Landeszuschuss beläuft sich auf 1,172 Millionen Euro – Löhne muss etwa 400.000 Euro aufbringen
Stadt erhält Förderbescheid für Auenpark an der Werre

Löhne  (WB). Das Projekt „Auenpark an der Werre“ hat eine wichtige Hürde genommen: Am Dienstag ist der Zuwendungsbescheid für diese zentrale Maßnahme des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts der Stadt Löhne zugestellt worden. Er beläuft sich auf 1,172 Millionen Euro. Damit ist die Stadt jetzt förderrechtlich in der Lage, die Planungen durchzuführen. Der Baubeginn soll im Jahr 2021 erfolgen.

Samstag, 13.06.2020, 06:30 Uhr
Rund 1,6 Millionen Euro soll der Auenpark an der Werre kosten. Der jüngste Förderbescheid des Landes beläuft sich auf 1,172 Millionen Euro. Den Differenzbetrag von etwa 400.000 Euro muss die Stadt Löhne aus eigenen Mitteln beisteuern. Foto: Malte Samtenschnieder
Rund 1,6 Millionen Euro soll der Auenpark an der Werre kosten. Der jüngste Förderbescheid des Landes beläuft sich auf 1,172 Millionen Euro. Den Differenzbetrag von etwa 400.000 Euro muss die Stadt Löhne aus eigenen Mitteln beisteuern. Foto: Malte Samtenschnieder

„So einen Förderbescheid erhält man nicht jeden Tag. Das ist ein Meilenstein“, sagte Bürgermeister Bernd Poggemöller am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung. Wie berichtet, soll der Auenpark unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit zwischen der Kronprinzenbrücke und der Schützenstraße entstehen.

Auf der südlichen Werreseite sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden: ein Aufenthaltsbereich inklusive Sitzstufenanlage zur Werre auf Höhe der Werretalhalle, eine Fußgängerbrücke über die Werre auf Höhe der Werretalhalle sowie ein Auenpark mit Fußwegeverbindung zwischen Werretalhalle und Schützenstraße. „Hinzu kommt noch eine Plattform am nördlichen Werreufer“, betonte Bernd Poggemöller.

Planung soll zeitnah ausgeschrieben werden

Die Gesamtkosten für die genannten Maßnahmen belaufen sich nach Angaben des Bürgermeisters auf etwa 1,6 Millionen Euro. „Abzüglich der Fördermittel beträgt der Eigenanteil der Stadt Löhne etwa 400.000 Euro“, sagte Bernd Poggemöller.

Nach der Zustellung des Förderbescheids müsse die Stadt Löhne nun die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen schaffen, um diesen Differenzbetrag bereitzustellen. Anschließend müsse die Detailplanung für den Auenpark ausgeschrieben werden. Bislang gebe es nur eine Entwurfsplanung. Diese sei die Voraussetzung gewesen, um Fördermittel zu beantragen.

Wie die Stadt Löhne ihren Eigenanteil von 400.000 Euro aufbringen will, ist laut Bernd Poggemöller derzeit noch offen. Er gehe davon aus, das wahrscheinlich das Verabschieden eines Nachtragshaushaltes zum Doppelhaushalt 2019/2020 erforderlich sei. Bislang seien die Baukosten für den Auenpark darin nicht berücksichtigt.

„Wir werden zum einen prüfen, ob es im investiven Bereich Maßnahmen gibt, die wir 2019 oder 2020 nicht umsetzen, so dass wir diese Haushaltsmittel anderweitig nutzen können“, sagte der Bürgermeister. Sonst sei es erforderlich, zusätzliche Kredite in der benötigten Höhe aufzunehmen.

Kämmerin prüft Finanzierungsmöglichkeiten

Kämmerin Andrea Linnemann verschaffe sich dazu derzeit einen Überblick. Wenn es eine Strategie für das weitere Vorgehen gebe, werde der Haupt- und Finanzausschuss mit der Angelegenheit befasst. „Das wird vermutlich in der ersten Sitzung nach der Sommerpause sein“, sagte Bernd Poggemöller.

Der Sparappell von Andrea Linnemann angesichts der sich coronabedingt zuspitzenden Finanzlage der Stadt findet nach Angaben des Bürgermeisters keine Anwendung auf das Projekt „Auenpark“.

So gebe es beispielsweise aus dem NRW-Finanzministerium Hinweise, dass Projekte, für die es entsprechende Förderzusagen gebe, trotz der angespannten Finanzlage der meisten Kommunen möglichst zeitnah umgesetzt werden sollten, um ein positives Signal in die Wirtschaft auszusenden.

„Wir hoffen, dass es uns zügig gelingt, die Planung für den Auenpark auszuschreiben. Im Moment sind wir optimistisch, dass wir 2021 mit dem Bau beginnen können“, sagte Bernd Poggemöller.

Langfristig gebe es aus seiner Sicht zwei wichtige Achsen, denen stadtplanerisch Rechnung getragen werden solle. Das sei zum einen die Verbindung vom Bahnhof bis zur Werre mit dem neu entstehenden Auenpark und zum anderen die Verbindung vom Findeisen-Platz bis zum Bahnhof.

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