Wegen der neuen Corona-Regeln wird das Ordnungsamt in Löhne verstärkt
Volle Kontrolle und einige offene Fragen

Löhne (WB). Die Stadt Löhne setzt alles daran, um die Einhaltung der neuen Corona-Regeln zu überwachen. Das hat Bürgermeister Bernd Poggemöller gegenüber dieser Zeitung deutlich zum Ausdruck gebracht: „Wir werden mit mehreren Teams im Stadtgebiet unterwegs sein und kontrollieren. Das ist unsere Aufgabe, und der kommen wir natürlich nach.“

Donnerstag, 29.10.2020, 21:50 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 21:52 Uhr
Das Löhner Ordnungsamt kontrolliert – wie hier zum Vatertag im Mai – wieder verstärkt. Foto: Stadt LöhneArchiv
Das Löhner Ordnungsamt kontrolliert – wie hier zum Vatertag im Mai – wieder verstärkt. Foto: Stadt LöhneArchiv

Das Ende seiner ersten und den Auftakt zur zweiten Dienstzeit als Bürgermeister, die am 1. November beginnt, hatte sich Bernd Poggemöller auch anders vorgestellt. Doch jetzt, nach den jüngsten Beschlüssen aus Berlin, kommen auf jede einzelne Kommune und deren Mitarbeiter wieder erhebliche Belastungen zu. „Und das müssen wir schaffen, wenn sich die Situation entspannen soll“, betont der Verwaltungschef.

Mehrere Teams im Einsatz

Am Donnerstag wurde rathausintern weiter an Personalumschichtungen gearbeitet, um das Team des Ordnungsamtes verstärken zu können. Da sieht der Bürgermeister auch schon klarer: „Wir werden voraussichtlich in fünf Kontrollschichten arbeiten.“ Diese würden unter anderem überprüfen, ob die Corona-Regeln im Einzelhandel , in der Gastronomie, im öffentlichen Personennahverkehr und auch etwaige Quarantänen eingehalten werden.

Das geschehe nicht aus Spaß, sondern sei eine absolute Notwendigkeit, um das Infektionsgeschehen vor Ort in den Griff zu bekommen. Am Donnerstag hatte der Kreis Herford für Löhne 71 Corona-Infektionen registriert. Diese Zahlen steigen seit vielen Tagen.

Auch wenn man im Rathaus am frühen Donnerstagabend noch auf die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW wartete, waren einige Entscheidungen bereits gefallen. So muss das Löhner Hallenbad von Montag, 2. November, an geschlossen bleiben. Sport- und andere öffentliche Veranstaltungen sind ebenfalls untersagt. Die Spielplätze dürfen – anders als zu Jahresbeginn – aber weiterhin genutzt werden. Bei standesamtlichen Trauungen sind in Löhne jetzt nur noch sieben Gäste plus Standesbeamtin erlaubt. Doch es gibt auch noch einige Unklarheiten.

Warten auf die Verordnung

„Für mich sind in diesem Moment etwa noch offene Fragen, was zum Beispiel mit der Musikschule, Jugendzentren, der Volkshochschule oder dem Schulsport passiert“, sagt Bernd Poggemöller, nachdem er zuvor eine längere Videokonferenz mit den anderen Bürgermeistern im Kreis Herford und dem Landrat geführt hatte. Die Stadtbücherei könne vermutlich geöffnet bleiben. Über Details solle zeitnah informiert werden.

Wie bereits während des ersten Lockdowns kommt auch der Löhner Krisenstab im Rathaus wieder zusammen. Zwar (noch) nicht täglich, wie seinerzeit, aber an diesem Freitag doch schon zum zweiten Mal binnen fünf Tagen. Es gibt halt erheblichen Planungs-, Organisations- und Abstimmungsbedarf. So muss etwa geklärt werden, welche Mitarbeiter vor Ort im Rathaus tätig sind und welche im Home Office bleiben.

„Wir müssen manche Mitarbeiter aus ihren Bereichen abziehen, um sie an anderer Stelle, wo sie momentan dringender benötigt werden, einsetzen zu können“, berichtet der Bürgermeister. Wenn in den kommenden Tagen dann vielleicht nicht in jedem Amt alles so laufe wie sonst vielleicht gewohnt, bittet Bernd Poggemöller um Verständnis.

Bewährtes Verfahren

Er empfiehlt allen Löhnerinnen und Löhnern, die etwas bei der Stadtverwaltung erledigen müssen, um vorherige Terminvereinbarung – telefonisch oder online . „Das hat sich schon seit Beginn der Corona-Krise bewährt.“

Die konstituierende Ratssitzung am Mittwoch, 4. November, um 18.30 Uhr in der Werretalhalle muss stattfinden. Das ist vom Land NRW eindeutig geregelt. Allerdings werde derzeit die Tagesordnung reduziert. Nur noch formelle Akte wie die Vereidigung des Bürgermeisters, die Einführung der Ratsmitglieder oder die Besetzung der Ausschüsse sollen dann erfolgen.

„Wir werden auch die Verabschiedung der ausgeschiedenen Ratsmitglieder auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, um einen würdigeren Rahmen bieten zu können“, betont Bernd Poggemöller. Auch das bedauert er, aber: „Wir müssen jetzt erst einmal reagieren.“

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