Di., 10.03.2020

„Bosstime“ setzen Bruce Springsteen ein musikalisches Denkmal „Dancing in the Werretalhalle“

In der Werretalhalle haben „Bosstime“ Bruce Springsteen und dessen E-Street-Band Tribut gezollt.

In der Werretalhalle haben „Bosstime“ Bruce Springsteen und dessen E-Street-Band Tribut gezollt. Foto: Jenny Karpe

Von Jenny Karpe

Löhne (WB). Buht das Publikum die Band etwa aus? Nein: 300 Stimmen rufen nach „Bruuuce“. Am Samstagabend zollte die Band „Bosstime“ Bruce Springsteen und seiner E-Street-Band Tribut und sorgte zweieinhalb Stunden lang für tobende Begeisterung in der Werretalhalle.

„Born in the USA“, „Streets of Philadelphia“ und „Dancing in the Dark“ sind legendäre Evergreens, aber auch mit „Promised Land“ und „Because The Night“ konnte Bosstime das Publikum überzeugen. Sänger Thomas Heinen kommt dabei sehr nahe an die Stimme von Bruce Springsteen heran, sowohl in Balladen als auch beim berühmten „Huhu-huu“ in „I’m On Fire“.

„Ich liebe Springsteen, seit ich zehn Jahre alt war

Begleitet wird er dabei von Torsten Bugiel (Schlagzeug), Omar Ibrahim (Bass), Thomas Spindeldreher (Leadgitarre), Pierre de Stefano (Saxofon und Percussion) sowie dem Gast-Keyboarder Markus Schröder. Seit 2003 setzen sie dem mittlerweile 70-jährigen Bruce Springsteen ein musikalisches Denkmal.

„Ich liebe Springsteen, seit ich zehn Jahre alt war“, berichtete Leadsänger Thomas Heinen im Gespräch mit dieser Zeitung. Der 51-jährige ist Autodidakt und kann keine Noten lesen – das hält ihn aber nicht davon ab, als Sänger und Gitarrist mit „Bosstime“ sowie der „Klaus Major Heuser Band“ auf der Bühne zu stehen. Für das Bandprojekt mit dem BAP-Gitarristen Klaus Heuser schreibt er die Songs.

„Die Auftritte mit Klaus Heuser sind darum ein Seelen-Striptease – die Abende mit ‚Bosstime‘ sind hingegen der Soundtrack meines Lebens“, sagte Thomas Heinen und fügte hinzu: „Ich halte mich übrigens nicht für den leibhaftigen Bruce, sondern bin einfach mit einer ähnlichen Stimme gesegnet, für die ich sehr dankbar bin.“ So kann er von seiner Kunst leben. Die komplette „Bosstime“-Band besteht aus Berufsmusikern. Mehr als 60 Mal im Jahr stehen sie auf der Bühne – nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in den Benelux-Ländern.

„True Collins“ bereits ausverkauft

„Für unseren ersten Auftritt in Löhne haben wir eine etwas hitlastigere Setlist zusammengestellt“, sagte Heinen. „Allerdings bin ich kein Freund von Setlists. Wir schmeißen das Programm gerne spontan um.“

Zwischen den Songs suchten die Musiker Kontakt zum Publikum und heizten diesem tüchtig ein. Von Anfang an wurde mitgesungen, als stünde der echte „Boss“ auf der Bühne. Als die Zugabe anstand, scherzte Heinen: „Ihr wisst schon: Vier Stunden plus Zugabe sind normal beim Boss.“ Daraufhin rief eine Stimme aus dem Publikum: „Wochenende!“ Die Band lachte. „Einmal aufbauen, drei Tage spielen?“, fragte Thomas Heinen. „Daran könnte ich mich gewöhnen. Löhne, wir kommen gerne wieder.“

Das Programm der „HörBar“ hat zunächst aber andere Musiker auf dem Zettel: Am 4. April kommt mit „Achtung Baby“ ein Tribut für U2 in die Werretalhalle. Für das Phil-Collins-Tribut „True Collins“, das nach der „HörBar“-Sommerpause am 14. November angekündigt ist, gibt es keine Karten mehr.

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