Grüne wollen Aufwertung der Radstrecke zwischen Obernbeck und Mennighüffen
Schulweg soll sicherer werden

Löhne (WB). Bessere Beleuchtung, ein Tempolimit und deutlichere Fahrbahnmarkierungen: Das fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat unter anderem in einem Antrag zur Verbesserung der Rad- und Gehwegverbindung zwischen Obernbeck und Mennighüffen. Besonders Schüler und Familien sollen von einer verbesserten Infrastruktur schon bald profitieren. Über den Antrag soll am Mittwoch, 27. Mai, von 18 an im Rat der Stadt Löhne in der Werretalhalle diskutiert werden.

Dienstag, 19.05.2020, 07:25 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 07:30 Uhr
Mit dem Fahrrad zur Schule: Die Fraktion der Grünen im Löhner Stadtrat setzt sich mit einem Antrag für die Aufwertung der Radwegverbindung zwischen Obernbeck und Mennighüffen mit der dortigen Bertolt-Brecht-Gesamtschule ein. Foto: dpa
Mit dem Fahrrad zur Schule: Die Fraktion der Grünen im Löhner Stadtrat setzt sich mit einem Antrag für die Aufwertung der Radwegverbindung zwischen Obernbeck und Mennighüffen mit der dortigen Bertolt-Brecht-Gesamtschule ein. Foto: dpa

Wichtig für die Eltern

„Bereits seit Jahren wissen wir um die Schulweg-Problematik in den genannten Stadtteilen von Löhne“, berichtet Silke Glander-Wehmeier, Fraktionsvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Vorwiegend betroffen seien dabei Familien, die ihre Kinder an der weiterführenden Bertolt-Brecht-Gesamtschule anmelden. Aufgrund der relativen Nähe vom Wohnort bis zum Schulort (weniger als 3,5 Kilometer) erhielten viele Schüler nicht den Anspruch auf ein Schulwegticket für den Schulbus. „Somit sind die betroffenen Familien auf sich selbst gestellt und müssen für sich und ihre Kinder den ‚optimalen‘ Schulweg finden“, sagt Silke Glander-Wehmeier. Dabei, und das habe oberste Priorität, stelle die Sicherheit des Schulweges für die Eltern den höchsten Anspruch dar.

Abwanderung nach Kirchlengern

„Die Sorgen sind nachvollziehbar und sollten uns allen am Herzen liegen“, sagt Silke Glander-Wehmeier. Es wäre bedauerlich, wenn sich Familien von Löhne abwenden. Im schulischen Bereich habe es in den vergangenen Jahren einige Abwanderungen von Schülern zur Gesamtschule nach Kirchlengern gegeben. „Ein immer wieder angegebener Grund ist die bessere Schulwegverbindung“, heißt es im Fraktionsantrag. Für das Schuljahr 2020/2021 habe das Schulverwaltungsamt der Stadt Löhne verzeichnet, dass von 52 Grundschülern aus Obernbeck mehr als ein drittel der Schüler – 18 an der Zahl – übergehen werden, an die Gesamtschule Kirchlengern.

Eingekreist von Hauptstraßen

„Es wird Zeit, zu handeln“, fordert Silke Glander-Wehmeier: „Wir sprechen hier von einem sehr schönen Rad-Schulweg, der ertüchtigt werden soll, um nicht nur gut befahrbar, sondern auch um sicher zu sein.“ Dabei handelt es sich von Obernbeck kommend um diese Route: von der „Allee des Grundgesetzes“ zur Querung der Ellerbuscher Straße Radweg, entlang des Rehmerloh-Mennighüffer-Mühlenbaches über die Hasebeeke bis zur Lübbecker Straße. Obernbeck ist laut Antrag der Fraktion eingekreist von Hauptverkehrstraßen: Bahnhofstraße, Steinstraße, Lübbecker Straße. und Ellerbuscher Straße. „Alle Straßen werden stark frequentiert von Pkw und Lkw, zusätzlichen Verkehr bringen die Autobahnauffahrten der A30 in Richtung Hannover und Osnabrück mit sich“, teilt die Fraktion mit. Das Verkehrsaufkommen auf diesen Straßen sei sehr hoch, zusätzlich stelle die Kreuzung am Becker Krug eine „gefürchtete Gefahrenquelle“ dar. Bei der Querung der Straßen müssten Radfahrer und Fußgänger dort achtsam sein.

Gesundheitsfördernde Alternative

Die Alternative sei, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. „Längst sind wir uns alle einig, dass es die schlechteste Alternative ist, die erwogen werden sollte“, berichtet Silke Glander-Wehmeier. Nicht alle Familien würden zudem über ein Auto verfügen, anderen fehle diese Möglichkeit aus beruflichen Gründen. Die Grünen sind sich sicher: „Das Fahren zur Schule mit dem Fahrrad wird von vielen Eltern favorisiert. Zum einem ist es die umweltfreundlichste, zum anderen auch eine gesundheitsfördernde Alternative.“

Das sind die Forderungen aus dem Antrag der Grünen

- Die „Allee des Grundgesetzes“ (Rad- und Fußweg) wird mit Straßenbeleuchtung versehen.

- Die Verwaltung nimmt Kontakt zum Landesbetrieb Straßen NRW auf und eruiert alle Möglichkeiten, die eine sichere Querung der Landesstraße „Ellerbuscher Straße“ auf Höhe der dortigen Verkehrsinsel mit sich bringen und die umsetzbar sind.

- Überlegungen sind die Reduzierung des Tempolimits von 70 Kilometern pro Stunde, ein besonderer Hinweis auf eine Schulweg-Querung durch Fahrbahnmarkierungen oder Straßenschilder sowie feste Blitzer in beide Fahrtrichtungen.

- Der Radweg entlang des Rehmerloh-Mennighüffer-Mühlenbaches wird mit wegweisenden Schildern bis zum Ausgangspunkt Lübbecker Straße versehen, Beleuchtung ist vorhanden.

- Die Straße Hasebeeke wird zur Fahrradstraße in Löhne umgestaltet.

- Die Stadt Löhne gewährleistet einen zuverlässigen Winterdienst, damit das Fahren mit dem Rad auch in der kalten Jahreszeit möglich ist.

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