Gemeinde richtet Obstsaftaktion für Verein „Limulunga“ aus
Gute Obsternte, gute Nachfrage

Löhne (WB). Kistenweise Früchte aus den eigenen Gärten haben rund 20 Obstbesitzer bei der fünften Obstsaftaktion der Kirchengemeinde Mennighüffen angeliefert. Die mobile Presse vom „Saftwerk Stemwede“ stellte eine Menge an leckeren Säften aus Äpfeln und Birnen her.

Montag, 26.10.2020, 05:56 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 06:01 Uhr
Marlies Folle und Thomas Bröderhausen begleiten die Obstsaftaktion für den Verein „Limulunga“. Foto: Kristin Wennemacher
Marlies Folle und Thomas Bröderhausen begleiten die Obstsaftaktion für den Verein „Limulunga“. Foto: Kristin Wennemacher

Dabei bestand die Möglichkeit, diese entweder gegen geringes Entgelt später selbst zu genießen oder aber im Rahmen der Aktion an den Verein „Limulunga“ zu spenden. Die mobile Saftpresse von Hartmut und Angelika Knost war am Samstag im Dauerbetrieb. Die Nachfrage bei der Aktion war groß. Jedoch ließen sich lange Wartezeiten mithilfe einer Anmeldeliste vermeiden.

Gute Resonanz

Schon seit der ersten Obstsaftaktion der Kirchengemeinde Mennighüffen stellen die Eheleute Knost ihre mobile Saftpresse zur Verfügung: „Wir haben hier seit Jahren gut zu tun“, sagte Hartmut Knost. „Die Aktion wird immer prima angenommen.“ Zusätzlich sei die Nachfrage in diesem Jahr aufgrund der guten Ernte noch höher. Mindestens 50 Kilogramm Obst, davon maximal ein Drittel Birnen, mussten mitgebracht werden. Dabei ergeben sieben Kilo Obst etwa fünf Liter Saft. Im Laufe des Tages kam daher das stolze Gewicht von etwa zwei Tonnen gepresstem Obst zusammen.

Der fertige Saft wird in luftdichte Fünf-Liter-Packungen gefüllt und bleibt ungeöffnet bis zu zwei Jahre genießbar. Angebrochene Packungen sind etwa zwei Monate haltbar. Die Obstbesitzer konnten entscheiden, ob sie die vielen abgefüllten Boxen mit nach Hause nehmen, oder ob sie diese lieber spenden möchten. Mehrere hundert Euro habe der Verein „Limulunga“ bei der vorherigen Aktion durch den Verkauf der Säfte erhalten, sagte Organisator und Mitglied Thomas Bröderhausen.

Hilfe für 14 Kinder

Der Verein setzt sich für Aids-Waisenkinder in Sambia ein und ermöglicht 14 Kindern aus der Nähe der gleichnamigen Stadt ein Leben mit vielen Chancen. Marlies Folle, zweite Vorsitzende des Vereins, hat sich vor Ort ein Bild von den Lebensumständen gemacht: „Wenn man da gewesen ist, kommt man auf den Boden der Tatsachen zurück.“

Viele Patenschaften

Seit elf Jahren ist sie im Vorstand und sieht bereits erste Erfolge: Ein Mädchen kam dank des Vereins zu Pflegeeltern und hatte die einmalige Möglichkeit, eine Schule zu besuchen und anschließend an einer Universität zu studieren. Heute ist sie Lehrerin. „Ab dem siebten Schuljahr kostet Bildung Geld. Das kann sich dort keiner leisten“, erklärte sie.

Der Großteil der etwa 60 Mitglieder des Vereins hat Patenschaften für Kinder und Jugendliche in Sambia übernommen. Regelmäßig werden Briefe nach Afrika geschickt. So macht es auch Marlies Folle: „Wir halten stets engen Kontakt zu ihnen.“

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