Sa., 22.02.2020

Unternehmen stellt Pläne für Bau- und Gartenfachmarkt an der Koblenzer Straße in Löhne vor Rund um den Globus

So soll der Bau- und Gartenfachmarkt des Unternehmens Globus auf dem ehemaligen Ratio-Gelände an der Koblenzer Straße einmal aussehen. Vorne links im Gebäude wird ein Imbiss untergebracht.

So soll der Bau- und Gartenfachmarkt des Unternehmens Globus auf dem ehemaligen Ratio-Gelände an der Koblenzer Straße einmal aussehen. Vorne links im Gebäude wird ein Imbiss untergebracht. Foto: RS-Plan AG

Von Dominik Rose

Löhne (WB). 80 bis 100 neue Arbeitsplätze soll es in Löhne geben, wenn Globus seinen Bau- und Gartenfachmarkt an der Ko­blenzer Straße eröffnet. Das hat Tobias Walter, Leiter Bauwesen und Immobilien bei dem Unternehmen, am Donnerstagabend im Bauausschuss der Stadt mitgeteilt.

Wann mit den Arbeiten auf dem Wittel begonnen werden kann und wie teuer der Bau sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Zunächst müssen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung geschaffen werden. Dabei befindet sich die Stadt aber auf einem guten Weg. Die noch auf dem ehemaligen Ratio-Gelände stehende Tankstelle sowie ein Wohnhaus auf der anderen Seite müssten abgerissen werden.

Die Tankstelle und das alte Verkaufsgebäude müssen abgerissen werden. Foto: Dominik Rose

Globus wäre im Gegenzug bereit, eine eigene Tankstelle zu bauen: „Wir würden auch in Löhne gerne eine Tankstelle betreiben – aber auf einem anderen Grundstück“, sagte Tobias Walter.

Globus möchte auf dem 34.560 Quadratmeter großen Areal bis zu 14.000 Quadratmeter Verkaufsfläche anbieten. Bislang sind 7900 Quadratmeter für eine 70 Meter breite Warm- und 3750 Quadratmeter für eine Kalthalle vorgesehen. Laut Planer und Architekt Rainer Schmitt aus Bad Kreuznach gibt es zudem 1800 Quadratmeter Fläche für den Freiverkauf und – links neben dem Haupteingang, der sich künftig in Richtung Gewerbestraße befindet – 400 Quadratmeter für einen Imbiss. Es sind 330 Parkplätze und mehrere Fahrradständer geplant.

Politik ist schon gespannt

„Wir sind gespannt, was sich dort entwickelt und entwickeln kann“, lobte SPD-Fraktionschef Wolfgang Böhm das Vorhaben. „Es ist gut, dass da oben etwas passiert“, fügte Matthias Held (CDU) hinzu. Dr. Hermann Ottensmeier von der Löhner Bürger-Allianz (LBA) freute sich, „dass eine Brache verschwindet“, und Silke Glander-Wehmeier von den Grünen zeigte sich zufrieden, weil der Investor sehr nachhaltig plane.

Globus wird auch in Löhne – das sei bei den neuen Märkten des Unternehmens überall so – viel Wert auf Photovoltaik legen. 23 große Module sollen auf dem Flachdach installiert werden. „Wir haben im Markt auch eine Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung“, berichtete Walter. Durch große Glasfronten soll viel Tageslicht genutzt und Kunstlicht reduziert werden. Dies sei auch dank einer intelligenten LED-Steuerung möglich. Dadurch könne viel Strom gespart werden, und dieser soll ja hauptsächlich über die Solaranlage ins Netz fließen.

Die Mitglieder des Bauausschusses nahmen auch diese Ausführungen von Tobias Walter und Rainer Schmitt sehr wohlwollend zur Kenntnis. Ein Beschluss war nicht erforderlich, weil es diesmal ausschließlich um die Vorstellung der Unternehmenspläne ging.

Seitens der Politik war bereits in der Vergangenheit der Wunsch an den Investor geäußert worden, ob dieser eventuell auch einen Nahversorger mit ins Geschäft nehmen könne, damit dieses Manko auf dem Wittel zukünftig nicht mehr bestehe. Globus zeigt sich in dieser Angelegenheit offen.

Nahversorger mit im Geschäft?

Tobias Walter sagte, dass er sich im rechten Vorverkaufsbereich die Ansiedlung eines Bäckers oder eines Metzgers durchaus vorstellen könne. Interessenten könnten sich gern bei ihm melden. „Das wäre toll; denn die Menschen auf dem Wittel – das habe ich in einigen Gesprächen erfahren – fühlen sich etwas abgehängt“, berichtete Christdemokrat Matthias Held.

Globus betreibt nach eigenen Angaben 91 Märkte in Deutschland und Luxemburg und beschäftigt 9100 Mitarbeiter. Je nach Größe – der kleinste Markt hat 7000 Quadratmeter, der größte liegt bei etwa 20.000 Quadratmetern – sind dort zwischen 60 und 250 Mitarbeiter tätig.

Der Bau- und Gartenfachmarkt in Löhne, der dann mit „toom“ an der Albrecht-Schweitzer-Straße konkurriert, soll aber nicht nur neue Jobs bringen. „Wir setzen darauf, Kaufkraft in die Stadt zurück zu holen. Und der Markt soll Strahlkraft auf den weiteren Handel in Löhne haben“, ergänzte Tobias Walter.

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