Die „L’Ort-Singers“ spenden dem Verein „Schenk Kindern eine Zukunft“ 1500 Euro
Chor unterstützt Kinderheim in Tansania

Löhne (WB). 1500 Euro helfen beim Aufbau einer Zukunft: Die Löhnerin Jessica Meisner hat von den „L’Ort-Singers“ Unterstützung für ein geplantes Kinderheim in Tansania entgegengenommen. Eigentlich spendet der Chor im Jahr 360 Euro für den guten Zweck, aber zwei Mitglieder haben den Betrag aufgestockt.

Mittwoch, 20.05.2020, 09:37 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 09:40 Uhr
Chorleiter Michael Wollbrink (von links), die „Schenk Kindern eine Zukunft“-Vorsitzende Jessica Meisner und „L’Ort-Singers“-Pressesprecher Werner Franzen freuen sich darüber, das Kinderheim „Kilimanjaro Centre“ in Moshi, Tansania, mit 1500 Euro zu unterstützen. Foto: Jenny Karpe
Chorleiter Michael Wollbrink (von links), die „Schenk Kindern eine Zukunft“-Vorsitzende Jessica Meisner und „L’Ort-Singers“-Pressesprecher Werner Franzen freuen sich darüber, das Kinderheim „Kilimanjaro Centre“ in Moshi, Tansania, mit 1500 Euro zu unterstützen. Foto: Jenny Karpe

Auf dem vergangenen Christkindlmarkt haben sich die „L’Ort- Singers“ und Jessica Meisner kennengelernt. „Ihr Projekt hat uns direkt angesprochen“, sagt Pressesprecher Werner Franzen. Gemeinsam singen sei eine Leidenschaft des Chors, sich sozial zu engagieren die andere. Eines davon gehe auch in Corona-Zeiten hervorragend.

Zuletzt hatte das Kinderheim in Moshi (Tansania) finanzielle Unterstützung für das Anlegen von Vorräten benötigt. In dem ostafrikanischen Land sind die Lebensmittelpreise wegen der Corona-Krise enorm angestiegen. „Die 1500 Euro wandern aber in das Kernprojekt, den Bau eines neuen Kinderheims“, berichtet Jessica Meisner. Bislang hat sie schon 22.500 Euro gesammelt, Ziel sind etwa 70.000 Euro.

75 Kindern ein Dach geben

Bisher wurde ein Grundstück gekauft, das vor Baubeginn mit einer Mauer und einem Brunnen ausgestattet werden soll. „Das Problem ist, dass die Materialkosten enorm hoch sind. Selbst wenn derzeit die Arbeiter viel günstiger arbeiten würden – wir warten lieber noch und sammeln solange weiter.“ Für 2020 ist die enorm hohe Miete des aktuellen, viel zu kleinen Kinderheims bezahlt.

Danach wünscht sich Jessica Meisner einen Umzug auf das neue Grundstück. In Tansania werden Mieten generell für ein ganzes Jahr bezahlt. Momentan leben 50 Kinder im „Kilimanjaro Centre“, nach dem Bau sollen hier insgesamt 75 Jungen und Mädchen ein neues Zuhause finden. „Neben dem Projekt hat uns auch Jessica Meisners pragmatische und herzliche Art begeistert“, sagt Werner Franzen. „Normalerweise unterstützen wir gerne Projekte mit regionalem Bezug, aber auch bei diesem können wir uns sicher sein, dass das Geld dort ankommt, wo es hin soll.“

Chor kann nicht üben

Die Spenden werden nämlich nicht nur notariell beaufsichtigt: Seit Kurzem ist Jessica Meisner Vorsitzende des Vereins „Schenk Kindern eine Zukunft“, der auch Spendenquittungen ausstellen kann. Derzeit schaut sich die Löhnerin nach Flügen um, die sie im September oder Oktober nach Tansania bringen. „Das bezahle ich natürlich aus meiner eigenen Tasche. Ich hoffe nur, dass wir bis dahin Ruhe von dem Coronavirus haben“, sagt sie. Als Studentin bleibt ihr sonst nicht viel Zeit, vor Ort nach dem Projekt zu schauen.

Auch der Chor hat derzeit mit den Auswirkungen des Virus zu kämpfen: Neben den Treffen für das Üben fehlt auch die Gemeinschaft. „Wir haben uns einen Termin im Frühjahr 2021 geblockt, falls das Jahreskonzert nicht im November stattfinden kann“, sagen die Chorleiter Birgit Hoffmann und Michael Wollbrink. Vielleicht kommt für die Sängerinnen und Sänger stattdessen eine Benefiz-Veranstaltung für das „Kilimanjaro Centre“ infrage, aber das wollen die L’Ort Singers noch beraten.

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