Lkw-Lärm in Gohfeld: Baudezernent schreibt Logistikunternehmen
Stadt lädt Anlieger zum Dialog

Löhne (WB). In einem Schreiben an die Anlieger der Weihestraße bittet die Stadt erneut zum Gespräch ins Rathaus. Wie berichtet, hat sich in der vergangenen Woche die Bürgerinitiative „Macht Gohfeld leiser“ gegründet, um sich gegen den Lkw-Lärm auf der Weihestraße sowie auf der Koblenzer Straße zu positionieren. Doch der Termin für das Gespräch mit der Stadt, vorgeschlagen für den 4. August, 17.30 Uhr, sorgt bei der Bürgerinitiative für etwas Unmut.

Freitag, 17.07.2020, 08:33 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 09:32 Uhr
Derzeit ist die Weihestraße zwischen Alter Postweg und Bahnbrücke nur in Richtung Industriegebiet zu befahren. Grund sind Arbeiten an den Gasleitungen sowie Hausanschlüssen entlang der Weihestraße in diesem Bereich. Foto: Louis Ruthe/Archiv
Derzeit ist die Weihestraße zwischen Alter Postweg und Bahnbrücke nur in Richtung Industriegebiet zu befahren. Grund sind Arbeiten an den Gasleitungen sowie Hausanschlüssen entlang der Weihestraße in diesem Bereich. Foto: Louis Ruthe/Archiv

Bereits Anfang des Monats hat Ulrich Niemeyer, Baudezernent der Stadt Löhne und Stellvertreter des Bürgermeisters, in einem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, an die Firmen im Gewerbegebiet „Am Hellweg“ appelliert, den Lkw-Verkehr über die neu ausgebaute B611 zu lenken, anstatt die Fahrer über die Koblenzer Straße sowie die Weihestraße durch die Ortsteile zu schicken.

Im Schreiben von Niemeyer heißt es: „In der Tat ist es auch für mich unverständlich, warum der Lkw-Verkehr weiterhin über die Weihestraße/Koblenzer Straße geführt wird, obgleich die Fahrbeziehung über die B611 trotz der heute noch bestehenden Restriktionen einer Wendenotwendigkeit im Löhner Kreuz oder im Kreisverkehr an der Koblenzer Straße keine zeitliche oder sonstige Verschlechterung in den logistischen Abläufen darstellt.“

Unmut über Termin

Für die Initiative liegt der Termin laut Heidi Tegtmeier an einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn eigentlich hat die Initiative an diesem Tag zum zweiten Treffen eingeladen, bei dem Aktionen besprochen und konkretisiert werden sollten, wie man dem Lärm im Gohfeld in Zukunft aus der Bürgerschaft begegnen möchte.

„Ich empfinde das als Gegenveranstaltung und fühle mich etwas veräppelt“, wählt die Löhnerin klare Worte. Zumal sie von der vergangenen Bürgerversammlung – diese fand Ende Juni unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – mehr als enttäuscht sei.

Großer Kamp bald gesperrt

Eine sofortige Sperrung der Straße „Großer Kamp“ für den Lkw-Verkehr, um diesen über die B611 zu leiten, steht für Ulrich Niemeyer offenbar nicht zur Debatte. Im Schreiben an die Unternehmen weist er jedoch daraufhin, dass schon einige Wochen vor Baubeginn der Anschlussstelle „Großer Kamp“ mit einer Sperrung der Straße zu rechnen sei.

Bei einer Sperrung sind die Industriegebiete „Am Hellweg“ und „Scheidkamp“ nur noch über die B611 zu erreichen. Der Neubau ist für das Frühjahr 2021 geplant. Für eine persönliche Stellungnahme war Ulrich Niemeyer am Donnerstag nicht zu erreichen.

Baustelle an B611

Im Herbst wird die B611 zudem wieder zur Baustelle. Wie berichtet, saniert der Landesbetrieb Straßen.NRW von der Sudbachtalbrücke bis hin zur A30-Anschlussstelle in Gohfeld die Fahrbahn. Dafür muss jeweils ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung gesperrt werden.

Auf dem etwa zwei Kilometer langen Abschnitt sollen alle drei Schichten (Deck-, Binde- und Tragschicht) der Fahrbahn saniert werden. Zudem sollen die Schutzvorrichtungen auf dem Teilstück überprüft und erneuert werden. Ebenso soll nach Angaben von Straßen.NRW in einem Zuge die Oberflächenentwässerung der Fahrbahn angepasst werden.

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