Erntedankmarkt der Schäferei Stücke – Hygienekonzept mit Ordnungsamt abgestimmt
Wie aus Äpfeln und Birnen Saft wird

Löhne-Gohfeld (WB). Die Parkflächen für den ersten Erntedankmarkt auf dem Hof der Schäferei Stücke „mähen“ im Moment die Schafe: Bis die Besucher am kommenden Wochenende, Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, an die Häger Straße 23 kommen, ist das Gras sicher kurz gefressen. 300 Gäste dürfen sich bei dieser Veranstaltung gleichzeitig auf dem weitläufigen Hof aufhalten, so sieht es das Hygienekonzept vor.

Donnerstag, 10.09.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 05:05 Uhr
Ob Schafschur, Adventsausstellung oder wie hier eines der ersten Schneeglöckchenfeste: Die Außenanlagen rund um die Schäferei Stücke bieten viel Platz für die Besucher. 300 Gäste gleichzeitig dürfen den Hof betreten. Foto: Louis Ruthe/Archiv
Ob Schafschur, Adventsausstellung oder wie hier eines der ersten Schneeglöckchenfeste: Die Außenanlagen rund um die Schäferei Stücke bieten viel Platz für die Besucher. 300 Gäste gleichzeitig dürfen den Hof betreten. Foto: Louis Ruthe/Archiv

Auf diese wartet ein schönes Herbstfest mit einer Reihe von Ausstellern und einer Mostpresse, die am Sonntag vor den Augen der Besucher frischen Apfelsaft produziert. Der Hofladen Stücke zieht für ein Wochenende in die Scheune um. „Wir freuen uns auf etwas Normalität in dieser Zeit“, sagen die Veranstalter, Michael Stücke und Jochen Klinge von der Schäferei.

300 Besucher zeitgleich erlaubt

Beide mussten nicht nur das Fest rund um die Schafschur an Himmelfahrt absagen, auch alle Märkte, die sie gewöhnlich besuchen, sind in den vergangenen Monaten ausgefallen. Für die Direktvermarkter, die mit den Produkten aus ihrer Schäferei zurzeit jedes Wochenende unterwegs wären, ist eine wichtige Einnahmequelle weggebrochen.

Um so mehr freut sich Michael Stücke, dass er und Jochen Klinge in Zusammenarbeit mit dem Löhner Ordnungsamt den Erntedankmarkt auf die Beine stellen konnten. Und mehr noch: Die Genehmigung aus dem Rathaus gilt auch für die Öffnung an drei Wochenenden im November und Dezember, wo es um das Thema Advent geht – in Zusammenarbeit mit Sabine Czischke, die die Floristik im Heuerlingshaus auf dem Hof betreibt.

„Wir müssen uns mit der Situation arrangieren“, sagt Michael Stücke und hält es nach wie vor für die richtige Entscheidung, das Programm rund um die Schafschur abgesagt zu haben. „Jetzt können wir die Besucherströme besser lenken“, sagt er und berichtet vom „Einbahnstraßenprinzip“ in der Scheune, das durch die zwei Tore möglich wird.

Daten werden erfasst

Der Stand mit leckerer Lammbratwurst und Schäferkartoffeln mit Dip wird auf der anderen Straßenseite aufgebaut, nahe des Parkplatzes. Statt Stehtischen muss für Sitzgelegenheiten gesorgt sein, und wie bei anderen Gelegenheiten auch werden die Daten der Besucher erfasst. „Und natürlich wie vorgeschrieben nach vier Wochen vernichtet“, betont Michael Stücke.

Viel Aufwand für eine relativ kleine Veranstaltung, bei der leider – weil die Deele zu klein ist – kein Kaffee und Kuchen serviert werden kann. Aber Michael Stücke freut sich, dass endlich wieder etwas auf dem Hof passiert. Er kann sich dabei auf sein Helferteam verlassen, das von der Parkaufsicht bis zum Bratwurstbraten viele Aufgaben übernimmt.

„Wir jammern nicht, sondern versuchen, uns selbst zu helfen – und anderen gleich mit“, sagt Michael Stücke. Unter den Ausstellern sind Direktvermarkter, die er von anderen Veranstaltungen kennt, aber auch die Löhner Hofläden Stuke und Hachmeister sind vertreten. Besucher sind von 10 bis 18 Uhr willkommen.

Anmeldung erforderlich

Wer aus eigenen Äpfeln, Birnen oder Quitten Saft pressen möchte, sollte sich unter Telefon 05732/9896414 anmelden. Erforderlich sind allerdings mindestens 50 Kilogramm an Früchten. Abgefüllt wird der Saft in Fünf-Liter-Beutel, die sich in einem Karton befinden. Über einen Zapfhahn kann der Saft entnommen werden, ein angebrochener Karton hält drei Monate.

Verschlossen ist der Saft sogar ein Jahr lang haltbar, so dass die Schäferei Stücke den Saft der Hofbäume im eigenen Laden anbieten wird. 70 Prozent des Fruchtfleisches wird für den Saft verwendet, der restliche Trester eignet sich als Schaffutter im Winter. Und im Sinne der Nachhaltigkeit können auch die Saftboxen mehrfach verwendet werden.

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