Leiter der Gefahrenabwehr bei der Polizei spricht über Streifenwagen und Strukturen
Wache bleibt rund um die Uhr besetzt

Löhne (WB). Löhne ist im NRW-Vergleich eine „ziemlich sichere Stadt“. Das ist eine der Kernaussagen, die der Herforder Polizeidirektor Andreas Brings im Haupt- und Finanzausschuss gemacht hat. Thema des Vortrags war die Sicherheitslage in Löhne und im Kreis Herford.

Freitag, 28.08.2020, 03:00 Uhr
Polizeidirektor Andreas Brings (rechts) und Steven Haydon vom Führungsstab der Kreispolizei haben den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses viele Zahlen genannt. Foto: Dominik Rose
Polizeidirektor Andreas Brings (rechts) und Steven Haydon vom Führungsstab der Kreispolizei haben den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses viele Zahlen genannt. Foto: Dominik Rose

Andreas Brings ist seit November 2018 Leiter der Gefahrenabwehr bei der Kreispolizeibehörde. „Vereinfacht gesagt gehören mir alle Streifenwagen im Kreisgebiet und der Bezirksdienst.“ So beschrieb der Polizeidirektor seinen Job in den einleitenden Worten.

Viele Veränderungen

Dann skizzierte er, welche Umstrukturierungen in den vergangen knapp zwei Jahren schon erfolgt sind und nannte allerlei Zahlen. Unterstützt wurde er dabei von Steven Haydon vom Führungsstab der Polizei.

Bei seinem Dienstantritt hätten kreisweit sechs Streifenwagen rund um die Uhr zur Verfügung gestanden, jetzt seien es acht. „Es gab Lücken und sehr unterschiedliche Einsatzbelastungen“, stellte Andreas Brings fest.

Sein Ziel sei es von Anfang an gewesen, den Einsatz der Polizeikräfte zu optimieren, die Standorte zu erhalten und die kleineren Wachen wie Löhne zu stärken. „Wir wollten erreichen, dass die Einsatzbelastung angeglichen, die Flexibilität erhöht und die Führungsverantwortung anders verteilt wird“, sagte der Leiter der Gefahrenabwehr.

Dabei seien aber Konzentrationsbestrebungen und -prozesse nicht automatisch mit Personalabbau gleichzusetzen. Vielmehr sei es darum gegangen, Einsatzpläne und Verantwortlichkeiten anders zu gestalten und neu zu regeln. Dies sei gelungen, betonte der Polizeidirektor.

Lob für Löhner Kollegen

Ausdrücklich lobte er auch die Beamten der Löhner Wache unter der Leitung von Stefan Göding. In absehbarer Zeit soll die Dienststelle, die sich derzeit an der Oeynhausener Straße befindet, eine zentrumsnähere Heimat finden. Zudem habe Landrat Jürgen Müller als Behördenleiter unlängst mitgeteilt, dass die Löhner Wache auch zukünftig rund um die Uhr besetzt bleiben werde.

Im kreisweiten Vergleich liegen die Kriminalitätszahlen – genannt wurden Zahlen aus dem Zeitraum von 2017 bis 2019 – in Löhne etwas höher als in den anderen Kommunen. Ein beliebtes Ziel von Einbrechern sei der Gohfelder Bereich. „Das liegt vor allem auch an der guten Autobahnanbindung“, erklärte Andreas Brings.

Täter könnten sich so rasch mit ihrer Beute aus dem Staub machen. In diesem Zusammenhang betonte Andreas Brings, dass es aus seiner Sicht auch viel zu wenige Autobahnpolizisten gebe.

„Quasi keine Raubdelikte“

Sein Kollege Steven Haydon teilte mit, dass sich für 2020 ein positiver Trend abzeichne, was die Kriminalitätsstatistik angeht. Die Deliktszahlen seien fast überall rückläufig. „Wir dürfen aber noch keine konkreten Zahlen nennen.“ Andreas Brings ergänzte: „In Löhne gibt es quasi keine Raubdelikte.“

Auf die Frage nach „gefühlten Angsträumen“ von Bürgern antwortete er, dass die Polizei darauf mit allgemeinen Streifen und persönlicher Kontaktaufnahme zu den Betroffenen reagiere. Als Beispiel wurde der Bahnhofsbereich angeführt. Dort arbeite man auch mit der Bundespolizei zusammen, sagte der Polizeidirektor. Und Bürgermeister Bernd Poggemöller ergänzte: „Außerdem sind auch die Mitarbeiter unseres Ordnungsamtes dort im Einsatz.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7553441?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514619%2F
Arminia: Mittwoch erster Corona-Test seit dem Bayern-Spiel
Bayern-Profi Serge Gnabry (rechts) beim Spiel am Samstag in Bielefeld Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker