Keine Comedy-Nacht mehr, dafür spielt Aischzeit zwei Mal vor 2600 Partygästen
40. Löhner Oktoberfest: Stadt übernimmt Zepter

Löhne (WB). Das 40. Oktoberfest in Löhne steht vor der Tür – und das soll Veränderungen mit sich bringen. Für den Besucher wohl die auffälligste Veränderung ist, dass statt in den bekannten Festzelten in diesem Jahr in den mobilen Leichtbauhallen der zuvor dort stattfindenden Küchenmesse „Area30“ gefeiert und geschmaust wird. Das Löhner Oktoberfest geht von Donnerstag, 1. Oktober, bis Sonntag, 4. Oktober.

Montag, 02.03.2020, 18:23 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 10:12 Uhr
Alfred Küchenmeister (von links), Jürgen Franz, Claudia Heitkamp, Dirk Küchenmeister, Michael Gronau, Bernd Poggemöller und Karl Wilhelm Bruns sind die neuen und teilweise aber auch bekannten Organisatoren des 40. Oktoberfestes in Löhne. Foto: Louis Ruthe
Alfred Küchenmeister (von links), Jürgen Franz, Claudia Heitkamp, Dirk Küchenmeister, Michael Gronau, Bernd Poggemöller und Karl Wilhelm Bruns sind die neuen und teilweise aber auch bekannten Organisatoren des 40. Oktoberfestes in Löhne. Foto: Louis Ruthe

Von nun an ist die Stadt Löhne Veranstalter des Volksfestes . Hinter der Gewerbeschau und den Veranstaltungen in den riesigen Messehallen stecken neue Verantwortliche. „Das Löhner Oktoberfest ist etwas, das den Löhnern sehr am Herzen liegt“, bekräftigt Bürgermeister Bernd Poggemöller bei der Vorstellung der neuen Partner.

Nach dem Rückzug von M+S-Veranstaltungen übernimmt Karl Wilhelm Bruns (KWB Veranstaltungen) die Organisation der Partynächte und -nachmittage. Bei der Gewerbeschau scheidet das Ehepaar Heitkamp aus und Michael Gronau sowie Jürgen Franz übernehmen für die Stadt die Organisation der Schau.

Neun große Fahrgeschäfte

Lediglich für den Bereich Kirmes sitzen noch dieselben Personen mit am Tisch. Alfred Küchenmeister und Sohn Dirk Küchenmeister werden zum 40. Mal den Kirmes-Bereich beschicken. „Wir rechnen mit 35 bis 40 Schaustellern“, sagt Dirk Küchenmeister. Die Besucher können sich auf neun große Fahrgeschäfte freuen, darunter bekanntes wie der Musik-Express, Breakdancer oder Autoscooter.

Ein Riesenrad wird es in diesem Jahr nicht geben. Dafür Hochfahrgeschäfte wie die „Bayernwippe“ oder „Projekt 1”. Bei den Imbissbuden seien viele Schausteller dabei, die bereits seit 40 Jahren zum Oktoberfest nach Löhne kommen. Egal ob gebrannte Mandeln, Fischbrötchen, Crêpes oder Kartoffelpuffer, die Auswahl an Essensständen ist groß.

Zwei Mal Aischzeit, keine Comedy-Nacht

Bei den Veranstaltungen wird mit noch mehr Leuten an zwei Abenden gefeiert. „Die Bühne wird in der Mitte der Leichtbauhalle platziert“, sagt Karl Wilhelm Bruns. Durch die neuen Maße der Halle würde eine Bühne am Ende der Halle keinen Sinn machen. Durch die neue Bestuhlung passen nun an zwei Abenden jeweils 2600 feierwütige Aischzeit-Fans in die Halle.

„Der Samstag ist schon ausverkauft“, berichtet Karl Wilhelm Bruns. Seit Montag läuft der Vorverkauf bei Getränke Hammelmann in Löhne Ort. Am Freitag, 2. Oktober, und am Samstag, 3. Oktober, tritt die Band jeweils um 20.30 Uhr auf. Einlass ist bereits um 19 Uhr.

Dafür müssen die Besucher in diesem Jahr auf die Comedy-Nacht verzichten. „Es ist schlichtweg logistisch nicht möglich“, sagt Claudia Heitkamp, Amtsleiterin Liegenschaften und Wirtschaftsförderung der Stadt. Gemeinsam mit Gaby Lappatis ist sie bei der Stadt für das Oktoberfest zuständig.

Gewerbeschau mit neuem Konzept

„Da die Veranstaltung von großen Volksfesten nicht in der Ausbildung zum gehobenen Dienst enthalten ist, hat sich die Stadt dazu entschieden bei der Gewerbeschau auf die Erfahrung der Franz und Gronau GbR zurückzugreifen“, berichtet Bernd Poggemöller. Die entsprechenden Verträge seien vor gut zwei Wochen unterschrieben worden und mit den bisherigen Organisatoren habe man die Zusammenarbeit im beiderseitigen Einverständnis beendet.

„Wir konnten der Familie Heitkamp keinen längerfristigen Vertrag in Aussicht stellen“, sagt Bernd Poggemöller. Durch die äußerliche Veränderung wolle die Stadt auch inhaltlich in den kommenden Jahren bei der Gewerbeschau neue Akzente setzen. „Wir wollen regionaler werden, bestenfalls in den kommenden Jahren eine themenbasierte Gewerbeschau anbieten“, sagt Michael Gronau. Seit etwa 20 Jahren strukturiert und organisiert er gemeinsam mit Jürgen Franz zahlreiche Gewerbeschauen in Ostwestfalen-Lippe.

Logistik wird zum Problemfall

„Nun gilt es die Aufgaben zu lösen, die wir uns gesetzt haben“, sagt Michael Gronau. Das größte Problem sei die begrenzte Zeit zum Aufbau. Bis Dienstagmorgen, 29. September, seien noch Arbeiter dabei, die Messehallen zurückzubauen. Bis Donnerstagmittag, 1. Oktober, müsse alles stehen. „Diese Situation hatten wir noch nie“, sagt Alfred Küchenmeister.

Ein straffer Zeitplan soll regeln, welcher Schausteller wann die Zufahrt benutzen darf. „Wer den nicht einhält, muss nachts aufbauen“, sagt Michael Gronau. Die Aufgabe sei jedoch nicht unlösbar und eine Frage der Organisation.

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