Erntedankfest auf dem Hof der Schäferei Stücke mit besonderem Hygienekonzept
Einbahnstraße führt von Stand zu Stand

Löhne (WB). Erst durch trendige Dekoartikel stöbern, danach leckere regionale Produkte genießen und zum Schluss die selbst hergestellten Wollartikel kaufen: Diese Möglichkeiten bot das erste Erntedankfest auf dem Hof der Schäferei Stücke. Ein Höhepunkt war eine Mostpresse, die am Sonntag zur Verfügung stand.

Mittwoch, 16.09.2020, 03:00 Uhr
Marmeladensorten und Sirup bietet Birte Brand neben einer großen Auswahl an gestrickten Kleidungsstücken an.

Schon am Eingang wurde bei den Besuchern der Herbst eingeläutet: Sabine Czischke hatte ihren Hofladen geöffnet und bot eine Reihe von Dekoartikeln und passende Pflanzen für die dunkle Jahreszeit an. Zum diesjährigen Trend zählen Dekokürbisse und selbst gebastelte Igel, die den Pflanzen als Blumentopf dienen, erklärte die Floristin.

Regionale Produkte

Eine Reihe Strickartikel, darunter Socken und Schals, hatte Birte Brand dabei. Auch selbst gemachte Marmelade, Gelees und Liköre standen zur Auswahl. „Es sind alles echte regionale Produkte“, sagte sie. Das Obst stammt aus ihrem Garten oder von Nachbarn, die Felle kommen von der Schäferei Stücke. „Es wäre schön zu sehen, wenn sich das Konzept bewährt“, lobte sie die Arbeit der Organisatoren.

An Tobias Hachmeisters Stand fielen sofort die zahlreichen Kürbisse auf. Daneben bot er auch Nudeln aus eigenen Freilandeiern und Honig an. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Konstanze betreibt er einen Hofladen auf dem Wittel. Eine Besonderheit: „Wir haben auf dem Hof die Rasse Angler Sattelschweine, die vom Aussterben bedroht ist“, sagte er. Die Tiere leben ausschließlich im Freiland.

Schwere Kürbisse

Verschiedene Sorten von Äpfeln, Säften und Konfitüren zählten zum Sortiment von Martin Müller vom Obsthof Müller. Auch Kürbisse standen zur Auswahl. Jedoch bot er nicht sein größtes Exemplar an: „Der Schwerste wiegt mehr als 70 Kilogramm“, berichtete er.

Auch die mobile Mostpresse kam gut an. Mindestens 50 Kilogramm Äpfel oder Birnen mussten mitgebracht werden, um etwa 35 Liter Saft zu schöpfen. Dieses Angebot wurde rege genutzt: Als das erste Auto Obst anlieferte, warteten schon die nächsten Wagen. „Es wird gut angenommen“, sagte Wolfgang Diekmann von der „MostManufaktur“.

Auch Familie Block nutzte die Gelegenheit. Etwa 90 Kilogramm Äpfel brachte sie zur mobilen Mostanlage. „Den Apfelsaft bekommen die Kinder“, betonte Antje Block. Immerhin hätten ihre beiden Töchter Amelie (5) und Levke (9) geholfen, den ganzen Apfelbaum abzupflücken.

Begrenzte Besucherzahl

Das Hygienekonzept auf dem Hof wurde gut eingehalten: Dazu zählten die Aufnahme von Kontaktdaten, die Maskenpflicht und eine Einbahnstraße, die zu allen Ständen der Aussteller führte. Ein Stand, der Fleischspezialitäten anbot, musste auf der anderen Straßenseite aufgebaut werden. „Sonst wären zu viele Besucher auf dem Hof“, erklärte Jochen Klinge von der Schäferei.

Das Erntedankfest sei für die Schäferei die erste Veranstaltung seit März, sagte er. Nur auf einem Wochenmarkt konnte er bisher Produkte ausstellen. „Sonst hätten wir schon an zwölf Märkten teilgenommen“, betonte der Hofbetreiber. Daher sei das Erntedankfest vor allem dafür geeignet und gedacht, eine Veranstaltung für sich und die anderen von der Corona-Krise getroffenen Aussteller durchzuführen.

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