lydia Böhne

Ein Anbau ist auf dem begrenzten Außengelände nicht möglich. Daher haben der Träger (Kirchengemeinde Gohfeld) und der Kirchenkreis Vlotho einen Erweiterungsbau beziehungsweise Teilstandort des Simeon-Kindergartens angeregt. Eine mögliche Fläche dafür wäre der Bolzplatz an der Ecke Hochstraße/Liegnitzer Straße. Das Gelände, das der Kirchengemeinde gehört, liegt etwa 450 Meter vom Kindergarten entfernt. Die 4000 Quadratmeter bieten ausreichend Platz für einen Neubau, ein Außenspielgelände und Parkmöglichkeiten.

Wenn dieser Bau fertiggestellt ist, wird der Simeon-Kindergarten entlastet. Er wird dann auf Empfehlung der Fachberatung des Landesjugendamtes auf zwei Gruppen verkleinert. Die 25 Plätze, die dadurch wegfallen, werden vom Teilstandort aufgefangen. Dieser bietet Platz für 70 Kinder, verteilt auf vier Gruppen. Durch die Neustrukturierung ergibt sich ein Plus von 45 Plätzen für den Bereich Gohfeld/Melbergen. Möglicherweise soll die Wohnung am Simeon-Kindergarten dann zurückgebaut und wieder vermietet werden.

Eigenanteil von 210.000 Euro käme auf die Stadt zu

Die Investitionssumme wird mit etwa 2,1 Millionen Euro angegeben. Der Bau könnte mit Mitteln des Kita-Investitionsprogramms NRW 2025 subventioniert werden. Im Rahmen des Programms wird jeder notwendige Betreuungsplatz zu 90 Prozent gefördert. Bei einer entsprechenden Förderung würde ein Eigenanteil in Höhe von 210.000 Euro seitens der Stadt Löhne verbleiben. Das Investitionsprogramm sieht einen Durchführungszeitraum bis Ende 2022 vor. Eine Entscheidung über die Erweiterung des Kindergartens wird am Montag, 16. Dezember, von Rat und Jugendhilfeausschuss getroffen. Sollte diese zugunsten eines Neubaus ausfallen, fiele der Baubeginn auf Sommer/Herbst 2022.

„Im Falle einer Bebauung des Bolzplatzes werden wir nach Alternativen suchen, damit sich Jugendliche trotzdem sportlich betätigen können“, erläutert Jugendamtsleiter Jürgen Förster. „Ich denke, dass es wichtig ist, hier in eine zukunftsweisende, familiengerechte Infrastruktur zu investieren“, ergänzt Bürgermeister Bernd Poggemöller.

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