Löhne
200.000 Euro für Beseitigung von Altlasten

Löhne (WB/dom). Um den Abtrag des Oberbodens des Sportplatzes Twelsiek beauftragen zu können, soll der Rat eine außerplanmäßige Auszahlung in Höhe von 200.000 Euro bewilligen.

Donnerstag, 18.06.2020, 08:00 Uhr
Für die Altlastenbeseitigung auf dem Sportplatz Twelsiek werden 200.000 Euro benötigt. Foto: Gruhn/Archiv
Für die Altlastenbeseitigung auf dem Sportplatz Twelsiek werden 200.000 Euro benötigt. Foto: Gruhn/Archiv

Das sieht die Beschlussvorlage der Verwaltung für die Sitzung am Mittwoch, 24. Juni, um 18.30 Uhr in Saal 1 der Werretalhalle vor. Der Sportplatz wird bereits seit längerer Zeit nicht mehr genutzt. Allerdings wird eine Nachnutzung in Form einer Wohnbebauung angestrebt.

Bis zu acht Meter tief

Vor einer planungsrechtlichen Entwicklung des Gebietes ist laut Stadt allerdings die grundsätzliche Verwendbarkeit des Geländes für eine solche Bebauung zu klären. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass sich in einem südlichen Teilbereich des Sportplatzes eine Altablagerung befindet, die zum Teil bereits durch einen Gutachter untersucht worden ist.

Die Mächtigkeit der Altlast wird auf Grund von historischen Zeugenaussagen auf acht Meter Tiefe geschätzt, konnte jedoch nur bis maximal zwei Meter Tiefe untersucht werden, da eine Kampfmittelbelastung des Bereiches durch die Bezirksregierung Arnsberg nicht ausgeschlossen werden konnte.

4500 Tonnen zu entsorgen

In einem zweiten Gutachten wurden weitere Altablagerungen im nördlichen Bereich gefunden. Wegen dieses Fundes ist es in Absprache mit der Unteren Bodenschutzbehörde erforderlich, das gesamte Areal auf weitere Altlasten zu untersuchen. Dafür muss der Oberboden in Form des Rotgrands und der Hochofenschlacke abgetragen werden, damit eine Aussage zu einer Kampfmittelbelastung des Bereiches getroffen werden kann.

Ohne diese Überprüfung können keine Erkundungsbohrungen vorgenommen werden. Die Kosten für das Abtragen von geschätzten 4500 Tonnen Rotgrand und Hochofenschlacke sowie die Entsorgungskosten auf der Deponie belaufen sich laut Verwaltung auf circa 200.000 Euro.

Finanzmittel stehen im Haushalt nicht zur Verfügung. Daher sollen die Gelder außerplanmäßig bereitgestellt werden. Finanzmittel könnten aus der Baumaßnahme Koblenzer Straße bereitgestellt werden, die dieses Jahr für diesen Zweck nicht mehr verwendet werden.

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