Die Stadt betreibt die Nahwärmeversorgung künftig in Eigenregie
Löhne heizt sich selbst ein

Löhne (WB). Strom und Wärme, die in Löhne genutzt und auch vor Ort produziert werden – das ist der Wunsch von Bürgermeister Bernd Poggemöller und Stadtwerke-Betriebsleiter Matthias Kreft. Durch die Übernahme des lokalen Nahwärmenetzes in der Heizzentrale an der Rathausstraße sind die Verantwortlichen diesem Anliegen einen großen Schritt nähergekommen. Ein weiterer Pluspunkt: Durch Verwendung regenerativer Energien soll das Klima geschont werden.

Samstag, 17.10.2020, 03:00 Uhr
Fred Wokittel (von links, Sachgebietsleiter Nahwärme bei den Stadtwerken Löhne), Matthias Kreft (Betriebsleiter Stadtwerke), Holger Freymuth (Geschäftsbereichsleiter Energie- und Wasserversorgung bei den Stadtwerken) und Bürgermeister Bernd Poggemöller möchten mit dem Ausbau des lokalen Nahwärmenetzes das Klima schonen. Foto: Lydia Böhne
Fred Wokittel (von links, Sachgebietsleiter Nahwärme bei den Stadtwerken Löhne), Matthias Kreft (Betriebsleiter Stadtwerke), Holger Freymuth (Geschäftsbereichsleiter Energie- und Wasserversorgung bei den Stadtwerken) und Bürgermeister Bernd Poggemöller möchten mit dem Ausbau des lokalen Nahwärmenetzes das Klima schonen. Foto: Lydia Böhne

Hinter der Stadt Löhne liegt ein etwa anderthalbjähriger Prozess, als Gesellschafter der Nahwärme Bad Oeynhausen-Löhne GmbH (NOWL) auszuscheiden und stattdessen die Nahwärmeversorgung in der Heizzentrale selbst zu betreiben. Um diese Aufgabe werden sich künftig die Anfang des Jahres neu gegründeten Stadtwerke Löhne kümmern.

Netz soll ausgebaut werden

„Es ist wirtschaftlicher, das lokale Nahwärmenetz selbst zu betreiben“, erläutert der Bürgermeister. „Wir haben jetzt mehr Bewegungsfreiheit und zu 100 Prozent den Einfluss und die Verantwortung“, ergänzt Matthias Kreft. Seit mehr als 30 Jahren wird durch das Blockheizkraftwerk (BHKW) an der Rathausstraße elektrische Energie und Wärme produziert.

Entsprechend der Funktion eines BHKW werden die Wärme und der parallel automatisch erzeugte Strom durch die städtischen Liegenschaften wie das Rathaus, das Gymnasium Löhne, das Frei- und Hallenbad, das Tennis-Clubhaus sowie als weiteren Kunden das Bekleidungsgeschäft Bruno Kleine vor Ort verbraucht.

Gerne würde die Stadt das Nahwärmenetz in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen und damit der im Klimaschutzgesetz verankerten Aufgabe nachkommen, die regenerative Wärmeversorgung auszubauen. „Die Expertise ist da“, sagt Bürgermeister Bernd Poggemöller. Am Schulzentrum Melbergen sowie am Klärwerk betreibt die Stadt weitere Blockheizkraftwerke.

Weitere Nutzer denkbar

Geprüft wird derzeit auch, wie künftig weitere Nutzer an die Heizzentrale anzgeschlossen werden könnten. Wichtig sei bei der Nutzung eine Mischung aus Privat und Gewerbe: „Wir brauchen große, verlässliche Abnehmer“, sagt Matthias Kreft.

Schließlich laufe das BHKW nur dann, wenn auch Wärme produziert werde. Mögliche Abnehmer in der näheren Umgebung könnten laut Bürgermeister Bernd Poggemöller beispielsweise die Grundschule Löhne-Bahnhof, die Mietwohnungen an der Jahnstraße oder das August-Griese-Berufskolleg sein.

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